Nur eine Woche hielt die alleinige Tabellenführung der SG Wawern, denn schon am folgenden Spieltag unterlag man bei der SG Wincheringen, die mit einem Sieg für eine kuriose Situation im oberen Tabellendrittel sorgte.

„Wawern versuchte, den Ton anzugeben und wir zogen uns zurück, konzentrierten uns darauf, kompakt zu verteidigen. Mit etwas Glück gingen wir in Führung und dann lief das Spiel als vermeintlicher Underdog wie von selbst. Bis zur Pause führten wir über Standards und Konter mit 3:0 und brachten die Führung dann in der zweiten Halbzeit über die Zeit. Jeder gab 110 Prozent und es war eine Topleistung unserer Mannschaft“, fasste Wincheringens Trainer Bastian Hurth das Erfolgsrezept gegen Wawern zusammen. 

Bereits in der sechsten Minute erwischten die Hausherren den Spitzenreiter auf dem falschen Fuß, als Wawern-Keeper Daniel Haas einen Ball nicht festhalten konnte und Nils Strupp dankend zur Wincheringer Führung einschob. Auch in der 17. Minute war Strupp zur Stelle und schlug Wawerns Schlussmann mittels einer Kopfball-Bogenlampe. Für die spielerisch tonangebenden Gäste sollte es in der ersten Hälfte noch schlimmer kommen, denn in der 34. Minute legte Niklas Trouet das 3:0 nach. Im zweiten Durchgang konzentrierte sich Wincheringen primär auf die Defensivarbeit und verhinderte lange Zeit erfolgreich den Wawerner Anschlusstreffer. Erst in der 84. Minute glückte Tim Vogel das 1:3 – zu spät, um noch einen Punkt aus Wincheringen zu entführen. 

Für Ralf Reger, Trainer der SG Wawern, war es eine ernüchternde Leistung: „Im Prinzip schafften wir es nicht, uns zwingende Chancen zu erspielen, obwohl wir das ganze Spiel überlegen waren. In der ersten Halbzeit erwischte uns Wincheringen kalt und wir liefen dem Rückstand dann hinterher, während sie nur noch verteidigten.“

Aufgrund der Wawerner Niederlage und dem Remis des SV Wasserliesch kam es zu einer kuriosen Situation an der Tabellenspitze der B-11. So führen mit der SG Südeifel-Irrel, Wawern, Wasserliesch, Könen und Sauertal gleich fünf Mannschaften punktgleich die Tabelle an. Dies dürfte sich bereits in dieser Woche ändern, wenn weitere Duelle innerhalb dieser Spitzengruppe anstehen.

Foto: Archiv/Sandra Maes