Mit einem hart erkämpften und etwas glücklichen 3:2-Sieg stürmt die Schweicher Mosella auf den zweiten Platz, während sich die Gäste aus dem Saartal selbst um den Lohn ihrer intensiven Offensivbemühungen brachten. Schweichs Torhüter Moritz Zingen hielt mit serienweise tollen Paraden den Sieg der Weber-Elf fest. Schodens
Trainer Thomas Berens zählte insgesamt acht hochkarätige Möglichkeiten.

Es war wie verhext und suspekt zugleich, dass die Siegpunkte nicht ins Saartal gingen. Denn die Elf von Thomas Berens besaß über 90 Minuten hinweg acht glasklare Möglichkeiten, entweder die Führung auszubauen oder aber den Ausgleich zu erzielen. „Wir haben die Partie dominiert, ein richtig geiles Spiel hingelegt, doch die Tore nicht gemacht. Es war schon unglaublich, was wir haben liegen lassen“, raufte sich Berens gleich mehrfach die Haare. Dominik Lorth, Andre Paulus und Nicolas Jakobs besaßen Chancen im Doppelpack, hinzu gesellten sich gute Möglichkeiten von Lukas Kramp und Kevin Bernard, der erneut viel investierte, aber im Abschluss unglücklich agierte. Doch die Mosella hatte mit Moritz Zingen einen Keeper im Kasten, der in allen brenzligen Situationen Herr der Lage (des Strafraums) war und sensationelle Reaktionen zeigte. „Schoden hatte einige gute Torchancen, die Moritz überragend gehalten hat. Der hatte einen Sahnetag erwischt, deshalb ist der Sieg auch ein Stück weit glücklich für uns.“ Kramp ließ mit einem Schuss aus der Drehung die Gäste nach zehn Minuten in Front ziehen, doch dem wieder voll belastbaren Christian Weber gelang noch vor der Pause der Ausgleich, als er einen Pass von Carsten Reis mit einem Lupfer verwertete. Weber war es auch, der nach einem schönen Spielzug über Steve Kirchen das 2:1 erzielte, ehe Stefan Schleimer mit einem Freistoß aus der Halbposition das 3:1 nachlegte. Schoden kam mit einem an ihm selbst verschuldeten Foulelfneter von Kramp nur noch zum 3:2.