11ER: Im letzten Spiel gewann Ihre Mannschaft mit 0:3 bei der SG Haag II. Was gibt es zu dieser Partie zu sagen?
Andreas Wagner: Es war kein schönes Spiel, aber auf dem Platz war auch kein richtiges Fußballspielen möglich. Letztendlich waren wir über 90 Minuten tonangebend und gewannen verdient.
11ER: Sahen Sie eine Reaktion Ihrer Mannschaft auf die letzten Spiele, nachdem diese gegen Bekond ausblieb?
Wagner: Kämpferisch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Haag war aber auch nicht so stark, als dass wir mit dieser Reaktion unser ganzes spielerisches Potenzial abrufen konnten. Es war ein Kampfspiel, auf das wir aufbauen.
11ER: Sie mussten in dieser Spielzeit bereits dutzende Spieler einsetzen. Einer, der aber fast bei allen Partien dabei war, ist Nils Stöckel. Wie kam es dazu?
Wagner: Nils ist eigentlich immer im Training und sehr trainingsfleißig. Er ist noch ein junger Spieler mit Potenzial, der besser werden will. Er hat diesen Ehrgeiz und Willen, den wir bei anderen noch vermissen. In dieser Hinsicht hat Nils eine Vorbildfunktion.
11ER: Sie hatten vor wenigen Wochen eine Mannschaftssitzung mit Ihrem Team. Wurden dabei auch die Ziele für das kommende Jahr angesprochen?
Wagner: Es ging vielmehr darum, welche Strukturen wir schaffen müssen, und die Trainingsbeteiligung. Wir müssen mit unserer Mannschaft den Anspruch haben, oben mitzuspielen. Es ging auch darum, herauszufinden, welche Spieler überhaupt den Willen und die Bereitschaft dafür haben. In Gesprächen hört sich aber vieles gut an. Letztendlich müssen wir unsere Vorhaben auf dem Platz umsetzen.
11ER: Im Hinspiel bot man sich mit der SG Thalfang/Berglicht einen offenen Schlagabtausch, der mit 3:3 endete. Was ist Ihnen von diesem Spiel in Erinnerung geblieben?
Wagner: Wir führten zur Halbzeit mit 3:1 und hatten Thalfang bis dahin gut im Griff. Sie kamen mit unserem System anfangs nicht klar und stellten dann um. Ihre schnellen Leute kamen anschließend besser ins Spiel und sie glichen aus. Spielerisch ist Thalfang eine Mannschaft, die uns liegt. Je nachdem, wie wir besetzt sind, erwarte ich auch im Rückspiel eine Partie auf Augenhöhe. Der kleinste Fehler könnte das Spiel entscheiden.
11ER: Sie sagten, dass Ihr Team im Hinspiel die erste Halbzeit kontrollierte und Thalfang in der zweiten stärker aufspielte. Welche Erkenntnisse können Sie daraus für die taktische Ausrichtung an diesem Wochenende ziehen?
Wagner: Wir werden genauso spielen wie im Hinspiel und unseren Stil nicht verändern. Wir wollen aggressiv nach vorne spielen, Thalfang zu Fehlern zwingen und dadurch in unser Umschaltspiel finden. Ihre schnellen Spieler müssen wir in den Griff bekommen und die Räume eng halten. Auch der Platz in Thalfang kann ausschlaggebend sein. Ich sehe das Spiel bei 50:50.
11ER: Wie sieht es personell aus?
Wagner: Momentan sieht es nicht so gut aus. Wir haben einige Verletzte und letzte Woche mussten wir drei Spieler an unsere Erste abgeben, die zum Glück samstags spielte. Sollte das in dieser Woche aber wieder der Fall sein, wird es eng.
