11ER: In den ersten fünf Spielen konnte der SV Gutweiler vier Siege einfahren. Nur gegen Spitzenreiter SG Hochwald II steht eine Niederlage zu Buche. Wie lässt sich dieser Saisonstart einordnen?

Andreas Wagner: Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir sicherlich das ein oder andere Ausrufezeichen setzen können. Dass wir so gut gestartet sind, war nicht wirklich zu erwarten. Aufgrund der Beteiligung und Zug im Training, dem Mannschaftsgefüge und dem Ehrgeiz der Spieler war es für mich aber klar, dass einiges möglich ist.

11ER: Sie haben die Mannschaft zu dieser Saison übernommen. In welchen Bereichen sehen Sie Verbesserungspotenzial? Was trauen Sie dem Team zu?

Wagner: Die Mannschaft hat die letzte Saison auf dem achten Tabellenplatz abgeschlossen. Wenn man das vorhandene Potenzial sieht, merkt man, dass vom System und wie die Mannschaft stand nicht alles abgerufen wurde. Das Mannschaftsgefüge und Potenzial stimmen und können ausreichen, um einen Platz im oberen Drittel zu belegen. Gleichzeitig wollen und können wir ein paar Ausrufezeichen gegen Favoriten setzen und diese ärgern.

11ER: Mit Martin Flesch und Dominik Büscher haben Sie zwei spielende Co-Trainer an Ihrer Seite … 

Andreas Wagner: Martin Flesch ist fußballerisch eine absolute Bereicherung für die Mannschaft. Aufgrund einer längeren Verletzungspause ist er jetzt auf dem Weg zurück ins Team. Er ist für mich eine super Unterstützung, weil er die Mannschaft aus den letzten Jahren bestens kennt, einen guten Draht zu den Spielern hat und taktisch viel Wissen mitbringt. Dominik ist auch eine super Ergänzung und durch ihn bin ich ja mehr oder weniger nach Gutweiler gekommen. Wir bilden zusammen ein gutes Trainertrio.

11ER: Im nächsten Spiel geht’s im Derby gegen Ruwertal II. Was haben Sie sich mit Ihrem Team vorgenommen?

Wagner: Ruwertal wird gerade in einem Derby ein unangenehmer Gegner sein. Wenn wir aber erneut die richtige Einstellung, unsere Qualitäten und Ehrgeiz auf den Platz bringen, ist alles möglich.

11ER: Mit Karl Nsengimana ergänzt ein weiterer junger Spieler die Offensive. Wie kam es dazu und welche Qualitäten bringt er mit?

Wagner: Durch die Verletztenphasen und Ausfälle von Finn Greif und Elias Stelker hatten wir personelle Probleme. Der Offensivbereich spielt in unserem Spielsystem eine wichtige Rolle. Wir haben also etwas umgestellt und mit Karl und Lukas Marx zwei Spieler ganz nach vorne gezogen. Beide haben dort noch ein wenig Nachholbedarf, sind aber ehrgeizig und wissbegierig. Sie haben es super gemacht und konnten schon ein paar Tore erzielen. Für Karl ist es das erste Jahr bei den Senioren. Er muss in bestimmten Bereichen noch zulegen, ist aber ohne Zweifel ein sehr talentierter Spieler.

11ER: Stichwort Verletzungen: Wie sieht es personell am Wochenende aus?

Wagner: Es sind fast alle aus ihrem Urlaub, Corona oder Verletzungen zurück. Bis jetzt mussten wir immer mit einer anderen Elf spielen. Ich hoffe, dass das in den nächsten Wochen jetzt anders ist.