Starke Vorstellungen der drei Aufsteiger, jede Menge Tore und keine Punkteteilungen am ersten Spieltag sorgen dafür, dass die halbe Liga bereits unter frühem Druck steht und sie Niederlagen korrigieren will. Mit Wallenborn gegen Rascheid und Badem gegen Arzfeld kommt es gleich zu zwei Duellen von Mannschaften, die den Auftakt in den Sand gesetzt haben. Verlieren ist also verboten. 

SG Wallenborn – SG Rascheid
Wallenborns Trainer Stephan Zimmer haderte bei der 1:2-Pleite in Bettingen mit eklatanten Abwehrfehlern, die zu „zwei Gegentor-Geschenken geführt haben. Da haben wir unbedrängt Bälle in der Vorwärtsbewegung verloren und waren hinten aufgelöst“, Das solle gegen Rascheid tunlichst vermieden werden, wie Zimmer betont. Der Wallenborner Coach verhehlt nicht, dass man bei einer möglichen zweiten Niederlage wohl schon etwas unter Druck stehen würde. „Wir brauchen eine bessere Effizienz.“ Wallenborn muss weiterhin ohne Sebastian Zimmer (beruflich) und Benny Blank (verletzt) auskommen. Die Gäste aus dem Hochwald mussten gleich in dreifacher Hinsicht Tiefschläge hinnehmen. Gegen Bitburg (2:3) wurde der greifbar nahe Punktgewinn in der Nachspielzeit hergeschenkt, zudem verletzte sich Stürmer Lukas Jonas schwer und mit der Ampelkarte gegen Max Cronauer fehlt ein weiterer Spieler gesperrt. „Wir hätten gerne einen Punkt mitgenommen. Wir dürfen am Freitag nicht verlieren. Eine weitere Niederlage würde schon Druck entstehen lassen“, warnt Spielertrainer Sven Gaspers. Zu den genannten Ausfällen gesellen sich zudem die verletzten Andreas Rauen und Andre Lochen.
Wallenborn, Fr., 23.8., 19.30h

SG Badem – SG Arzfeld
Auch beim Eifelduell wird schon Druck auf dem Kessel sein, denn beide Mannschaften verloren ihre Auftaktspiele. Während Badems Trainer Roger Reiter auf seine Neuzugänge Marius Reichel und Marius Reiter setzt, wird Arzfelds Coach Andreas Theis Manuel Mombach gewinnbringend einsetzen wollen. Der Rückkehrer aus Prüm erzielte im ersten Spiel das einzige Arzfelder Tor und wird mit Joschka Trenz und Florian Arens für Schwung sorgen wollen. Im Vorjahr sah das Hinspiel in Daleiden keine Tore, das Rückspiel gewann Badem zuhause mit 3:0.
Gindorf, Sa., 24.8., 16.00h
SG Saartal – SG Wittlich
Die Saartaler starteten mit einem 1:3 in Schillingen – die SG Wittlich war glücklicher 1:0-Sieger im Duell mit Ralingen. Schodens Trainer Heiko Niederweis erinnert sich an das Hinspiel vor einem Jahr. „In Wittlich haben wir uns schwergetan, nachdem wir schon 2:0 geführt haben. Da hat Wittlich kompakt gestanden und uns noch drei Tore eingeschenkt.“ Niederweis ist sich im Klaren, dass „wir unser Heimspiel gewinnen müssen“. Personell ist seine Mannschaft gut aufgestellt. Der Saarländer muss lediglich auf die verletzten Keven Schuh und Julian Paulus verzichten, hat dafür Timo Grafe wieder im Kader, der in Schillingen studienbedingt fehlte. Die Kicker aus der Kreisstadt sind ohne Gegentor und mit drei Punkten gestartet. Bis auf die spielerische Darbietung war der neue Trainer Christoph Krähling mit dem Auftritt zufrieden. Vor dem kommenden Gegner hat Krähling allergrößten Respekt. „Schoden schätze ich sehr stark ein. Da dürfen wir uns keine Auszeiten erlauben. Die Mannschaft muss sich deutlich steigern und ein ganz anderes Gesicht zeigen.“ Sebastian Ney und Joshua Follmann werden aus dem Urlaub zurückerwartet, doch mit Tim Jakobs (Zehbruch), Nils Schermann (Knieverletzung) und Ebu Talip Osta (Kreuzbandriss) fallen drei Spieler längerfristig aus.
Irsch/Saar, Sa., 24.8., 17.30h

FC Bitburg – SV Leiwen
Während der Vizemeister in Geisfeld in der Nachspielzeit zu den Siegpunkten kam, muss Rudi Thömmes eine 3:7-Heimniederlage gegen Schweich aufarbeiten. „Ich bin trotz der Niederlage nicht ganz unzufrieden, weil wir uns acht bis zehn Chnacen herausgespielt haben. Nur müssen wir defensiv deutlich besser stehen“, sagt Leiwens Coach Rudi Thömmes. Auch in Sachen Saisonspielplanung sei seine Mannschaft nicht vom Glück verfolgt, denn mit Bitburg hat es der SVLK gleich mit dem zweiten Topteam zu tun. „Wir sind erst seit fünf Wochen in dieser Zusammensetzung im Training, da braucht es noch Zeit, bis Laufwege und das Zusammenspiel funktionieren. Doch ich bin guter Dinge“, sagt Thömmes, der mit Thomas Kempny einen früheren Eintracht-Spieler verpflichtet hat. Kempny ist ein Freund der ebenfalls neu ins Team gestoßenen Hans Schulz und Chris Dahm. „Thomas muss jetzt richtig fit werden, denn seine fußballerische Qualität ist unbestritten.“ Die Nachverpflichtung von Daniel Lentes wurde notwendig, nachdem sich Axel Thomas studienbedingt für ein halbes Jahr ins Ausland abgemeldet hat. Lentes war einst bei der SG Ruwertal unterwegs. Bitburgs Trainer Fabian Ewertz mahnt zu Vorsicht. „Leiwen darf auf keinen Fall unterschätzt werden, nur weil sie 3:7 verloren haben. Deren Probleme liegen an sich in der Defensive, doch nach vorne haben sie eine unglaubliche Qualität. Da müssen wir ganz konsequent auftreten.“ Bis auf den an der Leiste laborierenden Riad Malkic
hat Ewertz alles an Bord.
Bitburg, Sa., 24.8., 18.00h
SV Rot-Weiss Wittlich – SG Bettingen
Die Rot-Weissen haben mit dem 3:2-Auswärtssieg im Ruwertal eine erste Duftmarke hinterlassen und wollen das erste Heimspiel in ihrer Bezirksliga-Historie nutzen, um punktemäßig nachzulegen. Coach August Schlotter war vom Auftritt seiner Mannschaft in Kasel sehr angetan und lobte das verbesserte Defensivverhalten. „Nur mit der Chancenverwertung war ich nicht zufrieden. Da sind wir viel zu leichtsinnig mit umgegangen.“ Personell kam Schlotter fast aus dem Vollen schöpfen. Nur Nicolas Stefan und Emre Yildiz fallen aus. Im Aufsteigerduell möchte auch Bettingen einen guten Eindruck im Wittlicher Sportzentrum hinterlassen. Der 2:1-Erfolg gegen Wallenborn dürfte neue Kräfte freigesetzt haben. Trainer Marco Wallesch: „Wir haben die Aufgabe gegen Wallenborn mit Bravour gelöst. Die Stimmungslage ist hervorragend.“ Der Gegner aus Wittlich hat es für Wallesch in sich. „Rot-Weiss Wittlich ist kein gewöhnlicher Aufsteiger. Sie haben im Ruwertal gewonnen und sind klarer Favorit. Die Qualität dieser Mannschaft spricht für sich. Doch wir wollen die Außenseiterrolle offensiv annehmen und unsere Chance nutzen.“ Jonas Niederprüm, Oliver Stockemer, Johannes Bales und Dominik Thielmann stehen mit großer Wahrscheinlichkeit wieder im Kader.
Wittlich, So., 25.8., 15.00h

SG Körperich – SG Ruwertal
Während Körperich seine zweite Bezirksliga-Saison mit einem Sieg in Arzfeld eröffnete, möchte die SG Ruwertal nach dem 2:3 gegen RW Wittlich Wiedergutmachung betreiben. Trainer Jan Stoffels: „Mit der Leistung, dem Zweikampf-Verhalten und der Mentalität war ich zufrieden, mit dem Ergebnis nicht. Wir haben sieben Spieler ersetzen müssen.“ Das Team sei jetzt gefordert und müsse an die Leistungsgrenze gehen, so Stoffels, der Max Herres, Karsten Willems und Nico Repplinger wieder dabei haben sollte. „Wir müssen Mentalität reinwerfen, dann bin ich zuversichtlich, dass es mit den Punkten wieder klappt.“
Körperich, Sa., 24.8., 20.00h

TuS Schweich – Schillingen
Beide Teams haben zum Saisonauftakt gewonnen und wollen eine kleine Serie starten. Die Mosella ist Favorit, nicht zuletzt ob des starken Offensivauftritts in Leiwen. „Wir wissen von deren Konterstärke und sind gewarnt. Wir haben im Vorjahr 0:1 verloren“, sagt Schweichs Coach Jochen Weber. „Gegen eine gut eingestellte und gefestigte Mannschaft wie Schweich wären wir mit einem Punkt schon zufrieden“, liebäugelt Schillingens Coach Gerd Morgen mit einem Remis.
Schweich, So., 25.8., 14.30h