Während die SG Ellscheid kaum noch etwas mit dem unmittelbaren Abstiegskampf zu tun haben scheint (28 Punkte), hat sich die 2:3-Niederlage beim SV Lüxem eher fatal ausgewirkt.
Das Team aus dem Wittlicher Stadtteil musste Zeltingen-Rachtig und Laufeld an sich vorbei ziehen lassen und rangiert nun auf Platz 14, einem direkten Abstiegsplatz. Mit dem dritten Sieg in Folge und dem achten insgesamt in dieser Saison haben die Alfbachtaler den Abstand auf die Gefahrenzone, sprich den Abstiegsrängen auf fünf Zähler ausgebaut. Beim 3:2-Sieg am Grünewald zeichneten sich neben Doppeltorschütze Tom Hallebach vor allem Torwart Christian Puderbach sowie die Innenverteidiger Robin Thullen und Thomas Schweisel aus, die vornehmlich in der ersten Halbzeit eminent viel Arbeit insbesondere mit Lüxems Sturmtank Nils Thörner hatten. Dieser hatte in der 26. Minute die Gästeführung von Hallebach egalisiert und im Anschluss zwei gute Einschussmöglichkeiten ausgelassen. Lüxem gehörte die erste Halbzeit und besaß schon vor dem 0:1 durch Nils Valerius die Chance zur Führung. Als Hallebach mit einem Dribbling über außen freigespielt wurde und dieser kurz vor der Halbzeit die erneute Ellscheider Führung erzielte, war Dampf auf dem Kessel – 1:2 (43.). Als Anton Minninger nach einer schnellen Kombination elf Minuten nach Wiederbeginn auf 3:1 stellte, war die Vorentscheidung gefallen. Zwar verkürzte Mattis Thörner nach Vorarbeit von Nick Stülb (66.) noch mal auf 2:3, doch Lüxem agierte nicht mehr so zwingend. „Wir haben in der ersten Halbzeit vergessen, unsere Tore zu schießen. Da müssen wir viel konsequenter sein. In der zweiten Halbzeit haben wir uns von der Hektik des Derbys anstecken lassen und waren nicht mehr so konzentriert in den Abschlüssen“, konstatierte Lüxems Trainer Nico Hubo. Die Situationen, die zu den Gegentoren führten, so Hubo „müssen wir besser verteidigen. Wir hatten uns für die zweite Halbzeit einiges vorgenommen und auch nach dem 1:3 alles probiert. In einigen Aktionen waren wir unkonzentriert und haben uns auf Diskussionen mit dem Schiedsrichter eingelassen. Mit dem 2:3 waren wir zwar noch mal im Spiel, doch nicht mehr zwingend genug. Ellscheid hat gefährlich gekontert. Es sollte nicht sein.“ Auf der anderen Seite sah Ellscheids Spielertrainer Markus Boos vor allem im zweiten Durchgang eine klare Leistungssteigerung. „Der Sieg ist nicht unverdient, es hätte aber auch unentschieden ausgehen können. Aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit und der stabilen Innenverteidigung samt Torwart haben wir uns die drei Punkte aber auch irgendwie erarbeitet“, befand SG-Spielertrainer Markus Boos und verweis auf den dritten Sieg in Folge. „Auch die 9:2 Tore in den vergangenen drei Spielen sind schon beeindruckend.“
