Und wieder war am vergangenen Spieltag einiges gebacken in der Liga. Konz besiegte in einem turbulenten Spiel
Rascheid mit 4:3 und schob sich ebenso in die Spitzengruppe wie die Mosella aus Schweich, die beim unangenehmen TuS Ahbach beim 3:1 die Siegpunkte entführte. Einen Substanzverlust muss der FC Bitburg derzeit verkraften, der ohne seinen Torjäger Kevin Arbeck beim 2:3 in Auw über weite Strecken ohne Chance war. Auw selbst katapultierte sich mit diesem Sieg auf Platz drei, der jetzt mit der SG Hochwald geteilt werden muss. Am Tabellenende blieb nur Buchholz siegreich und ergriff nach dem 3:2 in Dörbach den nahenden Strohhalm. Die DJK Mattheis unterlag 1:8.
SV Dörbach – SG Buchholz
2:3 (1:2)
Das vorgezogene Spiel am Mittwochabend am Dörbacher Waldrand wurde zu einem Triumphzug für die Gäste aus Manderscheid. Mit einem hart erkämpften 3:2-Erfolg beim ebenfalls abstiegsbedrohten SV Dörbach tütete der Klub aus der Eifel den dritten Saisonsieg ein und hält jetzt Anschluss ans untere Mittelfeld. Buchholz tastet sich mit diesem Sieg bis auf zwei Punkte an Dörbach heran, das unter Coach August Schlotter nun seine erste Niederlage quittieren musste. Den Gästen gelang ein Auftakt nach Maß, als Benedikt Schlösser bereits nach 120 Sekunden traf. Als der in der 71. Minute mit Gelb-Rot des Feldes verwiesene Florian Weber in der 22. Minute das 2:0 besorgte, war der Sieg der Manderscheider schon vorprogrammiert. Mit einer harten Schiedsrichterentscheidung musste Dörbachs Kapitän Kai Edringer in der 34. Minute nach einem Frustfoul mit Rot vorzeitig zum Duschen. Ausgerechnet in dieser Phase der Unterzahl glückte Daniel Mehrfeld der Anschluss. „Wir haben die erste Halbzeit klar dominiert und hatten auch genügend Gelegenheiten, den Vorsprung auszubauen. Durch eine Unaufmerksamkeit haben wir dann das 2:1 bekommen. In der zweiten Halbzeit versuchte Dörbach, das Spiel in unsere Hälfte zu verlagern. Daraus ergaben sich für uns Konterchancen, doch deren Torwart hat mehrmals stark pariert. Bis zum Schluss haben wir gut gearbeitet und nicht wirklich viele Torchancen von Dörbach zugelassen“, zeigte sich Buchholz‘ Coach Dieter Krütten zufrieden. Florian Weber brachte die Gäste in der 55. Minute mit dem 3:1 auf die Siegerstraße, doch eine Viertelstunde vor Schluss wurde es für die Eifeler noch mal ungemütlich, als Mehrfeld einen Elfmeter zum 2:3 in die Buchholzer Maschen setzte. Dörbach versuchte es dann mit langen Bällen, doch die Buchholzer Abwehr leistete sich diesmal keinen Ausrutscher mehr. „Wir haben heute als ganze Mannschaft funktioniert“, sagte Krütten abschließend.
SG Schneifel Auw – FC Bitburg
3:2 (2:0)
„Wir haben komplett verdient verloren. Wie mein Trainerkollege Jörg Stölben richtigerweise schon sagte, schlägt Mentalität Qualität. Auw war aggressiver, lauffreudiger und auch torgefährlicher als wir. Wir waren am heutigen Tage absolut nicht konkurrenzfähig“, brachte Bitburgs Coach Fabian Ewertz den für ihn indiskutablen Auftritt seiner Mannschaft mit harscher Kritik auf den Punkt. Bereits nach acht Minuten fand Christoph Fuhrt den Weg zum Tor, als er von Marco Backes mit einem Diagonalpass bedient wurde, kurzentschlossen abzog und den vom Torwart zurückprallenden Ball dann geräuschlos im Netz unterbrachte. Erneut war es Backes, der in der 27. Minute eine präzise Hereingabe nach innen schlug, wo Klaus Hamper mit einer kurzen Körpertäuschung seinen Gegenspieler aussteigen ließ und das 2:0 nachlegte. „Wir haben von Anfang an die besere Mentalität auf den Platz gebracht, waren wesentlich griffiger und hatten zur Halbzeit schon ein klares Chancenplus. Da hätte es schon 4:1 stehen können“, kommentierte Auws Trainer Jörg Stölben die Gemengelage in den ersten 45 Minuten. Kurz nach Wiederbeginn kurzzeitiger Schock bei den Hausherren: Udo Backes wurde wegen eines Zupfers am Gegenspieler mit Gelb-Rot vom Platz geschickt. „Das hat mich schon sehr geärgert, weil zuvor bösere Fouls der Bitburger nicht geahndet worden sind und zwei Bagatellfouls zu so einer harten Entscheidung führten.“ Doch Stölben sah eine weiter offensiv agierende Auwer Mannschaft. Eine kuriose Entscheidung brachte Bitburg ins Spiel zurück, als ein Schuss von Simon Floß vom Schiedsrichter geblockt wurde und der plötzlich freiliegende Ball vor die Füße von Andreas Neuerburg fiel. Der zog noch an einem Spieler vorbei, wurde dann aber von den Beinen geholt – Strafstoß! Pascal Alff sorgte mit dem 2:1 für einen späten Bitburger Weckruf. „Ohne die Gelb-Rote Karte kommen wir nicht mehr ins Spiel zurück. Es ergaben sich dann zwar mehr Räume und wir hatten auch Oberwasser, haben uns aber auch kaum Torchancen rausgespielt“, haderte Ewertz mit den wenigen guten Situationen vorm Auwer Tor. Postwendend stellte Marco Backes nach Kinnen-Ecke per Kopf den alten Abstand wieder her. Anschließend hatte Fuhrt das 4:1 auf dem Schlappen, als er im Eins-gegen-Eins auf Robin Strellen zulief, dann noch mal querlegte, der Adressat jedoch nicht gefunden wurde. Kurz vor Schluss gelang Miftar Halilaj nach Vorarbeit von Tobias Maier mit einem Schuss ins kurze Eck das 2:3 aus Bitburger Sicht. „Wir haben verdient gewonnen, weil wir vom Körperlichen her überragend gespielt und uns so für unsere kämpferische Leistung belohnt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir gefährliche Konter gefahren und das Spiel bestimmt. Die Mentalität gab heute den Ausschlag.“
SG Thomm – SG Ellscheid
1:5 (0:2)
Nur kurzzeitig brachte der Sonntagsschuss von Nico Thömmes Spannung unter eine sonst einseitige Partie. Der Thommer Torjäger vom Dienst jagte in der 53. Minute einen 30-Meter-Schuss in den Winkel zum 1:2. Ellscheid erwischte einen Blitzstart, als Markus Boos nach Querpass von Kai Gayer ins lange Eck traf. Nach 29 Minuten stand es bereits 2:0 für die spiel- und kombinationsstarken Eifeler, als Außenverteidiger Jan Fritz auf der rechten Seite durchbrach und ins Zentrum passte, wo Marco Michels aus sieben Metern trocken einschob. Thomm drängte nach dem Anschlusstreffer von Thömmes auf den Ausgleich, biss sich über den starken Peter Leineweber im Mittelfeld bis in die defensiven Linien der Ellscheider durch. Doch nach dem 3:1 und 4:1 war die Thommer Gegenwehr dann doch gebrochen: Boos legte eine Rechtsflanke punktgenau ins Zentrum und Gayer köpfte gegen die Laufrichtung von Fabian Wiesenthauer im Thommer Kasten das 4:1. Das 5:1 entsprang einer Ecke, die von einem Thommer Innenverteidiger ins eigene Tor abgefälscht wurde. „Fußballerisch war es nicht so das Sahnespiel, weil Osburg defensiv sehr aggressiv stand und nur über die langen Bälle nach vorn kam. Wir waren effizient, wussten natürlich vorher, dass wir auch körperlich dagegenhalten müssen. Doch wir haben die Zweikämpfe angenommen und die richtigen Entscheidungen getroffen“, zeigte sich Ellscheids Trainer Niklas Wagner mit dem Auftritt im Hochwald zufrieden.
SG Wallenborn – DJK St. Matthias
8:1 (4:0)
Die Mattheiser waren keine sieben Tore schlechter als die wie entfesselnd aufspielenden Wallenborner Spaßfußballer, die sich mit dem 8:1 den Frust der vergangenen Wochen von der Seele schossen. Die Eifeler brachten sich mit dem frühen Tor durch Sebastian Zimmer auf Kurs – als Florian von Landenberg nach 13 Minuten mit einem fulminanten Freistoß aus 25 Metern das 2:0 erzielte, war die Richtung klar. Die DJK spielte durchaus gut mit, hatte im Mittelfeld einige gute Szenen, doch nach vorn fehlte die Genauigkeit. Nach einem Konter sorgte Kapitän Benny Duckart für die Vorentscheidung – 3:0 (24.). Patrick Dres traf in der 32. Minute den Pfosten, zuvor wurde sein Schuss erst auf der Linie geklärt. Doch defensiv offenbarte die DJK eklatante Schwächen, sodass es Wallenborn zunehmend gelang, mit einfachem Konterspiel die Räume aufzureißen und zu Torchancen zu kommen. „Es hat alles funktioniert bei uns, dabei haben wir in den letzten 15 Minuten noch viele Konterchancen liegen gelassen“, hatte Wallenborns Coach Stephan Zimmer gut lachen.
TuS Ahbach – TuS Schweich
1:3 (1:1)
Die TuS legte furios los und kam durch einen Kopfball von Markus Oltmanns nach einer Ecke zur Führung (20.). Ahbach legte dann ein paar Prozente drauf und kam durch Jan Pidde zum Ausgleich. In der Folge entfachte Ahbach mächtigen Druck nach vorn, doch weder Nico Clausen, noch David Kaster brachten die Kugel am reflexartig reagierenden Mosella-Keeper Moritz Zingen vorbei, der sich Bestnoten verdiente. Schweich besaß 20 Minuten vor und 20 Minuten nach der Halbzeit keine gute Phase und hätte bei großen Chancen von Clausen und Jonas Mauer auch in Rückstand geraten können. Doch Zingen lenkte einen Kopfball an den Pfosten bzw. fischte den Freistoß von Clausen aus dem Winkel. Schweich brachte mit der Einwechslung von Moritz Neufang frischen Wind und Oltmanns sowie Stefan Schleimer legten mit ihren Toren den Deckel drauf. „Die Leistung war in Ordnung, nur haben wir derzeit die Seuche am Fuß. Hinten raus hat der Schweicher Torwart das Spiel gewonnen“, wirkte Ahbachs Coach Christian Sicken etwas hilflos. „Der Sieg geht deshalb in Ordnung, weil wir cleverer vor der Kiste waren “, sagte Mosella-Coach Jochen Weber.
SG Hochwald – SG Ruwertal
2:0 (1:0)
Zwei individuelle Fehler nutzte der Aufsteiger eiskalt zu den Siegtoren. Vor 300 Zuschauern auf dem Zerfer Kunstrasen erzielte Johannes Carl in der 33. Minute die Führung. Als Ruwertal mehrfach dem Ausgleich nahe war, doch zu unkonzentriert aus guten Positionen vergab, nutzte die Lorenz-Elf einen schnellen Umschaltvorgang zum 2:0. Julian Barth sprintete nach einem Ballverlust in der
Ruwertaler Abwehr in den freien Raum und schloss cool zum 2:0 ab (58.). „Wir hätten nicht verlieren müssen. Aufgrund der zweiten Halbzeit, als wir permanenten Druck aufbauten, hätten wir einen Punkt verdient gehabt“, befand Ruwertals Spielauschussvorsitzender Karsten Willems.
SG Neumagen – TuS Kröv
2:1 (0:0)
In einer kampfbetonten Partie auf dem schweren Trittenheimer Geläuf neutralisierten sich beide Teams im ersten Abschnitt. Erst als Kröv durch Felix Hieke zur Führung einschob (60.), wurde Neumagen wach. Über die Stationen Joachim Lex und Marvin Schneider schloss Maurice Klaeren mit einem Innenpfostenschuss einen schönen Angriff zum 1:1 ab. Weil Neumagen den größeren Siegeswillen offenbarte, gelang durch einen an Jan Weber verursachten und von Marc Lemmermeyer verwandelten Foulelfmeter der späte Sieg (90.).