Mit der SG Hochwald ist der Herbstmeister gekürt. Die Vereinigten aus Zerf, Greimerath, Lampaden und Hentern besiegten in einem engen und intensiven Match das wieder erstarkte Lüxem und darf den ersten Rückrundenspieltag als Leader in Angriff nehmen. Bitburg und Geisfeld lieferten sich beim 4:4 einen offenen und hochklassigen Schlagabtausch. Für die Pole Position reichte es aber nicht. Ralingen rückte nach dem 2:1 in Leiwen ins Mittelfeld vor, nur Kröv vergaß von den Kellerkindern, dreifach zu punkten. Immerhin lässt das 0:0 gegen Arzfeld den Hoffnungsfunken am Glimmen. Die Schweicher Mosella bestätigte mit dem 3:1 gegen Ruwertal ihren Positivtrend.
FC Bitburg – SG Geisfeld
4:4 (0:2)
Der FC Bitburg steht weiterhin für Spektakel: Nach dem 5:4-Auswärtscoup in Konz gab es auch gegen Geisfeld acht Tore zu bejubeln, diesmal reichte es aber nicht zu einem Sieg. Vor 250 Zuschauern im Stadion Ost präsentierte sich Geisfeld als angriffslustige und spielstarke Truppe, die ein unglaublich effizientes Umschaltspiel offenbarte. Lukas Jonas sorgte schon nach drei Minuten für lange Gesichter beim FC, als der immer besser in Tritt kommende Stürmer zum 1:0 lochte. Als Andreas Rauen nach Ballgewinn im Mittelfeld allein auf Jens Freis im Bitburger Kasten zulief und anschließend abgeklärt blieb, stand es zur Pause 0:2. „Wir haben die erste Halbzeit dominiert und Bitburg keine einzige Chance gelassen“, sprach Geisfelds Coach Timo Zeimet von einem der besten Saisonspiele überhaupt. Jonas verwertete anschließend eine Flanke zum 3:0, niemand hätte zu diesem Zeitpunkt an eine Art Wiedergeburt bei den Bierstädtern geglaubt. Denn das 1:3 durch Kevin Arbeck, der mit einem spektakulären Hackentor zur tollen Stimmung beitrug, war längst noch nicht der Wachrüttler für den FCB. Denn Rauen stellte nur zwei Minuten später den alten Abstand wieder her. „Viele meinten, Geisfeld hätte den Deckel schon drauf. Wir sind mit der zweiten Luft und einer extremen Energie ins Spiel zurückgekommen und holten einen 1:4-Rückstand noch auf“, reihte Bitburgs Coach Fabian Ewertz das späte 4:4 in die Kategorie der Sensationen ein. Arbeck traf nach einem Flugball von Kai Edringer mit einem Lupfer zum 2:4 und als Davis Spruds eine Freistoßflanke per Kopf an den Innenpfosten setzte, brannte im Stadion Ost die Hütte – 3:4 (74.). Geisfelds Defensivallrounder Sven Gaspers musste verletzt raus, Geisfeld verlor zusehends den Zugriff. Schließlich sorgte Arbeck nach einem Eckball aus dem Getümmel heraus mit dem 4:4-Ausgleich für kollektive Bitburger Glücksmomente. „In den ersten 60 Minuten war Geisfeld komplett überlegen, erst dann haben wir endlich mal angefangen, Fußball zu spielen. Dabei hätten wir schon 0:4 zurückliegen können. Wir sind gut aus der Halbzeit gekommen, haben enormen Druck entfacht, doch nach dem Konter zum 0:3 entschwanden unsere Hoffnungen. Geisfeld wirkte zum Schluss irgendwie platt und war sich vielleicht schon zu sicher. Am Ende müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein, weil wir in der ersten Halbzeit schlecht Fußball gespielt und zu lethargisch agiert haben“, fand FC-Trainer Ewertz deutliche Worte. Auch Timo Zeimet war vom Spiel begeistert. „Wir führen schon 4:1 und sind danach unerklärlich eingebrochen. Die Verunsicherung führte dazu, dass wir den Zugriff leider nicht mehr bekommen haben. Das 4:4 fühlt sich wie eine Niederlage an, ähnlich wie vor Jahren die deutsche Mannschaft im Spiel gegen Schweden. Da ist es klar, dass die Mannschaft in der Kabine niedergeschlagen war und die Stimmung aufs Gemüt drückte.“
SG Neumagen – SG Schoden
4:3 (0:2)
Neumagens Coach Uwe Heinsdorf brachte die 95 Minuten von Trittenheim treffend auf den Punkt: „Das war so ein typisches SG-Spiel, wo wir wieder einen Weckruf gebraucht haben. Wir waren in der ersten Halbzeit nicht wirklich gut, lagen 0:2 hinten. Dann haben wir uns zur Pause geschüttelt und mit einer enormen Willensleistung in Unterzahl noch zwei Tore gemacht.“ Und Schodens Trainer Thomas Berens verstand die (Fußball-)Welt nicht mehr: „Ich hatte von Beginn an ein gutes Gefühl, nach Trittenheim zu fahren, wir waren fokussiert. Ich habe die Mannschaft dafür sensibilisiert, dass Neumagen nach dem letzten Strohhalm greifen wird. Wir waren gut im Spiel, auch danach weiter am Drücker und haben 2:0 geführt. Dann sind wir unerklärlicherweise schlecht aus der Kabine gekommen, haben die Zweikämpfe und die zweiten Bälle verloren.“ Der Rest ist bekannt. Keven Schuh (4.) und Kevin Bernard per Freistoß sorgten für eine 2:0-Pausenführung für die Gäste. Joachim Lex gelang der Neumagener Anschluss, doch mit dem 3:1 von Timo Grafe schien alles auf einen Schodener Sieg hinauszulaufen, zumal Andre Paulus zuvor die Riesenchance besaß, das vorentscheidende 3:0 zu erzielen. Marc Lemmermeyers 2:3 war der nächste Weckruf für die Moselaner, die nach der Gelb-Roten Karte für Lukas Bollig auch noch in Unterzahl auskommen mussten. Lemmermeyer nutzte einen Abwehrfehler von Nicolas Jakob zum 3:3, nachdem der Schodener noch wenige Sekunden zuvor das 4:3 auf dem Fuß hatte. Die zweite Minute der Nachspielzeit brachte den Knockout für die Gäste: Christoph Bechtel wuchtete die Kugel nach einem Eckball per Kopf ins Gästetor. In der 41. Minute landete der ADAC-Hubschrauber auf dem Trittenheimer Hartplatz, nachdem ein Zuschauer kollabiert war. Nach dieser 25-minütigen Zwangspause wurden die vier Minuten aus Halbzeit eins nachgespielt und dann direkt die Seiten gewechselt.
TuS Schweich – SG Ruwertal
3:1 (1:1)
Ruwertals Daniel Lentes sorgte in der zweiten Minute für den ersten Aufreger, als Schweich im Mittelfeld gleich zweimal zurückeroberte Bälle verlor und dermaßen unsortiert stand, dass Lentes den Ball durch die Beine von Abwehr und Torwart zum 1:0 ins Netz bugsierte. TuS-Trainer Jochen Weber: „Wir haben letzte Saison zweimal gegen Ruwertal verloren, da dachte ich gleich: Oh nein, das ist ja unser Angstgegner.“ Doch die Mosella berappelte sich und zog nach 38 Minuten nach Vorarbeit von Steve Kirchen durch Carsten Reis gleich. Als Alex Schabo ein Zuspiel von Philipp Seeberger verwertete, stand es 2:1 und fünf Minuten vor Schluss sorgte Yannick Sklarski nach Vorarbeit von Schabo für den 3:1-Endstand. Ruwertal blieb lediglich bei Standards gefährlich und erzielte in der zweiten Halbzeit nicht mehr die Wirkung wie zuvor.
SG Wallenborn – SV Konz
5:0 (1:0)
Nach sechs sieglosen Spielen drehte Wallenborn den Spieß gegen Konz mit einer starken Offensivleistung um. Bis zur 60. Minute war es ein offenes Spiel, trotz der Wallenborner Führung von Kasper Wlodarek aus der 32. Minute. Erst als Sebastian Zimmer einen Konter erfolgreich zu Ende brachte (65.) und nur acht Minuten später Sebastian Hilgers auf 3:0 stellte, befand sich das Eifelteam auf der Siegerstraße. Zimmer erhöhte nach einem Tempogegenstoß auf 4:0 (79.) und Niki Koch gelang mit seinem ersten Bezirksligator nach Vorarbeit von Zimmer mit einem sehenswerten Kopfball der 5:0-Endstand. Der SVK hatte seine besten Szenen zu Beginn der zweiten Halbzeit, als er mächtig Druck aufbaute und Michel Kupper-Stöß den Außenpfosten traf.
SV Leiwen – SG Sauertal Ralingen
1:2 (1:1)
Mit dem dritten Sieg aus den letzten vier Partien schob sich Aufsteiger Ralingen ins Mittelfeld vor. Zwei blitzsaubere Kontertore bescherten den Gästen aus dem Sauertal den so „wichtigen und auch verdienten Sieg, weil wir mit unbändigem Willen auf schwerem Geläuf den Sieg vielleicht einen Ticken mehr wollten als der Gegner. Wir haben uns stabilisiert“, brachte SG-Trainer Frank Wagner die disziplinierte Leistung seiner Schützlinge auf den Punkt. Zunächst aber schien Leiwen das bessere Team zu sein, nachdem es bereits nach zwei Minuten durch Torjäger Heiko
Schmitt in Führung lag. Raphael Thömmes besaß dann die große Chance zum 2:0, doch es kam anders. Nach einer präzisen Flanke von Philipp Marx war Marco Port zur Stelle und als der 25-Meter-Hammer von Kapitän Martial Servais im Winkel einschlug, bedeutet das 2:1 den Sieg. In den Schlussminuten hatte Ralingen brenzlige Situationen zu überstehen, als Lukas Jakobi und Timo Toppmöller beste Chancen ausließen.
TuS Kröv – SG Arzfeld
0:0 (0:0)
Trotz offensiver Ausrichtung gelang dem TuS Kröv gegen den Eifel-Aufsteiger erneut kein Befreiungsschlag. Mark Beitzels Treffer aus der 70. Minute wurde wegen Abseits nicht anerkannt.
SG Buchholz – SG Schneifel
2:3 (0:2)
Die Torfolge: 0:1 Thomas Lambertz (30.), 0:2 Lambertz (45.), 0:3 Jan Pidde (62.), 1:3 Yannic Nau (72.), 2:3 Daniel Sorge (82., Foulelfmeter).