Nach ein paar Rückschlägen zu Beginn hat sich Bezirksliga-Absteiger TuS Schillingen berappelt und ist nach zwei Siegen in Folge auf Kurs in Richtung gesichertes Mittelfeld.
So merkt auch Trainer Gerd Morgen völlig zufrieden an, dass „wir in einer wirklich guten Verfassung sind. Und diese wollen wir auch gegen den VfL Trier unter Beweis stellen“. Doch einfach werde das nicht, so der Coach der Hochwälder. „Der VfL hat mit dem 1:0 gegen Schweich den ersten Saisonsieg eingefahren. So gehen wir demütig und mit dem nötigen Respekt in dieses Spiel. Ziel muss es sein, mit der gleichen Intensität wie gegen Pellingen und der gleichen Effektivität wie gegen Gutweiler zu agieren. Auch am Sonntag wird die Tagesform entscheiden.“ Wie der Trainer-Dino der Schillinger durchblicken lässt, sei er vorsichtig optimistisch, den nächsten Sieg einzufahren. „Wir wollen uns weiter stabilisieren und unsere Abläufe verbessern“, will Morgen nichts über ein mögliches Thema Einzug in die Spitzengruppe wissen. David Krickel ist nach krankheitsbedingter Abwesenheit wieder an Bord. Mit Jannik Willems und Robin Moser fehlen zwei Leistungsträger aus dem defensiven Mittelfeld weiterhin langzeitverletzt. Richtig happy zeigte sich VfL-Trainer Marco Neumann nach dem ersten Saisonsieg am vergangenen Sonntag gegen den TuS Schweich II. Doch er wusste auch, dass der Sieg mehr als glücklich zustande gekommen war. „Schweich war uns fußballerisch überlegen und hätte zur Halbzeit wenigstens mit 2:0 führen müssen. Wir haben dann die Gunst der Stunde genutzt und den einen Punch gesetzt.“ Nun wolle man beim TuS Schillingen wieder „zusammenhalten, laufen und alles reinschmeißen, was geht. Ich habe noch vor ein paar Tagen mit meinem Bruder Timo gesprochen, der mit Pellingen in Schillingen bekanntermaßen 0:2 verloren hat“. Schillingen sei ein eingeschworener Haufen, der sehr eingespielt sei und mit Gerd Morgen einen Trainer als Respektsperson hat. „Das ist ein Taktikfuchs, der weiß, was los ist. Wenn wir da nur annähernd eine Chance haben wollen, müssen wir uns fußballerisch steigern, die Grundtugenden des Fußballs abrufen und physisch dagegenhalten. Wir erwarten einen körperlich starken Gegner, fahren aber dahin, um in Schillingen zu gewinnen.“ Simon Beiser fehlt urlaubsbedingt, berufsbedingt könnte es bei Till Wollenweber eng werden. Der Einsatz des Kapitäns sei demnach fraglich.
Schillingen, Sonntag, 29.9., 14.45h
