Die SG Ruwertal hat sich den 4:0-Sieg gegen Schlusslicht Thomm/Osburg teuer bezahlen lassen. Denn Daniel Morgen – in der zweiten Halbzeit für den verletzt ausscheidenden Bastian Jung im Spiel – musste kurz vor Schluss mit Schlüsselbeinbruch ins Brüderkrankenhaus nach Trier gebracht werden. Die Gäste aus Osburg hielten die Partie bis zum 0:2 offen und nutzten wieder einmal ihre Chancen nicht.
Die schwere Verletzung von Daniel Morgen trübte die Freude über den Ruwertaler Sieg. Dabei hätte die Partie noch im ersten Abschnitt anders verlaufen können, wäre da nicht das Unvermögen der Thommer Angreifer: Denn nach dem Blitztor von Daniel Lentes besaßen Lars Wagner mit einem Gewaltschuss und Nico Thömmes zwei dicke Möglichkeiten zum Ausgleich. „Unser Manko ist, dass wir die Torchancen, die wir uns hart erarbeiten, einfach nicht nutzen und in Tore ummünzen können“, fand Thomms Coach Ingo Berens erklärende Worte, warum es zum Derby in Kasel wieder nichts mit dem Sieg wurde. Als wenig später Martin Flesch mit einem direkt verwandelten Freistoß das 2:0 und nur vier Minuten später Lentes mit seinem zweiten Treffer das 3:0 erzielte, war die Partie bereits zum Pausentee entschieden.
„Wir können uns bei Felix Kloy bedanken, dass er bei den Großchancen zweimal gedankenschnell reagiert hat. Nach dem 3:0 war es eine souveräne Vorstellung meiner Mannschaft, die in der Abwehr gut gestanden und gut herausgespielte Tore erzielt hat.“ In den letzten 20 Minuten war es ein ruppig geführtes Spiel. In dessen Ergebnis musste Daniel Morgen nach einem Zweikampf ins Brüderkrankenhaus. Dieser kam in der 46. Minute für Jung und erzielte nach einem schönen Diagonalball von Flesch das 4:0. Weitere Ruwertaler Chancen blieben allerdings ungenutzt. „Die Niederlage ist aber verdient“, sagte Berens anerkennend.