Mit der TuS Mosella Schweich und der SG Ruwertal treffen am Sonntag am Schweicher Winzerkeller die zwei formstärksten Mannschaften der Liga aufeinander.
Während Schweich mit 21 Siegen aus 22 Partien das Nonplusultra der Liga darstellt und sich zudem rühmen kann, bereits über 100 Tore erzielt zu haben, kommen die Ruwertaler mit der Empfehlung von neun Partien in Folge ohne Niederlage an die Mathenstraße. Mit 41 Zählern aus 20 Partien rangieren die Vereinigten aus Kasel, Waldrach und Mertesdorf auf Platz drei und haben nach wie vor die Option, über die Hintertür per Quotientenregelung in die Rheinlandliga aufzusteigen – falls der Sprung auf Platz zwei noch gelingt.
In der Vorbereitung gelangen einige bemerkenswerte Resultate. So schlug die SGR die Rheinlandligisten FSV Tarforst (3:1) und FSG Ehrang/Pfalzel (4:3) und rang RW Wittlich ein 1:1 ab. In den bisherigen vier Partien nach der Winterpause gab es jeweils zwei Siege und Unentschieden. Siegte man gegen Rascheid (3:0) und in Schillingen (4:0) ohne Gegentor, büßte das Team von Trainer Benny Leis in Tawern (1:1) und zu Hause gegen Lüxem (3:3) wichtige Zähler ein.
Schweichs Erfolgscoach Thomas Schleimer erwartet am Winzerkeller ein temporeiches Spiel: „In diesem Spiel treffen die beiden formstärksten Mannschaften aufeinander. Ich erwarte ein Spitzenspiel, das sicherlich auch fußballerisch einiges zu bieten hat. Es geht darum, für eine gute Restverteidigung zu sorgen und ein variables Positionsspiel aufzuziehen. Wir sind im Kalenderjahr 2024 noch ungeschlagen, freuen uns auf die Partie und streben vor heimischen Publikum den zehnten Sieg in Serie an.“ Welche Dinge werden für den 26-jährigen Coach des Tabellenführers entscheidend sein? „Wir müssen von Beginn an die passende Einstellung an den Tag legen. Über ein gutes Positionsspiel und eine saubere Ballzirkulation gilt es, sich Chancen zu erspielen. Hier wünsche ich mir eine konsequentere Chancenverwertung als zuletzt.“
Schleimer unterstreicht im gleichen Atemzug: „Außerdem sollten wir durch eine gute Absicherung unseres eigenen Ballbesitzes in Verbindung mit einem aggressiven Pressing und Gegenpressing dem Umschaltspiel des Gegners vorbeugen.“ Personell sieht es bis auf einige Ausnahmen richtig gut aus beim Ligakrösus. Philipp Seeberger kommt aus dem Urlaub und Eric Reuter aus einer Erkältung zurück. Lediglich Torwart Christoph Keller, Joshua Rodrigues, Elias Hansjosten und Nico Schmitt fehlen verletzungsbedingt.
Ruwertals Trainer Benny Leis weiß um die Schwere der Aufgabe: „Die Chance, in Schweich zu punkten, ist gering. Wir sind aus dem Hinspiel gewarnt, wollen uns aber so teuer wie möglich verkaufen. Es macht daher keinen Sinn, Schweich zu pressen und wir sind gut beraten, dass wir uns auf die Defensive konzentrieren.“ Soll ein achtbares Ergebnis herausspringen, müsse seine Mannschaft vor allem fußballerisch noch mehr zeigen als zuletzt gegen Lüxem. „Dennoch wollen wir in die Umschaltmomente kommen, wenn es uns gelingt, Ballgewinne zu generieren oder über Standards gefährlich werden. Da haben auch wir Qualitäten.“ Weiterhin verletzt müssen Fabian Regel, Bastian Jung und Philip Kartz passen. Mathias Biwer befindet sich nach Muskelfaserriss wieder im Aufbautraining, dessen Einsatz ist jedoch ungewiss. Aus Urlauben kommen indes Tim Herres, Lukas Hofmann und Hans Schulz zurück.
Schweich, Sonntag, 7.4., 14.30h
Foto: Sandra Maes
