Ruwertals Coach Benny Leis hatte noch einige Tage an der hohen 1:6-Auswärtsschlappe beim Ligaprimus in Schweich zu knabbern, gilt aber als ein Kämpfer, der Niederlagen schnell analysiert und den Blick rasch nach vorn richtet.

So wolle seine Mannschaft wieder Vollgas geben und die zuvor beeindruckende Serie von neun Partien ohne Niederlage wiederaufleben lassen. Schließlich liebäugelt man im Ruwertal noch immer mit Rang zwei: „Wichtig wird sein, aus einer stabilen Defensive heraus zu agieren und Konz nicht ins Umschaltspiel kommen zu lassen. Die werden beißen, kratzen und kämpfen.“ Ob der in Schweich verletzt ausscheidende Verteidiger Andreas Steffen rechtzeitig fit wird, ist noch ungewiss. Tobias Krämer (Fraktur am Ellenbogen) und Philip Kartz (berufsbedingt) müssen definitiv passen, Jannis Hoffmann ist ebenso fraglich. Zumal für die SGR am Dienstagabend noch das Nachholspiel gegen den SV Schleid anstand (bei Redaktionsschluss noch nicht angepfiffen).

Aufgrund der neuerlichen Verlegung der Partie bei der SG Laufeld/Buchholz auf den 8. Mai können die Verantwortlichen beim SV Konz, was Fitnesszustand und Einsatzfähigkeit der Mannschaft betrifft, nochmal durchschnaufen. Nach der Trennung von Trainer Oliver Hongla sollen Sportchef Markus Müller sowie Torjäger und Routinier Stefan Becker das Ruder herumreißen und die Mannschaft nach sieben Partien ohne Sieg wieder in sicheres Fahrwasser führen. „Vor uns liegen Wochen der Wahrheit und einige Sechs-Punkte-Spiele. Es geht darum, eine Mischung aus Spaßfaktor und körperlicher Fitness zu entwickeln. Das Quäntchen Glück, das wir zuletzt nicht hatten, müssen wir uns wieder erarbeiten und erzwingen. Für Ruwertal bedeutet das, wieder mehr Effizienz zu zeigen und klarer in den Abschlüssen zu sein. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis“, weiß Stefan Becker, was jetzt genau zu tun ist. Dominik Güth und Robin Meyer sowie Hamza Mato fallen wegen muskulärer Probleme aus. Becker selbst ist als Joker eine Option. Ob Tim Laudwein (Aufbautraining) und Torwart Jordan Nkamgove (eventuell aus dem Afrika-Urlaub zurück) eine Option sind, werde sich kurzfristig ergeben, lässt Becker durchblicken. Für die kommende Saison hat der SV Konz mit der Verpflichtung von Stefan Reifenberg zumindest in der Trainerfrage schon mal für Klarheit gesorgt. Jetzt gelte, die Basics auf den Platz zu bringen, Wille und Leidenschaft zu zeigen, um ein weiteres Abrutschen auf einen Abstiegsplatz zu verhindern. Der SVK rangiert mit dem auf den ersten Abstiegsplatz stehenden SV Zeltingen-Rachtig punktgleich (je 23) auf Platz zwölf und damit knapp über dem Strich. Im Hinspiel bewies der SV Konz Durchsetzungsfähigkeit und defensive Stabilität gleichermaßen, gewann nach Treffern von Stefan Becker (2) und Michel Kupper-Stöß mit 3:1. 

Kasel, So., 14.4., 14.45h