Die Liga lebt und liefert Woche für Woche nicht nur Hausmannskost, sondern attraktiven Offensivfußball mit jeder Menge Toren, strittigen Szenen und Torraumaktionen. Am fünften Spieltag gastiert Tabellenführer FC Bitburg beim SV Konz. Gelingt dem SVK nach der in der Nachspielzeit verlorenen Partie in Schweich der Coup, den Primus als erste Mannschaft zu schlagen? Leiwen will gegen Körperich ebenso den ersten Sieg.
SG Ralingen – TuS Schweich
Unabhängig vom Ausgang der Rheinlandpokalpartie gegen Schoden möchte Ralingens Coach Martial Servais ein anderes Gesicht zeigen als noch beim 0:5 in Irsch. Die Mosella kommt in jedem Fall als Favorit nach Godendorf, denn – sieht man einmal vom 2:1-Sieg der Servais-Elf in 2018 ab – Ralingen konnte die letzten sieben Partien nicht gewinnen. Doch ausgerechnet daran erinnert Schweichs Trainer Jochen Weber seine Mannschaft. „Wir sind gewarnt, weil wir letztes Jahr dort 2:1 verloren haben. Vorher haben wir stets gute Ergebnisse erzielt. Wollen wir nicht eine ähnliche Pleite erleben, müssen wir hochkonzentriert sein und auch einen strukturierteren Spielaufbau zeigen.“ Weber setzt auf die Steigerungsfähigkeit seines Teams und die Offensivstandards. Während Alexander Burbach auszufallen droht, kann Weber wieder mit Rene Linster und Philip Laux rechnen. Bei Ralingen wird Regisseur Marco Port aus privaten Gründen fehlen.
Godendorf, Sa., 14.9., 19.00h
Bettingens Trainer Marco Wallesch reiste am Sonntag eigens zur Spielbeobachtung nach Kasel. „Ich habe Ruwertal beobachtet und einige Erkenntnisse gewonnen. Ruwertal ist eine spielerisch gute Mannschaft, die gut aufeinander abgestimmt ist und technisch gute Außenverteidiger besitzt. Wir haben eine harte Nuss zu knacken.“ Mit dem ersten von zwei Heimspielen in Folge soll die Mannschaft nicht nur den zweiten Saisonsieg einfahren, sondern auch gut Fußball spielen. „Wir haben bisher einige sehr gute Spiele gemacht, auch wenn wir nicht immer gewonnen haben.“ Personell sieht es wieder besser aus“, sagt Wallesch. Moritz Reiter wird aus dem Urlaub zurück erwartet und auch Oliver Stockemer könnte zumindest auf der Bank Platz nehmen. Mit Julian Barz und Maximilian Ludwig hatte der Aufsteiger bereits in der Vorwoche personellen Zuwachs vom FC Bitburg bekommen. Ruwertals Coach Jan Stoffels mahnt seine Mannschaft: „Der Anfang ist gemacht, doch die nächsten Spiele werden kein Selbstläufer. Das wird eine ganz schwere Aufgabe, wir wollen aber die Leistung des Spiels gegen Badem wiederholen.“
Bettingen, Sa., 14.9., 19.00h
SG Rascheid – SG Arzfeld
Mit dem 1:1 gegen Bettingen konnte sich Arzfelds Spielertrainer Andreas Theis nicht so recht anfreunden. „Wir haben uns schwergetan.“ Theis weiß, dass „Rascheid eine gestandene Bezirksligamannschaft hat, die im oberen Tabellendrittel zu erwarten ist. Das wird eine große Herausforderung für uns“. Soll bei den leidenschaftlich kämpfenden Hochwäldern Zählbares herausspringen, müssen „wir definitiv unsere Ballbesitzphasen besser nutzen und nach Ballgewinn schneller umschalten“. Bis auf Oliver Becker hat Theis alles an Bord. Die SG Rascheid geht momentan durch ein Wechselbad der Gefühle: Nach schwachem Saisonstart hat sich das Team stabilisiert, doch der entscheidende Durchbruch fehlt. Spielertrainer Sven Gaspers, der seine Rotsperre abgesessen hat, sagt: „Arzfeld ist eine disziplinierte Mannschaft mit einem guten Trainer, die jetzt dreimal in Folge nicht verloren hat. Es wird eine enge Kiste.“ Während Gaspers neben den verletzten Andre Lochen und Lukas Jonas auch auf den gesperrten Dean Dederichs verzichten muss, ist Andreas Rauen wohl wieder eine Option.
Geisfeld, So., 15.9., 14.30h
TuS Schillingen – RW Wittlich
Schöne, aber auch anstrengende Wochen liegen hinter dem TuS Schillingen. Da waren zunächst die Highlights gegen Schweich und Bitburg in der Liga, das Rheinlandpokalspiel letzten Mittwoch gegen Eintracht Trier zeichnete als weiteren Höhepunkt das nächste Event in die Vereinschronik. Eventuell haben dadurch die Ergebnisse in den Ligaspielen gelitten. So bezeichnete Trainer Gred Morgen den Auftritt in Wallenborn (1:4) als „blutleere Veranstaltung nach drei schweren Spielen, die wir hinter uns hatten“. So kommt der rührige und leidenschaftlich arbeitende Verein derzeit so richtig nicht zur Ruhe. „Wir mussten uns zuletzt auf ganz hohem Niveau präsentieren“, verweist Morgen auf die hohe Belastung. Morgen hofft gegen den Aufsteiger aus Wittlich auf die Einhaltung der taktischen Disziplin. „Wir müssen das Spiel eng halten und die Räume zulaufen.“ Ob Maxi Heib (Hüftprellung) und Torsten Schuh (Sommergrippe) wieder dabei sein werden, ist derzeit noch offen. „Maxi als Innenverteidiger und Totti als Sechser haben zentrale Positionen zu besetzen. Ihr Einsatz wäre sehr wichtig.“ Rot-Weiss-Sportchef Mehmet Akin will trotz der neun bereits eingefahrenen Punkte keine Selbstzufriedenheit aufkommen lassen. „Wir haben schon gute Erfolge einfahren können, doch der Trainer sieht auch immer wieder Verbesserungspotenzial. Die Laufwege müssen noch besser funktionieren, die Abspielfehler sollen sich reduzieren und wir müssen auch im Angriff noch uneigennütziger sein. Oft fehlt der finale Pass.“ Trotz aller marginalen Kritik will sich RW jetzt an der erweiterten Tabellenspitze festbeißen. „Die Mannschaft wird auch in dieser Woche dreimal trainieren. Ähnlich wie in Rascheid haben wir auch in Schillingen eine harte Nuss zu knacken. Wir spielen auf Sieg, dürfen aber die defensive Absicherung nicht vernachlässigen.“ Personell hat Trainer August Schlotter alle Spieler im Boot. Zuletzt kehrte auch Nicolae Stefan nach seinem Rumänien-Aufenthalt ins Team zurück. „Nicolae war direkt im Spiel. Er arbeitet 90 Minuten und ist ein glänzender Fußballer“, schwärmt Akin vom Defensivallrounder.
Schillingen, So., 15.9., 14.30h
SG Wittlich – SG Wallenborn
Ein Duell aus dem gehobenen Mittelfeld wird die Massen im Wittlicher Sportzentrum elektrisieren. Die SG Wittlich spielt bislang eine starke Saison, auch wenn zuletzt in Bitburg verloren wurde. Und Wallenborn rollt derzeit wieder das Feld von hinten auf und hat auch im Rheinlandpokal für Furore gesorgt. So musste der Cupverteidiger FSV Salmrohr „dran glauben“ und schied nach dem historischen Elfmeterkrimi aus. „Ich habe mir Wittlich am Samstag in Bitburg angesehen. Sie haben sich 90 Minuten lang gut verkauft und das Spiel offen gehalten. Wir wissen auch, dass wir in Wittlich nie so gut ausgesehen haben. Deshalb könnten wir mit einem Pünktchen dort auch mal leben“, will Stephan Zimmer dagegenhalten. Wittlichs Coach Christoph Krähling: „Wir wollen unser Heimspiel gewinnen und oben dranbleiben.“ Mit Tim Jakobs, Tim Weber, Marvin Lebenstedt und Joshua Follmann hat Krähling zusätzliche Alternativen dabei.
Wittlich, So., 15.9., 14.30h
SV Konz – FC Bitburg
Um gegen den Primus konkurrenzfähig zu sein, soll im Vorfeld der Partie „vor allem im physischen und medizinischen Bereich“ gearbeitet werden. „Wir hoffen, dass wir alle bis zum Spiel fit bekommen“, sagt der Konzer Trainer Thomas Berens. „Wir müssen konzentriert bleiben und im System funktionieren“, sollen seine Spieler einen „kühlen Kopf bewahren“.
Konz, So., 15.9., 14.30h
SV Leiwen – SG Körperich
Neben Badem fehlen auch dem SV Leiwen wertvolle Punkte im Ranking. Nach zuletzt knappen Niederlagen und steten Leistungssteigerungen will SVLK-Trainer Rudi Thömmes nun den Bock umstoßen. „Zuletzt habe ich gute Leistungen gesehen. Jetzt wollen wir uns aber für den Aufwand belohnen. Mit einem Sieg käme auch das Selbstvertrauen zurück. Es wird eine schwere Aufgabe, wir wollen an die Leistung von Wittlich anknüpfen.“
Leiwen, So., 15.9., 17.00h