Der 4:1-Sieg der Moselaner in Tawern beim so stabilen SVT war in die Kategorie Coup einzuordnen und ermöglichte dem SV Niederemmel einen Sprung auf Rang elf im Klassement.




Es war die erste Niederlage für die Elf von Trainer Benny Leis nach neun ungeschlagenen Spielen in Serie, bei denen man acht Siege einfuhr. So sahen die 200 Zuschauer eine faustdicke Überraschung bei der 1:4-Niederlage gegen schnell umschaltende Niederemmeler, die ihren ersten Auswärtssieg bejubeln durften. Benedikt Vogedes hatte eine Flanke von Marcel Koster per Kopf zur Gästeführung nutzen können (15.), bevor zehn Minuten später Luca Hermandung mit dem 2:0 für eine weitere kalte Dusche sorgte. Der profitierte von einem Freistoß von Dominik Ludwig. Wegen einer Notbremse an Vogedes sah Tawerns Tristan Reger kurz vor der Halbzeit Rot. Tawern hatte bei einem Pfosten-Freistoß von Idris Lataev Pech. Als Jacob Grüner eine Flanke von Koster erneut per Kopf zum 3:0 ins Netz beförderte, war die Partie nach einer knappen Stunde entschieden (58.). Das 1:3 von Tobias Düpré (84.) per Freistoß sowie auch das 4:1 von Michael Dienhart nach einer Ecke rundeten die kleine Sensation ab. „Tawern hat seine Torchancen anfangs nicht genutzt und wir waren heute brutal effektiv. Gefreut hat mich, dass die Standards, die wir noch am Freitag explizit trainiert hatten, zu drei Toren geführt haben. Der erste Auswärtssieg war extrem wichtig im Abstiegskampf“, sprach SVN-Trainer Sascha Kohr von einem verdienten Sieg. Nach den vielen Unentschieden war ein Sieg, so Kohr, „irgendwie auch überfällig. Wir waren einfach mal dran mit einem Dreier. Dass uns das ausgerechnet in Tawern gelungen ist, spricht für uns.“ Benny Leis konstatierte, einen rabenschwarzen Tag erlebt zu haben. „Wir haben gegen einen super effektiven Gegner gespielt, der 90 Prozent seiner Torchancen genutzt hat. Vor dem 0:1 müssen wir aber schon mit 3:0 vorne liegen. Beim 0:2 befanden wir uns im kollektiven Tiefschlaf. Dann kam zu allem Überfluss auch noch die Rote Karte gegen Tristan nach einer Notbremse. Niederemmel war ein galliger Gegner, der unglaublich viel in der Arbeit gegen den Ball investiert hat. Wir waren nicht entschlossen genug. Es war teilweise auch Unvermögen dabei.“

Foto: Alfred Weinandy/Archiv