In Sirzenich stehen sich zwei spielstarke Mannschaften gegenüber. Während der SVI sowohl im Pokal (3:5) als auch in der Liga (2:4) dem übermächtigen Spitzenreiter aus Trier zweimal unterlegen war und die Klasse quasi fixiert ist, geht es für die Hausherren um Alles.

Mit drei Punkten Rückstand auf Primus Trier kann der SV Sirzenich in dem Falle, dass er alle Spiele gewinnt – also auch das letzte gegen den SVE – noch Meister werden. Doch soweit denkt man in der Südeifel nicht, wie Coach Till Schweitzer erklärt: „Wir versuchen, möglichst alle unsere drei Spiele zu gewinnen, um am Ende gegen die Eintracht ein kleines Finale zu haben. Doch am Sonntag fokussieren wir uns ausschließlich auf Irsch.“ Den Gegner kennt Schweitzer zur Genüge. „Irsch pflegt ein gutes Umschaltspiel und besitzt mit Nickl und Sasso-Sant schnelle und durchsetzungsfähige Stürmer. Mit Spruck, Theis und Döring haben sie zudem gute, zentrale Mittelfeldspieler mit Zug zum Tor. Das sind Spieler, die die Lücken reißen können. Irsch ist eine unbequeme Mannschaft für uns, nicht nur, weil wir das Hinspiel mit 1:6 in den Sand gesetzt haben.“ Der 39-Jährige fordert für drei dringend benötigte Punkte im Titelkampf „unsere Leistungen und unser Potenzial abzurufen“. Während Moritz Stemper wieder im Kader steht, fallen Robin Esser und neuerdings auch Tom Schüßler aus. Der A-Jugendspieler hatte sich im Training vor dem Osburg-Spiel am Knie verletzt. „Es besteht der Verdacht eines Kreuzbandrisses“, so Schweitzer.

Irschs Spielertrainer Tobias Spruck gibt die Komplimente seines Trainerkollegen gerne weiter: „Sirzenich ist eine Mannschaft, die sehr gut und mit ganz viel Geschwindigkeit umschaltet und mit sehr guten Kickern gespickt ist. Sie haben eine gute Mischung der Altersstruktur. Das ist eine talentierte Mannschaft, die gegenüber der Eintracht konkurrenzfähig bleiben will.“ Das wiederum setze, so Spruck, einige Grundtugenden seiner Mannschaft voraus. „Wollen wir gegen Sirzenich bestehen, müssen wir einen eisernen Willen und die richtige Einstellung an den Tag legen. Um den flinken Stürmern keine Räume zu ermöglichen, heißt es: Schnell hinter die eigene Kette kommen und die Räume zulaufen. Doch wir sind nicht chancenlos, wenn wir unsere Möglichkeiten effizient nutzen.“ Spruck habe alle Spieler an Bord, auch Luca Schmitt, der nach Verletzungspause eine Kaderoption ist. 

Sirzenich, So., 5.5., 14.30h