11ER: Am vergangenen Wochenende hat der Winter allen Mannschaften einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es gab eine Komplett-Absage, bis auf die Partie in Hillesheim, die zwar angepfiffen, nach 36 Minuten aber schon wieder beendet wurde. Worin besteht die Herausforderung, nach der Spielabsage in Schleid, schnell wieder in den Rhythmus zu kommen?

Rudi Thömmes: Es wurden ja alle Spiele abgesagt. Es hat keiner gespielt, insofern ist der Ausfall nicht so ins Gewicht gefallen, weil ja keiner Boden gutmachen konnte oder Boden verloren hat. Wir haben somit eine Woche pausiert, was den Spielern auch gut getan hat. Sie hatten komplett trainingsfrei. Die Herausforderung besteht vor allem darin, dass wir mit Tarforst den glasklaren Titelfavoriten empfangen. Das wird eine schwere, aber auch eine sehr interessante Aufgabe. Wir bereiten uns in den Einheiten am Montag, Mittwoch und Freitag intensiv auf dieses Spiel vor.

11ER: Ihre Mannschaft hätte gerne gespielt am Sonntag, um weitere Punkte auf das Konto zu bringen. War die Absage okay?

Thömmes: Ja, absolut. Man muss in so einem Fall immer an die Gesundheit der Spieler denken. Auf einem Schnee bedeckten und/oder gefrorenen Untergrund zu spielen, ist immer gefährlich. Es hätte sich keiner damit einen Gefallen getan, wenn gespielt worden wäre. Darüber hinaus wäre der ein oder andere Platz auch ziemlich ramponiert worden. Bei Minustemperaturen so ein Spiel abzusagen, ist vollkommen in Ordnung.

11ER: Jetzt steht zum Jahresausklang das Heimspiel gegen den alten Rivalen aus Rheinlandligazeiten, den FSV Trier-Tarforst, an. Was wird die Aufgabe sein?

Thömmes: Wir müssen sehr konzentriert sein, intensiv gegen den Ball arbeiten und defensiv gut stehen. Es geht darum, ordentlich zu verteidigen. Offensiv haben wir genügend Qualität im Kader, um Lücken zu reißen und mit Tempo auf die letzte Kette zuzulaufen.

11ER: Spielen Sie lieber im Stadion auf dem Rasenplatz oder eher auf dem Kunstrasenplatz am Bahndamm?

Thömmes: Ich hoffe sehr, dass wir auf dem Rasen im Stadion spielen können. Das ist noch mal eine andere, angenehmere und motivierendere Atmosphäre mit einer großen Tribüne auf der Gegengeraden. Es ist zudem auch für die Zuschauer schöner und angenehmer. Doch wir nehmen es, wie es kommt, falls es wieder kalt werden sollte.

11ER: Wie schätzen Sie den Gegner FSV Tarforst ein?

Thömmes: Der FSV Tarforst ist das Maß aller Dinge und in allen Mannschaftsteilen durchgängig stark besetzt. Sie sind durch die Bank stabil, haben sehr gute Leute im Team und arbeiten als kompakte Mannschaft zusammen. Sie stehen vollkommen zurecht auf Platz eins.

11ER: Worin sehen Sie die Stärken von Oliver Mennicke?

Thömmes: Oli kann an guten Tagen den Unterschied machen und eine Abwehr schwindelig spielen. Er hat die Fähigkeit, in entscheidenden Phasen des Spiels wichtige Tore zu machen. Oli sucht die Tiefe, kommt über den linken Flügel und zieht dann gerne nach innen. Er hat vor allem zuletzt viele wichtige Tore geschossen und besitzt eine überragende Schusstechnik und eine solide Grundtechnik.