Gleich der erste Spieltag brachte die vielen Fans auf den acht Sportplätzen mächtig in Wallung. Es gab richtig guten und spannenden Fußball und einige überraschende Ergebnisse. Beachtlich: Alle drei Aufsteiger starteten mit Siegen in die neue Liga. Rot-Weiss Wittlich untermauerte seine Vorschusslorbeeren mit einem 3:2-Sieg im Ruwertal. Bettingen bezwang den Eifelrivalen Wallenborn mit 2:1 und der SV Konz meldete sich mit einem 3:1 gegen Badem beeindruckend in der Liga zurück. Das Debüt von Triers Legende Rudi Thömmes fiel dagegen ernüchternd aus: Die von ihm trainierten Leiwener unterlagen einer starken Schweicher Mosella mit 3:7.
SV Konz – SG Badem
3:1 (3:0)
Die Rückkehr des SV Konz in die Bezirksliga nach nur einem Jahr fiel verheißungsvoll aus. Obwohl die Gäste aus der Eifel in der ersten Halbzeit spielbestimmend waren, legte der SVK in dieser Phase bereits den Grundstein zum späteren Sieg. Bereits nach zwei Minuten nutzte Kai Peters einen Schnittstellenpass von Tim Kugel zur frühen Führung, als der Zehner den Ball am Bademer Torwart vobeischob. Das zweite Tor war kurioser Natur: Nachdem Stefan Becker mit einem Freistoß am starken Gästekeeper Simon Eppers scheiterte, übersprang der Konzer Routinier im zweiten Versuch den Torwart und bugsierte die Kugel mit dem Kopf wuchtig ins Netz. Badem blieb am Drücker, zeigte sich aber wenig effektiv. Anders die Hausherren, die zunächst durch Tim Kugel nach einer Eins-gegen-eins-Situation – Eppers blieb lange stehen – das 3:0 verpassten, doch noch vor der Pause das dritte Tor markierten. Kugel nutzte einen Fehler nach einer Passkombination der Eifeler aus und schnibbelte den Ball mit der Fußspitze am letzten Verteidiger vorbei zum 3:0 (42.). „Wir haben die Fehler des Gegners kaltschnäuzig ausgenutzt, waren sehr effektiv. Haben wir in der ersten Halbzeit nach zehn Minuten noch zu viel zugelassen, haben wir danach eine gute zweite Halbzeit gespielt. Einziges Manko war, dass wir den Deckel nicht schon früher draufgelegt haben“, zeigte sich der Konzer Coach Thomas Berens mit dem Auftritt seiner Elf zufrieden. Obgleich Badem durch Damian Machon (73.) zum Anschlusstreffer kam und Daniel Robertz eine weitere gute Möglichkeit ausließ, hätte Konz den Sieg komfortabler gestalten können. Kugel, der junge Niklas Steffes und auch Nicolas Hengel scheiterten alleinstehend vor dem Tor am überragenden Gästekeeper Eppers.
1:0 (0:0)
In einem Spiel auf Augenhöhe unterlagen die Sauertaler unglücklich mit 0:1. Den entscheidenden Treffer erzielte Wittlichs Sturm-Ass Daniel Mehrfeld vier Minuten vor dem Ende im Ergebnis eines Abprallers nach einem Lattenschuss von Lukas Follmann. Mehrfeld setzte den zweiten Ball mit dem Kopf über die Linie. Ansonsten sah Wittlichs neuer Trainer Christoph Krähling wenig Klasse. „Wir haben uns lange schwergetan – gerade spielerisch. Denn fußballerisch haben wir gar nichts zu Wege gebracht. Es sind drei Punkte: Mund abputzen und weiter geht‘s. Zufrieden war ich, weil wir kein Gegentor kassierten und mit einem Sieg gestartet sind.“ Dabei hätten die Säubrenner am Vorabend der Kirmes schon nach einer Minute in Führung gehen können, als nach einem Eckball Mehrfeld am zweiten Pfosten stehend nur Aluminium traf. Die Gäste aus dem Sauertal besaßen im ersten Abschnitt ein Chancenplus, doch Marco Port, Jannik Stadler, Stefan Keuler und Fabian Schmitt scheiterten am guten Wittlicher Schlussmann Mike Neumann. Die größte Gästechance versemmelte Keuler, als er in der 70. Minute allein auf Neumann zusteuerte. „Ein Punkt wäre für beide gerecht gewesen“, fand Ralingens Trainer Martial Servais.
TuS Schillingen – SG Saartal Schoden
3:1 (0:1)
Einen erfolgreichen Saisonstart feierte auch das Schillinger Team. Und bereitete seinem Trainer Gerd Morgen zu seinem 58. Ehrentag das schönste Geburtstagsgeschenk. Dabei sah es nach 45 Minuten gar nicht nach einem Schillinger Sieg aus. Schoden agierte dominant und spielte sehr gute Bälle, nur „der letzte Pass hat nicht funktioniert“, wie Trainer Heiko Niederweis befand. Nach Foul an Tim Thielen legte Lucas Jakob den fälligen Elfer in die Maschen – 0:1 (44.). Da die Saartaler weitere Chancen ungenutzt ließen, war Schillingen mit dem 0:1 noch gut bedient. Nach dem Wechsel verpasste es Schoden, auf 2:0 zu stellen. Morgen stellte auf 3-5-2 um und hatte auch das nötige Glück. Der Trainer wollte Marco Engel schon auswechseln, da erzielte der quirlige Mittelfeldspieler in der 60. Minute den Ausgleich. Der zog aus 20 Metern an den Innenpfosten ab. Das nötige Trainerglück hatte Morgen auch, als Jonas Meier mit seinem ersten Ballkontakt nach seiner Einwechslung das 2:1 markierte. Meier schoss aus 20 Metern dem Schodener Keeper durch die Beine. Nach einem Konter legte Tobias Anell fünf Minuten vor Schluss das erlösende 3:1 obendrauf. Gerd Morgen: „Die Mannschaft hat sich gesteigert und eine Reaktion aus der schwachen ersten Halbzeit gezeigt. Schoden war ein starker Gegner.“ Dessen Trainer Heiko Niederweis war enttäuscht über den Ausgang der Partie: „Das war ein bitteres Spiel für uns, wir hatten alles im Griff. Die Leistung war nur bis zur 60. Minute okay. Es darf nicht passieren, dass wir uns so aus dem Rhythmus bringen lassen. Vielleicht wollten wir zu viel.“
SG Rascheid – FC Bitburg
2:3 (1:1)
„Auch wenn wir verloren haben, bin ich mit dem Spiel zufrieden. Das Drumherum ärgert mich mehr“, fiel das Statement des neues Rascheider Spielertrainers Sven Gaspers zweigeteilt aus. Der gemeinsam mit Christian Alt in der Verantwortung stehende Coach sah zunächst einen glücklichen Ausgleichstreffer von Sven Eckes per Handelfmeter und einen möglichen Punktgewinn. Zuvor musste sein Stürmer Lukas Jonas nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Bitburgs neuem Abwehrchef Deniz Siga mit dem Rettungshubschrauber nach Trier ausgeflogen werden. Zu guter Letzt mussten die tapfer spielenden Hochwälder in der vierten Minute der Nachspielzeit doch noch das 2:3 hinnehmen, als Kevin Fuchs auf Kapitän Arthur Schütz legte und dieser am langen Pfosten einschieben durfte. Nach der Bitburger Jubeltraube vor den Augen der Rascheider Bank kochten die Emotionen hoch, in dessen Ergebnis Max Cronauer den Gelb-Roten Karton zu sehen bekam. „Es war mehr als unglücklich mit den Nebenschauplätzen. Lukas Jonas hatte nach sechs Minuten das 1:0 gemacht. In den ersten 20 Minuten waren wir richtig gut drin, doch wir haben es nicht geschafft, das 2:2 über die Zeit zu bringen.“ Rückblende: Ein Eigentor eines Rascheider Verteidigers, nachdem Simon Floß auf Fuchs durchgesteckt hatte, ließ Bitburg ausgleichen. Kurz nach Wiederbeginn hatte Arthur Hartwick die
Gäste nach Floß-Vorarbeit mit 2:1 in Führung geschossen (49.). „Es war kein fußballerischer Leckerbissen, der Sieg ist aber verdient, wenn auch sehr glücklich“, befand FC-Trainer Fabian Ewertz. Von hier aus die besten Genesungswünsche an Lukas Jonas.
SV Leiwen – TuS Mosella Schweich
3:7 (1:3)
„So deutlich, wie das Ergebnis es aussagt, war es nicht. Der Schiri hat Schweich einen Elfer geschenkt und wir hatten vier Alutreffer. Wir haben zu leichte Gegentore kassiert und schlecht gestanden“, fiel das Resümee von Leiwens Trainer Rudi Thömmes durchwachsen aus. Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Schweich legte
durch den Elfmeter von Maxi Gäbler und das Tor von Stephan Schleimer vor, ehe Hans Schulz zum 1:2 traf.
Fehler im Abwehrverhalten ließen Schweich nach den Toren von Leon Rößler (28.), Schleimer (50.), Philip Laux (60.) und dem jungen Julian Weber auf 6:1 enteilen, bevor Hans Schulz und Neuzugang Daniel Lentes auf 3:6 verkürzten. Benedikt Vogedes stellte in der finalen Minute auf 7:3.
SG Ruwertal – Rot-Weiss Wittlich
2:3 (1:2)
Die Liga-Premiere von RW Wittlich fiel positiv aus. In der starken ersten Halbzeit unterstrich Neuzugang Kevin Arbeck nach Flanke von Gjergj Prebreza und dem anschließenden verwandelten Elfmeter (nach Foul an Marc Arbeck) seine Vollstreckerqualitäten. Ruwertal kam nach dem 0:2 stärker auf und verkürzte durch Fabian Regel auf 1:2. Meliani Saim nutzte ein schönes Zusammenspiel über Albutrin Aliu zum 1:3 (62.). Zwar gelang Julian Biwer nur eine Minute später der erneute Anschluss, doch Wittlich hatte weitere hochkarätige Möglichkeiten. „Wittlich hat nicht unverdient gewonnen, obwohl ein Unentschieden verdient gewesen wäre“, befand SGR-Coach Jan Stoffels.
SG Arzfeld – SG Körperich
1:2 (0:0)
Binnen vier Minuten sorgten Andre Röll und Noah Prinz für die Vorentscheidung, ehe es durch das 1:2 durch Manuel Mombach nochmals spannend wurde.