Im Hochwaldderby stehen sich der Tabellenzehnte aus Schillingen und der auf Rang 13 zurückgefallene SV Gutweiler gegenüber. Nach zuletzt jeweils deftigen Niederlagen stehen beide Teams schon enorm unter Druck.

Verlieren ist faktisch sowohl für den Bezirksligaabsteiger als auch für den Neuling aus Gutweiler verboten. Die taktische Ausrichtung ist an das zur Verfügung stehende Personal gebunden. Das trifft auf beide Mannschaften zu. Beim 1:6 in Schöndorf fehlte dem TuS u.a. Angreifer Tobias Anell. Gelingt dem Team von Trainer Gerd Morgen nicht schnell ein weiterer Sieg, dürfte es in den nächsten Wochen ungemütlich werden. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz ist denkbar dünn, beträgt lediglich einen Punkt (zum VfL Trier, 18 Zähler). 

Etwas düsterer sieht die Lage beim SV Gutweiler aus. Die Mannschaft von Trainer Andreas Wagner hat alle drei Spiele im Frühjahr verloren und nicht nur defensiv Defizite erkennen lassen. Denn aus den Partien gegen Trier-Irsch (0:2), bei der DJK St. Matthias (2:4) und gegen Schweich II (0:4) gelangen lediglich zwei Treffer. Die Zukunft des SVG dürfte ohnehin bei der SG Ruwertal liegen. Denn nach bereits ersten geführten Gesprächen der Verantwortlichen des Bezirksligisten mit denen aus Gutweiler könnte es schon in der nächsten Saison zu einer Zusammenarbeit, sprich zu einer neuen Spielgemeinschaft, kommen. „Ich habe ein Ziel und einen Auftrag und der heißt Klassenverbleib mit der aktuellen Mannschaft. Alles, was dann eventuell auf mich zukommt und was eventuell geplant ist, darüber werde ich mich aktuell nicht äußern“, ist die Zukunft von Andreas Wagner Stand jetzt noch nicht final geklärt. Die Partie in Schillingen ist für den 59-Jährigen richtungsweisend. „Es ist ein Sechs-Punkte-Spiel für beide. Im Hinspiel sind wir mit einer Rumpfelf zuhause unter die Räder gekommen, nun wollen wir entsprechend ein anderes Gesicht zeigen und gewinnen.“ Wie Wagner durchblicken lässt, werde seine Mannschaft trotz zuletzt mäßigen Ertrags offensiv agieren. „Wir wollen Schillingen unter Druck setzen, denn hinten sind sie anfällig. Sie haben im Angriff ihre Stärken. Das heißt für uns, energischer zu verteidigen und die individuellen Fehler zu minimieren. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass wir mutiger und selbstbewusster auftreten und vor der Kiste kaltschnäuziger agieren müssen. Da müssen wir uns einfach auch mehr zutrauen.“

Schillingen, Sonntag, 6.4., 14.45h

Foto: Archiv/Alfred Weinandy