11ER: Die Hinrunde ist vorbei und auch die ersten Spiele der Rückrunde sind absolviert. Wie bewerten Sie die aktuelle Lage auf dem zweiten Tabellenplatz?
Jan Kolling: Es war von Beginn an klar, dass die Mannschaft eine hohe Qualität hat. Ich kam im Sommer neu als Trainer nach Thalfang. Demzufolge mussten sich die Mannschaft und ich erst mal kennenlernen, doch wir haben schnell zusammengefunden. Die neuen Ideen wurden gut umgesetzt. Von daher ist der zweite Platz kein Zufall. Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf und wissen gleichwohl, dass wir in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze kommen müssen, um Spiele zu gewinnen.
11ER: Mit Andreas Rauen, Michael Rienermann und Florian Haumann zählen gleich drei Ihrer Spieler zu den torgefährlichsten der Liga. Was ist entscheidender für diese Statistik: die individuelle Qualität oder die offensive Ausrichtung Ihrer Truppe?
Kolling: Viel entscheidender ist, dass die Mannschaft einen Plan hat und diesen auch umsetzt. Wir verlassen uns nicht nur auf die individuelle Qualität der drei Spieler. Dass Flo Haumann seine Freiheiten und Stärken im Zentrum nutzen kann, liegt auch daran, dass Luis Petz und Felix Schnettler ihm den Rücken freihalten oder den vorletzten Pass spielen. Genauso sieht es bei den zwei anderen Spielern aus. Wir wollen die Spiele als Team gewinnen, da gehört die Startelf dazu, aber auch, ganz wichtig, die Einwechselspieler.
11ER: Im Hinspiel bot sich die SG Thalfang/Berglicht mit Ruwertal Gutweiler II einen Schlagabtausch, bei dem sechs Tore fielen. Welche Erinnerungen haben Sie an dieses Spiel, was konnten Sie aus diesem mitnehmen?
Kolling: Es war für uns das zweite Saisonspiel in einer neuen Liga. Wir waren noch nicht so sattelfest in unserer Idee, Fußball zu spielen. In der ersten Halbzeit war Ruwertal II die bessere Mannschaft. Es war ein klarer Plan zu erkennen, der jedoch sehr laufintensiv war. Sie kamen zwar nie so richtig gefährlich vor unser Tor, haben dann aber unsere Fehler im Spielaufbau oder Ballverluste nach Standards ausgenutzt. In der zweiten Halbzeit haben wir unser Spiel durchgezogen und verdient unentschieden gespielt. Das Spiel war für die Zuschauer schöner als für die Trainer.
11ER: Nun steht das letzte Heimspiel des Jahres an. Wie klappt es im Rückspiel gegen Ruwertal II mit einem Sieg?
Kolling: Das letzte Heimspiel des Jahres wollen wir unbedingt gewinnen. Dazu müssen die Einstellung und der Wille, aber auch die Basics stimmen. Es gilt, noch einmal alles rauszuhauen, um mit einem guten Gefühl in die Winterpause zu gehen.
11ER: Zuletzt fehlten Ihnen mehrere Defensivspieler. Wie steht es in dieser Woche ums Personal?
Kolling: Ich bin zuversichtlich, dass Elias Pfeiffer und Nico Litzke wieder an Bord sind. Mit Niklas Zell fehlt uns ein Allrounder durch die Ampelkarte im letzten Spiel. Ausfallen werden weiterhin Martin Kolz und Marcello Roth.
