Neun Tore, jede Menge Strafraumszenen und zwei auf Krawall gebürstete Angriffsreihen ließen die Partie zu einem energiegeladenen Hingucker werden.




Am Ende feierte Schweich den dritten Sieg in 2026 und den fünften Sieg jahresübergreifend in Folge. Die Schweicher Mosella ließ im Dauerregen von Lüxem nichts anbrennen und machte seinen 13. Sieg im 14. Spiel wasserdicht. Ein Doppelschlag von Valentin Frick (10.) und Lukas Maldener (13.) sorgte früh für klare Verhältnisse. Ein Missverständnis zwischen Torwart und Abwehr führte zum 0:1, das zweite entsprang einer flachen scharfen Hereingabe von Alexander Schwarz auf Maldener. Maldener (42.) per sehenswertem Chipball über Joshua Stewart und Stephan Schleimer (51.) nach einem Konter bauten die Führung für den Tabellenzweiten komfortabel aus, ehe Lüxem über Jonas Adams (56.) und Lukas Follmann (70.) eine Reaktion zeigte – 1:4, 2:4. Adams traf nach einer schönen Einzelaktion aus spitzem Winkel ins kurze Eck – Follmann war nach Ecke von Florian Schmitt per Abstauber zur Stelle. Mit einem Traumtor in den Winkel fand Julius Kalweit zeitig eine Antwort (73.). Nils Schermann (80.) brachte die nimmer müden Lüxemer auf 3:5 heran. Ein Wimpernschlag später hatte Niklas Ehlen die Riesenchance zum 4:5. Kalweit legte zwei Minuten vor Schluss den Deckel final drauf (88.). „Es war eine Schlammschlacht mit viel Licht und Schatten. Aufgrund der ersten Halbzeit geht das Ergebnis so in Ordnung. Da hatten wir zu viel Respekt, die Abstände im Mittelfeld waren zu groß“, urteilte Lüxems Trainer Nico Hubo. Sein Pendant Thomas Schleimer lobte die starke erste Halbzeit, fand aber auch kritische Worte: „Mich hat geärgert, dass wir Lüxem nach dem 4:0 noch mal ein bisschen schnuppern lassen haben, nach dem wir 50 Minuten die Partie komplett im Griff hatten. Da fehlte uns die Balance und die taktische Disziplin. Dennoch war der Sieg nie gefährdet und souverän.“ Es sei unisono für beide Trainer auf einem ziemlich aufgeweichten Platz ein unterhaltsames und torreiches Spiel gewesen. Die Offensivreihen dominierten.

Foto: Sandra Maes