Nach dem im Nachholspiel am Dienstag beim TuS Ahbach in letzter Sekunde der sicher geglaubte Sieg noch aus den Händen glitt (1:1), sorgte die SG Ellscheid im Heimspiel gegen Schlusslicht Zeltingen-Rachtig diesmal früh für klare Verhältnisse.
Zwar egalisierten die Moselaner die Führung von Ellscheid, die aus einem Eigentor von Adrian Ehses nach Ecke von Yannick Becker resultierte (14.), nur vier Minuten später, doch erneut hatte das gute Zwischenergebnis nicht lange Bestand, als Luca Marinus (23.) mit einem Traumtor in den Winkel und Kai Gayer (36.) die Partie noch vor der Halbzeit in Ellscheider Richtung zogen. Zeltingens Verteidiger Julian Dietz traf nach einem Freistoß zum zwischenzeitlichen 1:1. Als Michael Marcheim kurz nach Wiederbeginn nach eienr weiteren Ecke von Becker per Kopf auf 4:1 stellte, war die Partie entschieden. Nach seiner Selbsteinwechslung nach einer Stunde zeigte Spielertrainer Markus Boos seine individuelle Klasse und schraubte das Ergebnis auf 6:1 hoch. Zunächst versenkte der 32-jährige einen an ihm selbst verwirkten Foulelfmeter zum 5:1 (64.) und markierte eine Zeigerumdrehung später den sechsten Treffer. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Bennet Stölben per Fernschuss mit dem 7:1 (88.). Ellscheids Spielertrainer Markus Boos sah eine „zunächst katastrophale erste Halbzeit. Da hatten wir eine super schlechte Passqualität, haben auch zu wenig Fußball gespielt. Als es dann in der Kabine etwas lauter wurde, lief es dann rund. Erst dann haben wir einen flüssigen und guten Fußball gespielt.“ Zeltingens Trainer Thomas Mayer wiederholte sich auch diesmal in der Analyse und der Wahl seiner Worte. „Ich sage es fast wöchentlich. Wir müssen in Führung gehen, machen das aber nicht und haben uns nach einem Standard einen Eckball wieder selbst reingeköpft. Wir kommen dann zurück, auch wie jede Woche, klären die Bälle aber wieder nicht richtig und verlieren im Mittelfeld völlig unerklärlich und ohne Gegnerdruck die Bälle. Wir sind auch wieder gut aus der Halbzeit rausgekommen, doch mit dem 1:4 wurde uns abermals der Stecker gezogen.“
Foto: Alfred Weinandy
