Die SG Ellscheid holte sich nach einem überzeugenden 3:1-Erfolg in Bitburg die Pole Position zurück und geht erstmals mit einem Fünf-Punkte-Vorteil in die restlichen acht Spiele. Vor 500 Zuschauern setzte der alte und neue Leader die entscheidenden Nadelstiche und darf sich erst einmal genüsslich zurücklehnen. Mit der SG Schneifel, die Neumagen die vierte Niederlage in Folge bescherte, kommt die dritte Kraft der Liga ebenfalls aus der Eifel. Respekt vor Zerf! Das Team aus dem Hochwald unterstrich mit einem 2:0 beim TuS Ahbach seine Topform. Im Keller bleibt es für Thomm, Mattheis, Buchholz, Dörbach und Ahbach dunkel. Lediglich die DJK aus dem Trierer Stadtteil Feyen punktete.

SG Schneifel Auw – SG Neumagen
3:1 (2:1)
Eine Halbzeit hielten die Moselaner ordentlich mit und agierten auf ähnlichem Niveau. Gegen den Angstgegner fand Auw erst nach 20 Minuten Zugriff und legte durch Michael Kreutz nach feinem Pass von Stephen Kinnen vor. Ein umstrittener Foulelfmeter brachte die Gäste wieder ins Spiel. Jan Merkes holte Luca Hermandung unsanft von den Beinen, den fälligen Elfer versenkte der Spezialist im Neumagener Team zum Ausgleich (30.). Weil Auw gallig blieb und druckvoll spielte, kam die Stölben-Elf vier Minuten vor der Pause zur erneuten Führung. Diesmal legte der überragende Kreutz für Christoph Fuhrt auf, der sich mit seinem 14. Saisontreffer bedankte. Bis zum 2:1 war das ein unangenehmes Ergebnis, doch es war wichtig, dass wir noch vor der Pause das 2:1 nachgelegt haben“, befand Auws Chefchoach Jörg Stölben. Bis zum Pausengetränk sah auch Neumagens Trainer Uwe Heinsdorf eine beherzte Partie seiner Schützlinge. „Wir waren relativ ebenbürtig, haben dann durch individuelle Fehler zwei blöde Tore gekriegt. Beim 2:1 standen wir schlecht gestaffelt und waren unsortiert.“ Im zweiten Durchgang spielte dann nur noch Auw, das gar nichts mehr zuließ und mit der besseren Spielanlage auch höher hätte gewinnen können. So setzte wiederum Kreutz den Schlusspunkt unter eine reife Leistung, als er mit einem Traumtor aus 20 Metern das 3:1 besorgte. „Wir haben in der zweiten Halbzeit aufgrund unserer Personalprobleme kräftemäßig abgebaut, sodass der Sieg von Auw letztendlich in Ordnung geht“, respektierte Heinsdorf den Ausgang der Partie. „Wir spielten sehr diszipliniert und gewannen gegen unseren Angstgegner verdient. Mit dem vierten Sieg in Folge haben wir erst mal die Teams hinter uns vom Halse gehalten. Daraus eine Mitfavoritenstellung abzuleiten, wäre allerdings nicht nur falsch, sondern auch fehl am Platz. Wir schielen nicht auf die Meisterschaft. Ellscheid bleibt für mich der erste
Kandidat auf den Aufstieg.“

SV Konz – SG Ruwertal
1:3 (0:1)
Weil Körperspannung, Engagement und Spielfreude fehlten, musste Konz eine weitere, bittere Niederlage hinnehmen. In der ausgeglichenen ersten Halbzeit fand Martin Flesch eine Minute vor der Pause den Schlüssel. Nach einem Abwehrfehler der Konzer eroberte sich Stephen Raach den Ball im Mittelfeld und schaltete blitzschnell um, sodass Flesch im Eins-gegen-eins den Ball am Torwart vorbei ins Eck spitzelte. Konz kam in den ersten 15 Minuten nach der Pause besser in die Partie, ließ aber gute Möglichkeiten von Tim Kugel ungenutzt. Mit einem Hammer in den Giebel führte der überragende Philip Kartz die Ruwertaler Gäste in der 65. Minute auf die Siegerstraße. Doch Konz gab sich nicht auf.Nachdem Aljoscha Schmidt im Strafraum weggegrätscht wurde und der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte, ließ sich Kugel die Chance zum Konzer Anschluss nicht entgehen – 1:2 (67.). Im Zuge einer wie entfesselnd stürmenden Ruwertaler Mannschaft legte schließlich Kartz in der 78. Minute mit dem 3:1 den Deckel drauf. „Der Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung, denn wir auch locker das 4:1 oder 5:1 hätten machen können“, freute sich Kapitän Karsten Willems über einen wichtigen Sieg. „Das war schon traumhaft: Vor vielen Zuschauern und tollem Wetter Konz geschlagen zu haben und jetzt mit 35 Punkten dem sicheren Hafen ein wesentliches Stück nähergekommen zu sein. So kann es weitergehen. Uns fehlen noch fünf Punkte zur berühmten 40-Punkte-Marke.“ Für den Konzer Trainer Alex Stieg blieb nur eine Erkenntnis: „Wir haben die Leistung von Ellscheid nicht abrufen können. Es war ein enttäuschender Auftritt.“

TuS Schweich – SG Buchholz
8:0 (5:0)
Bei prächtigem Wetter kam der Schweicher Torexpress gegen überforderte Buchholzer richtig ins Rollen. Nach der Niederlage im Ruwertal agierte die Mosella mit mächtig Wut im Bauch, wollte den Auftritt beizeiten vergessen machen. Die Gäste hielten zwar bis zur 20. Minute halbwegs mit, doch da stand es bereits 2:0. Andre Steffgen und Luca Bierbrauer nahmen Buchholz beizeiten die Illusion eines möglichen Sieges. Weil die Mosella spritzig und agil blieb, durften Maximilian Gäbler, Alex Schabo und Philipp Seeberger noch vor der Pause nachlegen. Das 5:0 zum Halbzeitpfiff bedeutete längst die Entscheidung. Im zweiten Durchgang setzten Stefan Schleimer, der einen Doppelpack schnürte, und wiederum Seeberger den Glanzpunkt unter eine souveräne Leistung. „Wir haben recht früh die Tore gemacht, was uns gutgetan hat. Dann waren wir deutlich überlegen und es war in der Summe nicht mehr so schwer“, begründete Schweichs Trainer Jochen
Weber einen überlegen geführten Auftritt.

DJK St. Matthias – TuS Kröv
1:1 (1:1)
Die Abteistädter legten erneut eine gute Leistung auf den Teppich, doch wieder reichte es nicht zum angestrebten Dreier. DJK-Coach Helmut Freischmidt sprach dann auch nach der Partie von „vorhandenem Potenzial. Die Leistung war wieder in Ordnung und auch, wenn wir uns jedes Mal drei Punkte wünschen, müssen wir realistisch sein. Die Jungs haben alles gegeben, doch mit Kröv hatten wir auch einen starken und kompakten Aufsteiger zu Gast“. Wichtig für Freischmidt war, dass „wieder eine Mannschaft auf dem Platz stand, die unbedingt gewinnen will. Auch wenn es letztendlich nicht zum Sieg gereicht hat“. Die DJK legte mit einem Blitztor von Patrick Dres in der zweiten Minute vor: Der Torschütze vom Dienst verwertete eine gut getimte Flanke von Simon Blasius. Kröv wurde danach aber stärker und hatte nach 25 Minuten die passende Antwort parat. Nils Kiesewetter schoss aus kurzer Distanz mit einem Volleyschuss zum 1:1 ein. „Da waren wir einen Moment unaufmerksam, als in der Mitte die Zuordnung fehlte“, erklärte Freischmidt. Mattheis hatte durch Patrick Dres per Freistoß eine weitere gute Chance, doch auch Kröv blieb mit Kontern gefährlich. So musste Marc Pasucha im DJK-Kasten zwei, drei Mal sein ganzes Können aufbieten, um einen Rückstand zu verhindern. „Die Moral stimmt, wir haben eine kämpferisch gute Leistung abgeliefert. Der Punkt war völlig okay“, befand der Mattheiser Coach, der ligenunabhängig auch gerne weitermachen möchte. 

TuS Ahbach – SG Hochwald
0:2 (0:1)
Für den TuS Ahbach setzte es im Aufsteigerduell die sechste Heimniederlage. Die Eifeler hielten die offensivstarken Gäste zunächst erfolgreich vom eigenen Tor weg, doch nach 25 Minuten ließ eine unglückliche Situation die Zerfer in Front ziehen: Florian Lorenz lief nach einem langen Pass aus dem Mittelfeld auf den Ahbacher Keeper zu und schoss diesen an, der Abpraller fiel dem Zerfer Spielertrainer erneut vor die Füße, der die Kugel dann nur noch ins leere Tor zu schieben brauchte. „Das war eine sehr unglückliche Szene. Zerf hatte zwar mehr Ballbesitz, doch wir haben wenig zugelassen“, bemerkte Ahbachs Spielertrainer Christian Sicken. Die SG Hochwald blieb dennoch gallig und aggressiv und hatte durch Dominic Fisch kurz vor der Pause das 2:0 auf dem Fuß, als dieser allein auf Stefan Keul zulief. Ahbach war um den Ausgleich bemüht und besaß durch Jan Pidde, Marco Schmitz und Sicken selbst auch sogenannte Halbchancen, doch zwingend wurde es nicht. Bei zwei strittigen Situationen hätte Ahbach die Wende herbeiführen können, doch der Referee gab einen Elfmeter und ein Abseitstor (gleiche Höhe) nicht. Sechs Minuten vor Schluss wurde Ahbach ausgekontert, als eine schnelle Umschaltbewegung zwischen Timo Mertinitz und Matthias Burg wiederum Fisch ins Spiel brachte und dieser frech einschieben konnte – 0:2 (84.). „Wir hätten es souveräner runterspielen können, doch der Sieg ist absolut verdient“, analysierte Hochwald-Coach Florian Lorenz.

SG Wallenborn – SV Dörbach
4:2 (2:1)
Die Erleichterung über das 4:2 war Wallenborns Coach Stephan Zimmer deutlich anzumerken: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, besonders kämpferisch hat es gestimmt. Man hat gemerkt, dass wir unbedingt gewinnen wollten.“ Im Anschluss an einen Dörbacher Freistoß ging es schnell, als Wallenborn mit wenigen Kontakten zügig umschaltete und Sebastian Hilgers das 1:0 erzielte. Dörbach aber blieb in der Partie, als eine Verkettung von Fehlern zum Ausgleich führte. Dennis Haas traf mit einem satten Schuss ins Eck. Zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt Sekunden vor dem Halbzeitpfiff brachte Kapitän Benny Duckart nach einem Konter die Gastgeber erneut in Front. Als der überragende Pascal Haak nach feinem Solo in der 64. Minute das 3:1 erzielte, war die Sache gelaufen. Zwar verkürzte Haas nach einem Foul von Patrick Hunz an Nils Thörner per Foulelfmeter noch auf 2:3 (83.), doch quasi im Gegenzug legte Duckart nach einem schönen Spielzug den Deckel endgültig drauf – 4:2 (84.).

SG Rascheid – SV Thomm
2:0 (0:0)
Mit einem Arbeitssieg sicherte sich Rascheid die Punkte und schickte Osburg ins Tal der Tränen. Mit jetzt schon 14 Punkten Rückstand zum rettenden Ufer ist die SG Thomm meilenweit vom Klassenerhalt entfernt. Im ausgeglichenen ersten Abschnitt besaß Thomm sogar ein leichtes Chancenplus, als Nico Thömmes zweimal allein aufs Rascheider Tor zusteuerte, den Ball jedoch nicht an Keeper Simon Jung vorbeibrachte. Auch Lars Wagner hatte mit einem satten Direktschuss die Möglichkeit, die Gäste in Führung zu bringen. Als nach dem Seitenwechsel die Kräfte bei Thomm nachließen, kam Rascheid zwingender und torgefährlicher nach vorn. Eine abgefälschte Flanke, als der Thommer Keeper schon in der anderen Ecke war, nutzte Jan Daniel Kempken zum 1:0 (62.), eine Viertelstunde vor Schluss entschied Christian Alt eine Eckballvorlage per Kopf zum 2:0. In der hektischen Schlussphase sahen die Thommer Nico Thömmes und Lars Wagner Gelb-Rot, für Rascheids Jens Gaspers war die Partie nach einer Tätlichkeit mit knallrot zu Ende.