Die SG Hochwald II mauserte sich von einem Abstiegskandidaten im Vorjahr zum aktuellen punktverlustfreien Tabellenvierten. Die Leistungen der vergangenen Wochen gilt es nun in Greimerath gegen die SG Pölich zu bestätigen. Ein Gegner, der trotz mangelnder Stabilität über hohe Qualität verfügt.
Im vergangenen Jahr noch längste Zeit im Abstiegskampf der B-Trier/Saar involviert, leitete die SG Hochwald II erst in der Restrunde die Trendwende ein. In dieser Saison ist man auf dem besten Weg, die Vorjahresleistung von 25 Punkten zu toppen, denn nach drei Siegen in drei Spielen rangiert man ohne Punktverlust auf Rang vier. Verantwortlich dafür ist laut Trainer Tim Meurer die gute Stimmung im Team in Kombination mit guter Fitness und vollem Einsatz im Training. Die starke Leistung der Hochwald-Reserve ist also kein Zufall und lässt sich auch im Torverhältnis ablesen. War im Vorjahr noch oft die Chancenverwertung und mangelnde Torgefahr der Schwachpunkt der Elf, verbuchte man nun bereits elf Tore. Ein besorgniserregender Wert für den kommenden Gegner. Der Grund: Die SG Pölich ließ die defensive Stabilität bisher vermissen und kassierte in drei Spielen zehn Gegentore.
Die Elf von Alex Becker hatte einen schwierigen Start ins neue Fußballjahr, denn bereits nach fünf Minuten im Auftaktspiel zog sich mit Dennis Hontheim ein Leistungsträger und Taktgeber vor der Abwehr einen Bänderriss zu. Kompensieren lässt sich der Ausfall kaum, denn mit Matthias Micheln (Muskelfaserriss) und Kai Morbach fehlen den Pölichern weitere gesetzte Mittelfeldspieler. Die Folge: Der angestrebte Generationswechsel muss an der Mosel schneller stattfinden als geplant und junge Spieler Verantwortung übernehmen. Eine weitere Baustelle öffnet sich im Tor, da Ben Guhl in absehbarer Zeit nicht mehr zur Verfügung steht und der aktuell im Feld benötigte Simon Schömann zurück zwischen die Pfosten soll. Nichtsdestotrotz verfügt die SG Pölich weiterhin über hohe kollektive wie individuelle Qualität. Auch die Formkurve zeigt aktuell in die richtige Richtung: So verbuchte man nach der Auftaktniederlage ein Remis gegen Farschweiler (3:3), ehe am letzten Wochenende der erste Sieg gegen Niederkell II folgte (4:5). Und auch wenn man sich dort in den Schlussminuten wackelig präsentierte, stimmte die defensive Stabilität über weite Strecken der Partie. Einen Beitrag dazu leistet Neuzugang Sascha Kohr, von dessen Erfahrung laut Coach Becker alle jungen Spieler „enorm profitieren“.
Klar ist aber, dass am Sonntag in Greimerath ein vermeintlich stärkerer Gegner als in den letzten beiden Wochen wartet und eine konzentrierte, stabile Leistung über die gesamte Spielzeit gefragt ist. Gelingt das nicht, wird man gegen die bestens aufgelegte Hochwald-Reserve kaum Punkte entführen können.
Greimerath, So., 03.09., 14.30h
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