Festtagsstimmung vielleicht nicht, aber Derbystimmung allemal ist am Sonntag in Föhren angesagt. Denn zu einem Spitzenspiel fehlt es der Partie an der kniffligen Konstellation.
Der SV Föhren hat in der vergangenen Woche gleich zwei Niederlagen einstecken müssen und muss sich erst einmal darauf besinnen, den Tabellenkeller zu verlassen. Denn der vorletzte Platz, der weit weg ist von den eigenen Ansprüchen, drückt gehörig aufs Gemüt von Mannschaft, Trainer und Verein. Weil auch die zweite Mannschaft der Mosella nicht gerade mit Pauken und Trompeten in die neue Spielzeit gestartet ist, sind Demut, Konzentrations- und Steigerungsfähigkeit angesagt – und zwar bei beiden Mannschaften. Föhrens Trainer Sebastian Pull bringt die Bedeutung einer solchen Partie auf den Punkt: „In Schweich wird seit Jahren sehr gute Arbeit geleistet und mit der zweiten Mannschaft der Mosella erwarten wir eine sehr spielstarke Mannschaft am Sonntag. Für uns gilt es, nach den Niederlagen in der vergangenen Woche nochmals die Kräfte zu bündeln und als Mannschaft noch mehr zusammen zu stehen. Wir wollen uns unbedingt mit einer zielgerichteten Spielweise und Tempo auf den Außenbahnen sowie einer besseren Kompaktheit im Abwehrbereich wieder belohnen. Ein gutes und engagiertes Spiel sollte sich dann auch im Ergebnis, sprich auf der Anzeigetafel niederschlagen.“ Hinter Thomas Wagner stehen noch Fragezeichen. Der Routinier hatte sich im Spiel in Pluwig verletzt und musste bereits nach 18 Minuten das Spielfeld verlassen. „Ob Thomas gegen Schweich dabei ist, wird sich im Laufe der Woche klären“, ist der Einsatz des Offensivspielers laut Pull ungewiss. Mit fünf Zählern aus ebenso vielen Spielen sind auch die Kicker der Bezirksliga-Reserve aus Schweich noch nicht richtig in der Saison angekommen. Schon im Vorjahr lief es anfangs gar nicht rund, ehe die Mosella eine beeindruckende Serie startete und am Ende auf Platz sechs ins Ziel kam. „Erstmal freue ich mich, dass Föhren nach dem Jahr in der Mosel-A-Klasse wieder in unserer Liga spielt. Das waren ja immer schöne und spannende Duelle, bei denen wir uns oft schwergetan haben. Es hat mich auch ein bisschen überrascht, dass Föhren nicht so gut gestartet ist. Doch wir fahren die drei Kilometer mit Respekt dahin, wollen ein gutes Spiel machen und natürlich auch gewinnen. Denn grundsätzlich sollte man in jedes Spiel mit dem Ziel gehen, es auch gewinnen zu wollen“, äußert TuS-Trainer Patrick Quary ein klar definiertes Credo. Bislang hatte es noch für den ein oder anderen Punkt gereicht, als in den letzten Minuten ein Tor gelang. „Doch jetzt sollten wir mal defensiv von Anfang an stabiler stehen und gute Aktionen nach vorne ankurbeln. Wichtig wäre, auch mal in Führung zu gehen“, so der Coach, der bei der Mosella auch als Sportlicher Leiter fungiert. Fraglich sind Marius Cebotarean (Kniebeschwerden) und Niklas Ullrich (Meisterschule).
Föhren, Sonntag, 14.9., 14.30h
