Es wurde das angekündigte „Ramba-Zamba“ im Bitburger Stadion Ost: Vier Tore, drei Platzverweise und jede Menge Aufreger begleiteten die Spitzenpartie in der Bierstadt. Am Ende siegte der Primus über den ärgsten Verfolger mit 3:1 und darf die blütenweiße Weste auch vor dem neunten Spieltag überstreifen. Schweich verkaufte sich toll und prägte den ersten Durchgang, der Lohn blieb der Mosella allerdings versagt.
Die knapp 400 Zuschauer sahen ein intensives, gutklassiges und temporeiches Bezirksliga-Spitzenspiel, bei dem die Gäste zunächst dominierten. Schweich war griffiger und bissiger und hatte im ersten Abschnitt die besseren Chancen. „Das 0:1 von Schweich war zu diesem Zeitpunkt mehr als okay, weil es ein hohes Tempo ging. Wir haben das zur Halbzeit thematisiert und dann klare Zuteilungen erteilt“, reagierte FC-Trainer Fabian Ewertz auf die pomadige Spielweise seiner Schützlinge. Nach einem Bock im Mittelfeld legte Leon Rößler die Kugel zur Schweicher Führung ins Bitburger Netz, doch fünf Minuten vor der Halbzeit mussten die Gäste dem unglaublich hohen Tempo Tribut zollen. Mit einem Sonntagsschuss sorgte FC-Kapitän Arthur Schütz nach einem verlängerten Einwurf für den Ausgleich, als sein Linksschuss am langen Pfosten einschlug. Mosella-Trainer Jochen Weber haderte anschließend mit „einigen komischen Schiedsrichterentscheidungen. Erst zeigte er Moritz Neufang Gelb-Rot wegen Meckerns und dann nach einem individuellen Bock Philipp Seeberger Rot, dessen Foul er als Notbremse ausgelegt hatte. So gingen wir neun gegen elf und das in Bitburg. Es gibt wohl leichtere Aufgaben“. Bitburg machte dann extrem viel Druck, in dessen Ergebnis Schütz nach einem Lupfer von Kevin Fuchs über die Schweicher Abwehr zum 2:1 traf. Mit seinem ersten Ballkontakt sorgte Riad Malkic per Kopf für die Entscheidung (84.). Bitburgs Deniz Siga sah wegen Ballwegschlagens auch die Ampelkarte (86.).