11ER: In den letzten sieben Spielen verbuchte Ihre Mannschaft 14 Punkte. Sind Sie mit dieser Ausbeute zufrieden oder wäre mit voller Besetzung mehr drin gewesen?

Denys Surma: Mit vollem Kader wäre sicher mehr drin gewesen. Wir sind, was unseren Kader betrifft, momentan limitiert. Wir haben immer zwischen zehn bis 13 Spieler und füllen den Rest dann mit Spielern der A-Jugend und zweiten Mannschaft auf. Oft sitzen dann aber Spieler auf der Bank, die vorher schon spielten oder angeschlagen sind. Man merkt, dass uns die Luft ausgeht. Gegen Schoden war es am Ende sehr schwierig. Ich musste selbst spielen, konnte in letzter Zeit jedoch kaum trainieren. Das Wichtige ist, dass die Moral stimmt und die Jungs alles geben, um auch in dieser Situation Ergebnisse zu liefern. Wir sehen das Potenzial der Mannschaft und wenn es personell besser aussieht, ist in dieser Saison noch vieles möglich.

11ER: Olewig steht derzeit auf Platz vier mit sieben Punkten Rückstand auf die Tabelle. Allerdings lässt sich in der B-11 kein Ergebnis vorhersagen. Wie bewerten Sie die Lage?

Surma: Die Liga ist verrückt und jeder kann jeden schlagen. Es gibt jede Woche überraschende Ergebnisse und auch klare Außenseiter punkten immer wieder. Wir hatten nach der Hinrunde zehn Punkte Rückstand auf die Spitze, aber es kann und wird sich in der Tabelle noch vieles ändern. Im Kreisliga-Fußball gibt es keine Konstanz. Heute können einer Mannschaft alle Spieler zur Verfügung stehen und nächste Woche fehlt die Hälfte. Man darf auch nicht vergessen, dass wir sechs zweite Mannschaften in der Klasse haben. Bei ihnen ist es oft von Spieltag zu Spieltag abhängig, wer dabei ist. Mal steht eine Top-Elf auf dem Platz, mal eine ganz andere. Da braucht man als Gegner teilweise Glück. Man wird erst im Mai sehen, wer Glück hatte und wie die Tabelle aussieht.

11ER: Ein Spieler, dessen Formkurve zuletzt nach oben zeigte, ist Valera Zaika. Was macht ihn derzeit so stark?

Surma: Valera ist sehr motiviert und im Training fleißig. Ab und zu fällt er aus, weil er in der Gastronomie arbeitet. Er gibt sich viel Mühe, zeigt großen Einsatz und hat sich top entwickelt. In den letzten vier, fünf Spielen war er immer einer der Besten auf dem Platz. Er hat mittlerweile eine wichtige Rolle im Team und mit seinen 20 Jahren schon viele Erfahrungen gesammelt – im Herrenfußball wie im Leben. Er ist seit vier Jahren ganz alleine in Deutschland und hatte es nicht einfach. Es freut mich und unser ganzes Team, dass er sich so gut entwickelt. Wenn er so weitermacht, wird er in Zukunft noch wichtiger für unsere Mannschaft.

11ER: Im Hinspiel teilte sich Ihr Team mit Matthias die Punkte. Was erwarten Sie im zweiten Aufeinandertreffen?

Surma: Ich erwarte wie in den letzten Wochen ein schwieriges Spiel für uns. Matthias wird zuhause gewinnen wollen. Im Hinspiel waren wir dominant und ich kann mir die Torchancen, die wir vergaben, immer noch nicht erklären. Jetzt erwarte ich aber ein anderes Spiel. Ich glaube nicht, dass wir noch mal so dominant sein werden und rechne mit einem Spiel auf Augenhöhe. Die Mannschaft, die am Ende des Jahres noch mehr Kraft hat, hat die besten Chancen.

11ER: Wie steht es am letzten Spieltag des Jahres um das Personal? 

Surma: Stand jetzt habe ich 13 Zusagen aus unserer ersten Mannschaft. Ob alle dabei sein können, wird die Woche zeigen. Teilweise trainierten wir in den letzten Wochen mit weniger als zehn Leuten, was es schwierig macht, sich vorzubereiten. Unsere Verletzten werden aber nicht zurückkehren. Ich denke, wir werden so aufgestellt sein wie in den letzten fünf, sechs Wochen.