Einen herben Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg musste die SG Rascheid quittieren, die nach dem 1:4 gegen den Rangzweiten aus Tawern wieder bedenklich nah an die Abstiegsränge herangerückt ist.

SG-Spielertrainer Pascal Eli hatte konstatiert, dass „wir in der zweiten Halbzeit komplett den Faden verloren haben. In der ersten Hälfte hielten wir gut mit, haben so das wichtige 1:1 mit in die Halbzeitpause mitgenommen. Doch in der zweiten Halbzeit zeigte sich dann der Kräfteverschleiß bei uns. Da steckten die Englischen Wochen merklich in unseren Knochen. Wir waren auch von der Bank nicht mehr so gut bestückt, sodass wir kaum Alternativen hatten. Das sieht nächste Woche zum Glück wieder weitaus besser aus“, blickte Eli schon wieder nach vorn. Der SV Tawern bleibt dagegen auf Kurz Vizemeisterschaft und nahm auch bei den abstiegsbedrohten Hochwäldern die volle Punktzahl mit. Zunächst sorgte Jonathan Konrad mit einem direkt in den Winkel gezirkelten Freistoß aus 25 Metern für die Gästeführung – 0:1 (15.). Anschließend fand Rascheid besser in die Partie, hatte nach einem Freistoß von Jonas Mart ans Lattenkreuz noch Pech (34.), doch einen Wimpernschlag später traf Nicolas Imholz mit einem abgefälschten Freistoß dann doch zum 1:1 (35.). Im zweiten Durchgang verlor Rascheid zusehends den Faden und leistete sich zu viele Ballverluste in den gefährlichen Zonen. Ein von Tobias Düpré verwandelter Foulelfmeter nach einer Attacke an Nico Kirch (49.) und ein Kopfballtreffer von Giancarlo Pinna (54.) brachte den SV Tawern binnen fünf Minuten auf die Siegerstraße. Zehn Minuten später legte Johannes Weber den Deckel für den Rangzweiten endgültig drauf. „Aufgrund der zweiten Halbzeit, als Tawern seine spielerische Überlegenheit ausnutzte, ist die Niederlage auch verdient. Wir konnten von der Bank nicht mehr adäquat nachlegen“, bilanzierte Rascheids Spielertrainer Pascal Eli. Tawerns Coach Steve Birtz sah einen „definitiv verdienten Sieg. Wir hatten die Partie komplett im Griff, weil auch Johannes Weber, Giancarlo Pinna und Luca Grün bereits in der ersten Halbzeit dicke Chancen hatten, die Führung auszubauen.“ Birtz räumte zwar ein, dass Rascheid bis auf die beiden Freistöße, von denen einer erfolgreich war, kaum Torchancen besaß, doch „die waren stets griffig und bissig in den Zweikämpfen. Wichtig war, dass wir nach dem 2:1 durch den Elfmeter von Tobias Düpré das dritte und vierte Tor schnell nachgelegt haben. Rascheid ist immer ein heißes Pflaster, doch wir haben kühlen Kopf bewahrt. Der Sieg war am Ende ungefährdet.“