Zwei Mannschaften aus dem Dunstkreis der Spitzengruppe treffen sich zum Derby.

Auch wenn die Kordel-Welschbilliger derzeit lediglich auf Rang acht notiert sind, sind sie aufgrund ihrer Erfolge aus den letzten beiden Jahren zu den Spitzenmannschaften zu zählen. Und Sirzenich? Die grüßen momentan von ganz oben, haben ihre Auftaktpartien gewonnen – als einziges Team der Liga. Sirzenichs Trainer Elmar Klodt, der sich das Amt mit Till Schweitzer teilt, weiß um die Schwere der Aufgabe. „Kordel spielt seit ein paar Jahren oben mit und hat eine wirklich gute Mannschaft. In den Derbys haben wir zuletzt oft nicht gut ausgesehen. Seit Till und ich in Sirzenich trainieren, hat es in drei Spielen nur zu einem Unentschieden gereicht.“ Klodt kündigt jedoch eine Umkehrung der Serie an, möchte das „Spiel positiv gestalten. Wir haben ein Heimspiel, rechnen uns aber nicht nur Chancen aus, sondern wollen solche Partien grundsätzlich gewinnen. Es könnte ein wegweisendes Derby werden, denn die Liga ist sehr ausgeglichen und stark.“ Der Ausfall von Robin Esser schmerzt schon, gerade weil „Robin die Rote Karte fünf Minuten vor Schluss bekommen hat. Das ist seinem jugendlichen Leichtsinn geschuldet. Ich hoffe, dass er daraus lernt, denn Robin ist schon ein wichtiger Spieler.“ Neben Esser fehlt Defensivspieler Kilian Düpré, der sich das Nasenbein gebrochen hat. Luca Wurdel ist wegen einer Bänderüberdehnung fraglich und Moritz Stemper wird nach Angaben von Klodt im September an der Schulter operiert und längerfristig ausfallen. Hoffnung gibt es dagegen bei Klodts Neffen Aleks, der nach einer langwierigen Schambeinverletzung wieder mit dem Lauftraining begonnen hat. Dass die Mannschaft von Kordels Trainer Klaus Grüber in der jüngeren Vergangenheit besser positioniert war als ihre namhaften Kon- kurrenten, bezeugt auch die Statistik. In der vorigen Saison gewann Kordel sowohl in Sirzenich (3:2) als auch zu Hause (2:0. In der Spielzeit davor konnte der SVS beim 0:0 in Welschbillig zumindest einen Teilerfolg verbuchen, auch wenn man das Hinspiel mit 1:2 verlor. Vor den Corona bedingten Saisonabbrüchen sah das teilweise anders aus: In den vier Partien zuvor gab es ausschließlich Siege der Rot-Weißen. „Ich habe Sirzenich gestern in Schweich gesehen. Es war ein richtig flottes A-Ligaspiel mit einem bärenstarken Kevin Walter. So wird Sirzenich mit extrem breiter Brust gegen uns antreten. Sie werden ein anderes Gesicht zeigen als in den letzten Spielen gegen uns. Da dürfen wir uns nicht überraschen lassen“, weiß Kordels Coach Klaus Grüber um die Schwere der Aufgabe. Der 51-Jährige ferut sich auf das Derby, weil wir zuletzt stets gut performt haben gegen Sirzenich. Unser Pfund ist die defensive Stabilität, das wird auch der Schlüssel sein.“ Marius May (Urlaub), Kingsley Essouma (beruflich) und Philipp Lorig (verletzt) fehlen der SG, während Christian Leibrock fraglich ist. Der Torwart hatte sich unmittelbar vor dem 0:1 gegen Trier am Fuß verletzt (dicker Knöchel).

Sirzenich, Freitag, 25.8., 18.45h

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