Der VfL Trier hat endlich den ersten Dreier der Saison eingetütet und darf deshalb auch mit gesteigertem Selbstbewusstsein in die Partie mit dem Überraschungsteam aus Kenn gehen.

Dennoch besteht bei Trainer Marco Neumann keinerlei Veranlassung zu überhöhter Euphorie. Wie Neumann durchblicken lässt, wolle er weiter an den Themen arbeiten, die seine Mannschaft in den ersten drei Spielen nicht gut genug umgesetzt hatten. Der VfL-Coach legt den Finger direkt in die Wunde und fordert im kommenden Heimspiel Klarheit, Ehrgeiz und Kompaktheit. „Wir haben seit zehn Monaten kein Heimspiel mehr gewonnen. So lautet das klare Credo, alles daran zu setzen, um dieses unverzeihliche Manko endlich aus der Welt zu schaffen. Es ist schon verrückt. Der letzte Heimsieg gelang uns vor fast zehn Monaten am 27. Oktober – ausgerechnet gegen die SG Kenn. Wir haben durch Tore von David Scheiring und Nico Franzen 2:0 gewonnen.“ Wie Neumann betont, habe man großen Respekt vor der Arbeit, die in Kenn und Umgebung geleistet wird. „Sie haben schon die Rückrunde super performt und eine unfassbare Serie hingelegt. Die Mannschaft, die von Andreas Schneider und seinem Trainerteam hervorragend eingestellt wird, ist klar strukturiert. Sie haben immer einen Plan und ein paar Führungsspieler im Team. Das sind neben Carsten Reis auch Jonas Kordel und der Co-Spielertrainer. Doch wir wollen unsere Waffen einsetzen und trotz des zu erwartenden schweren Spiels dreifach punkten. Die negative Heimserie soll endlich enden“, sagt Neumann. David Scheiring ist wegen eines Mittelfußbruchs weiter außen vor. Auch Till Wollenweber, der sich in Pfalzel eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte, fällt längere Zeit aus. Finn Simon ist nach seiner Roten Karte gesperrt. Linus Darzi kommt nach einer Rekonvaleszenz ins Training zurück. SG-Trainer Andreas Schneider hat mit seiner Mannschaft schon wieder einen unfassbaren Lauf hingelegt und denkt gar nicht daran, die vier Partien währende Ungeschlagenserie ausgerechnet in Heiligkreuz enden zu lassen. Der 36-Jährige war im Herbst vorigen Jahres aber auch noch kein Trainer in Kenn. „Nach den ersten drei Punkten geht der VfL gestärkt ins Spiel – auch nach der langen Unterzahl. Ihre Offensivstärke, die sich in den bisher erzielten Toren zeigt, macht sie besonders gefährlich. Wir wollen unseren positiven Lauf fortsetzen, defensiv stabil stehen und Schritt für Schritt versuchen, in Heiligkreuz etwas Zählbares mitzunehmen“, ist die Prämisse für den Kenner Coach klar. Für den urlaubenden Trainer werden am Sonntag Fabian Kordel und Björn Berens an der Seitenlinie fungieren. „Die beiden Trainingseinheiten in dieser Woche werden wir gemeinsam durchführen und vieles für das Wochenende bereits vorbesprechen. Ich bin sehr froh, dass die zwei Jungs sich zur Verfügung stellen. Beide haben Erfahrung und kennen die Jungs, daher bin ich überzeugt, dass sie es gut machen werden.“ 
TR-Heiligkreuz, Sonntag, 7.9., 14.45h