Wenn am Samstagnachmittag um 17 Uhr auf dem Kunstrasen des Moselstadions die Partie des Tabellenführers aus Trier und dem ärgsten Verfolger aus Schöndorf, Pellingen und Franzenheim angepfiffen wird, herrschen Hochspannung und Anspannung zugleich.

Die Eintracht hat ihr letztes Spiel überraschend bei der SG Longuich mit 2:3 verloren und ist auf Wiedergutmachung aus. Eine neuerliche Niederlage würde das Team von Timo Zeimet aufgrund des besseren Torverhältnisses zwar auf der Pole Position belassen, doch dann wäre der einst komfortable Sechs-Punkte-Vorsprung dahin. „Ich erwarte ein intensives Spiel und einen tiefstehenden Gegner, der auf seine Umschaltmomente lauert. Wenn der Erste gegen den Zweiten spielt, ist das immer etwas Besonderes. Doch ich bin optimistisch, das Spiel zu gewinnen“, gibt sich Eintracht-Trainer Timo Zeimet betont kämpferisch, den Ausrutscher von Fell von vor Ostern nicht nur ausbügeln, sondern die Tabellenführung mit einem Sieg sogar ausbauen zu können. Auch im Hinspiel sah der Coach des SVE einen tief gestaffelten Gegner, der gut verteidigt und anschließend schnell umgeschaltet hat. „Wir benötigen ein gutes Passspiel, Tempo nach vorne und wollen gute Abschlüsse finden. Es geht darum, uns für den Aufwand wieder zu belohnen“, soll für die Eintracht gegen die Hochwälder der erste Pflichtspielsieg überhaupt herausspringen. Neben dem Gelb-Rot-gesperrten Ruslan Taliev könnte es für Nicola Rigoni aufgrund einer Zerrung im Longuich-Spiel eng werden. Fraglich sind auch Fabian Wey und Benedikt Decker, die nach muskulären Verletzungen noch angeschlagen sind. Schöndorfs Trainer Thomas Werhan weiß, was auf seine Mannschaft am Samstag zukommt. „Trotz unseres Laufes und der jüngsten Niederlage bleibt Eintracht Trier der absolute Favorit. Der Erfolg in diesem Spiel wird natürlich personalabhängig sein. Spielerisch werden wir sicherlich nicht überlegen sein, doch wir müssen unbequem sein und Nadelstiche setzen. Wir wollen uns so präsentieren, dass die Eintracht auch Respekt vor uns hat.“ Die kleine Chance zu nutzen, um im Moselstadion zu punkten, wird für Werhan die Frage aufwerfen, ob es der Mannschaft gelingt, als Team zusammenzuarbeiten und effektiv in die gegnerischen Räume zu kommen. „Wir brauchen mannschaftliche Geschlossenheit und eine gewisse Leidensfähigkeit in der Arbeit gegen den Ball. Weil der SVE das Tempo vorlegen wird und das Spiel früh entscheiden will, werden wir in der Defensive von Beginn an gefordert sein.“ Weiterhin mit Kreuzbandrissen fehlen Mike Mokelke und Kevin Greilich. Der Einsatz von Luca Franzen, der an einem Patellaspitzensyndrom laboriert, ist mehr als fraglich. Ungewiss sind auch die Einsätze von Timo Neumann (Leisten- und Rückenprobleme) sowie Kilian Falk (Muskelfaserriss).

Trier, Moselstadion, Samstag, 6.4., 17.00h 

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