Mit den Teams aus Rascheid, Ruwertal, Schoden, Badem und Leiwen sind fünf Bezirksligisten in der noch jungen Saison noch ohne Punkt. Mit den eigenen Zuschauern im Rücken müssen vor allem Badem (gegen Ralingen) und Leiwen (gegen Wallenborn) ihren Fehlstart korrigieren. Die Derbys in Bettingen, Konz und Wittlich sorgen dabei für zusätzlichen Zündstoff.
SG Badem – SG Ralingen
Eine Niederlage gegen Konz hätte „wieder auf die Stimmung geschlagen, wenn wir da mit null Punkten rausgegangen wären. Wichtig war, dass wir auf die unglückliche Niederlage in Wittlich reagiert haben“, fühlte sich Ralingens Coach Martial Servais in seinem Plan bestätigt, seine geforderte offensive Spielweise umzusetzen. Beim Gastspiel in Badem geht es für die Sauertaler darum, „jetzt da weiterzumachen, wo wir gegen Konz aufgehört haben“. Badems Trainer Roger Reiter wollte angesichts der deftigen 0:6-Pleite gegen Arzfeld keine unnötige Hektik verbreiten und mahnt auch das Umfeld zur Ruhe. „Wir müssen das Spiel schnell abhaken und es gegen Ralingen besser machen. Ein Sieg ist schon Pflicht, um nicht weiter unter Druck zu geraten.“ Timo Schakat und Tobias Stoffel fallen weiterhin verletzt aus, Damian Machon ist wieder dabei.
Badem, Sa., 31.8., 17.00h
SG Rascheid – RW Wittlich
Sorgenfalten im Hochwald, ob des ungewohnten Fehlstarts. Die beiden Trainer Sven Gaspers und Christian Alt werden deshalb nicht nervös. „Das Glück ist zurzeit nicht unser bester Freund. Wir haben 0:2 zurückgelegen und dann einen Elfmeter verschossen. Zu allem Überfluss mussten wir eine halbe Stunde in Unterzahl spielen. Dass Joseph Lochen den Ball aus Nahdistanz nicht traf, passte ins Bild“, waren Gaspers und sein Team in der Vulkaneifel nicht vom Glück beseelt. Nach dem Pokalspiel am Mittwoch gegen Rheinlandligist SG Ellscheid wartet mit Rot-Weiss Wittlich der momentane Tabellenführer. Rascheid wird dann wieder ohne die verletzten Andreas Rauen, Lukas Jonas und Andre Lochen auskommen müssen. Sebastian Breit fehlt gesperrt. Der Aufsteiger aus Wittlich kommt mit breiter Brust in den Hochwald. Zuletzt fegte das Team von Trainer August Schlotter das fragile Bettinger Abwehrgeflecht mit 8:1 vom Platz. Für Schlotter heißt es vor dem richtungsweisenden Duell auf dem Geisfelder Hybridrasen „Never change a winning Team“. Nach den Trainingseinheiten am Dienstag, Mittwoch und Freitag wird der Coach sicherlich nichts ändern. Der zuletzt grippegeschwächte Torwart Marius Bach steht wieder im Kader, doch Sogukan Sahin könnte erneut gesetzt sein. Ansonsten hat Rot-Weiss bis auf den noch in Rumänien weilenden Nicolae Stefan alles komplett an Bord.
Geisfeld, So., 1.9., 14.30h
TuS Schillingen – FC Bitburg
„Wir befinden uns in der gleichen Situation wie gegen Schweich: Bitburg ist sicher nicht unsere Kragenweite, doch wir wollen das Spiel lange eng halten. Es muss schon alles stimmen“, gibt Schillingens Coach Gerd Morgen die Favoritenrolle freiwillig ab. Für Bitburgs Trainer Fabian Ewertz stellt das Gastspiel im Hochwald „keinen Selbstläufer“ dar. „Im letzten Jahr haben wir gesehen, wie unangenehm der Gegner zu bespielen ist. Wir hätten beinahe noch eine 4:0-Halbzeitführung verspielt. Wir müssen sie mit unserer Offensive beschäftigen – drei Punkte sind wieder das Ziel.“ Ewertz hat personell die Qual der Wahl. Bis auf den verletzten Jens Seidel hat der FCB alles an Bord.
Schillingen, So., 1.9., 14.30h
SG Wittlich – TuS Schweich
Zwei noch ungeschlagene Teams werden das kleine Derby am Lüxemer Grünewald in einen Hexenkessel verwandeln. Beide Mannschaften starteten mit zwei Siegen optimal. Wittlichs Coach Christoph Krähling: „Das ist gewissermaßen ein Derby und mit Schweich kommt einer der Topfavoriten. Wir sind der Außenseiter und wollen sie ärgern.“ Sein Pendant Jochen Weber von der TuS Mosella Schweich darf derzeit ebenfalls zufrieden sein. „Es läuft derzeit richtig gut, doch jetzt sind wir gefordert, das Spiel zu machen. Im Vorjahr haben wir 0:2 verloren. Ich erwarte eine kompakte Wittlicher Mannschaft, die im Umschaltspiel ihre Stärken hat. Da müssen wir konzentriert sein und das Tempo hochhalten.“ Philipp Seeberger wird künftig kaum Einsatzzeit bekommen, da er mit der Bundespolizei in Neustrelitz seine beruflichen Aufgaben wahrnehmen muss. Auch Julius Wiersch ist ein halbes Jahr zum Auslandsstudium in Kanada abgestellt.
Lüxem, So., 1.9., 14.30h
SV Konz – SG Saartal Schoden
Derbyzeit in Konz. Der SV Konz erwischte einen guten Start, musste vor Wochenfrist aber in Godendorf die Überlegenheit des Gegners anerkennen. Für Trainer Thomas Berens wird die momentane personelle Situation keine Jubelarien auslösen. Denn dem Coach fehlen einige gestandene Akteure. Pascal Güth hat noch aus Trierer Zeiten Sportverbot vom Arzt, da seine Hüfte angebrochen ist. Fabian Herrig wird sich in Kürze einer Meniskus-Operation unterziehen müssen und Kota Sasaki absolviert in Berlin ein zehnwöchiges, studienbegleitendes Praktikum. Auch Dominik Güth ist nicht einsatzfähig, nachdem ihn Berens in Godendorf schon nach 22 Minuten vom Platz nehmen musste. Immerhin kommen mit Merlin Weis und Stefan Becker zwei Leistungsträger zurück. „Wir müssen schnellstens anfangen, kompakt zu spielen und die Fehler abzustellen. Denn die brechen uns momentan das Genick“, sagt Saartal-Trainer Heiko Niederweis. Niederweis erwartet „einen heißen Ritt in einem stimmungsvollen Derby“. Timo Grafe wird nicht zur Verfügung stehen (Studium).
Konz, So., 1.9., 14.30h
SG Ruwertal – SG Arzfeld
Ähnlich dem Vorjahr erwischte die SG Ruwertal einen kompletten Fehlstart und steht nach zwei Partien noch ohne Punkte da. Es waren seinerzeit die einzigen Niederlagen vor einer rekordträchtigen Phase, bei der die Stoffels-Elf in 20 Spielen ungeschlagen blieb. Stoffels hat den Sarkasmus gepackt: „Im Vorjahr hatten wir zehn Gegentore, jetzt sind es nur sieben. Die Situation ist ähnlich. Wir müssen uns zusammenraufen und die zwei Heimspiele gegen Arzfeld und Badem gewinnen.“ Der Gegner aus der Westeifel sei zielstrebig und effektiv, sagt Stoffels. „Laufbereitschaft und Mentalität zeigen“, sind für den Ruwertaler Coach mögliche Erfolgsgaranten für den ersten Sieg. Max Herres wird ins Team zurückkehren. Arzfelds Spielertrainer Andreas Theis will sich vom derzeitigen Tabellenplatz des Gegners nicht blenden lassen. „Ruwertal ist noch immer eine sehr kompakte Mannschaft mit einem starken Mittelfeld und sehr heimstark. Überstehen wir das Rheinlandpokalspiel am Mittwoch gegen Stadtkyll ohne Verletzungen, können wir mit einem großen Kader nach Kasel fahren.“ Derzeit fehlen lediglich die verletzten Florian Arens und Oliver Becker.
Kasel, So., 1.9., 15.00h
SV Leiwen – SG Wallenborn
Alarmstufe Rot in Leiwen? Nach den beiden Auftaktniederlagen gegen Schweich (3:7) und in Bitburg (0:6) werden die Sorgenfalten bei Rudi Thömmes größer. Besonders die fragile Abwehr dürfte dem erfahrenen Coach zu schaffen machen. „Wir müssen schnellstens die Defensive stabiler bekommen“, sagt die einstige Eintracht-Legende. Zuletzt fehlten mit Patrick Herres, Mario Herres , Raphael Thömmes und Axel Thomas wichtige Spieler. Andere, wie etwa Thomas Kempny, haben ihren besten Fitnessstand noch nicht erreicht. Wallenborns Trainer Stephan Zimmer geht mit großem Respekt in die kommende Partie. „Leiwen hat zwar einen kleinen Kader, doch es stehen viele gestandene Fußballer in deren Reihen. Allein die Schulz-Brüder und Thomas Kempny stehen für Qualität. Wir stellen uns auf einen harten Fight ein, wollen aber nach zehn sieglosen Auswärtsspielen mal wieder gewinnen.“
Leiwen, So., 1.9., 16.00h