04.10.2019

Vorberichte, Bezirksliga: Kruchtener Kirmesspiel

Die Kirmesfeierlichkeiten bei Körperich enden nicht gegen Konz

Manuel Hoffmann (rechts) und die SG Rascheid treffen am Sonntag auf die SG Badem (blaue Trikots). Mit einem Sieg könnten die Hochwälder die Rote Laterne abgeben. Foto: Archiv

Der Fokus des achten Spieltages liegt eindeutig auf der Spitzenpartie in Bitburg. Doch auch auf den anderen sieben Plätzen wird mächtig was los sein. In Kruchten steigt das zweite Kirmesspiel der SG Körperich gegen den SV Konz. Die SG Rascheid zieht von Geisfeld nach Rascheid um und will gegen die SG Badem die Rote Laterne abgeben. Nach der Schulz-Gala gegen Ruwertal will Leiwen nun auch in Oberweis punkten. 

SG Rascheid - SG Badem
Nach dem 3:3 gegen Aufsteiger Bettingen ist die SG Rascheid auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Trotz teilweise guter Leistungen reichte es für die Mannschaft von Spielertrainer Sven Gaspers im vierten Spiel in Folge wieder nicht für einen Sieg. Zumal die Personalengpässe weiterhin auf den Schuh drücken. „Wir werden trotz des letzten Tabellenplatzes nicht den Kopf verlieren und konzentriert weiterarbeiten. Defensiv müssen wir aufmerksamer sein und auch mal härter verteidigen. Auf dem kleinen Platz in Rascheid werden wir den Bock jetzt umstoßen“, kündigt Gaspers eine kompakte und disziplinierte Leistung an. Die Gäste aus Badem wollen nach dem 2:3 gegen Schweich wieder in den Punktebereich kommen. „Wir müssen auch ohne vier Stammspieler wieder Gas geben“, sagt Trainer Roger Reiter, der auf Marius Willwertz (Zerrung), Luca Hardt (Schule), Norman Schneider (beruflich in den USA) und den gesperrten Daniel Robertz verzichten muss. 


Gegendarstellung
Gegendarstellung zu einer Aussage in der letzten Ausgabe zur Roten Karte im Spiel der SG Ruwertal gegen die
SG Rascheid. Dort hieß es im Zitat von Ruwertals Trainer Jan Stoffels: „Ich konnte aus der Distanz lediglich sehen, dass der Geisfelder Spielertrainer auf dem am Boden liegenden Christoph Morbach saß und ihn am Hals würgte.“ Der betroffene Rascheider Spielertrainer Sven Gaspers wehrt sich gegen den Vorwurf. „Nach einem Tritt in meinen Bauch bin ich am Boden liegend aufgestanden und habe den Gegenspieler mit einem Griff an den oberen Schulterbereich bzw. unteren Hals zu Fall gebracht. Das deckt sich auch mit dem Bericht des Schiedsrichters und dafür stehe ich auch grade. Die Aussage, ich hätte auf dem Gegenspieler gesessen und ihn gewürgt, ist falsch. Zudem stand Herr Stoffels circa 80 Meter von der Aktion weg.“ Die Spruchkammer wird sich des Falles annehmen und ein zeitnahes Urteil fällen.
Rascheid, So., 6.10., 14.30h

SG Bettingen - SV Leiwen
Richtungsweisendes Spiel in der unteren Tabellenzone. Gelingt dem Aufsteiger ein möglicher zweiter Saisonsieg, wäre die Wallesch-Elf vorerst aus dem Schneider. Doch der SV Leiwen will genau da weitermachen, wo er im Spiel gegen Ruwertal aufgehört hat. Trainer Rudi Thömmes: „Mit dem 5:0 gegen Ruwertal haben wir noch nichts erreicht, es war lediglich ein Schritt in die richtige Richtung. Die Mannschaft ist auf einem guten Weg, muss aber jetzt konzentriert und hungrig bleiben. Wir wollen unser Spiel durchdrücken.“ Kevin Kirking (Urlaub) und Pascal Lex (beruflich) werden zurückerwartet. Bettingens Coach Marco Wallesch: „Wir brauchen nicht um den heißen Brei herumreden: Wenn man in der Liga bleiben will, ist ein Sieg gegen Leiwen ein Muss.“ Für Gustav Schulz wird es keine Sonderbewachung geben – auch nicht für Patrick Herres. „Wir werden versuchen, das im Kollektiv zu lösen, müssen aber die Freistöße von Patrick Herres vermeiden.“ Luca Eichner hat seine Sperre abgesessen, Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Maximilian Ludwig, Sven Himpler und Christian Bales.
Oberweis, Sa., 5.10., 19.00h

SG Arzfeld - SG Wittlich
Zuletzt mutierte das 2:4 aus Arzfelder Sicht zum Standardergebnis, das die Mannschaft von Andreas Theis korrigierern möchte. Im Heimspiel gegen Wittlich sollen die zwei 2:4-Pleiten gegen Leiwen und Schillingen – dazwischen lag das 2:4-Pokal-Aus in Ehrang – in den vierten Saisonsieg münden. Der Gegner ist gut drauf und seit drei Spielen unbesiegt. Trainer Christoph Krähling: „Arzfeld ist ein kompaktes Team, das mit Trenz und Propson überdurchschnittliche Spieler hat. Wir fahren mit einem Wahnsinns-Respekt dorthin, wollen aber auch punkten.“ Luca Schermann, Ebu Talip Osta und Nils Schermann sind noch verletzt.
Daleiden, So., 6.10., 14.30h

SG Ruwertal - Schillingen
Das 4:2 gegen Arzfeld glich einem Befreiungsschlag. Schillingens Coach Gerd Morgen will im Ruwertal genau mit „demselben Elan und derselben Einstellung ins Spiel gehen wie gegen Arzfeld. Wichtig ist, die Tabelle auszublenden und dass jeder Spieler sein Bestes gibt. Ich hoffe, dass wir Ruwertal überraschen und was mitnehmen können.“ Torsten Schuh und „drei Urlauber“ fehlen dem TuS. Ähnlich schwierig gestaltet sich die Lage bei der SG Ruwertal, die in Leiwen aus dem 23er-Kader 13 Spieler nicht dabei hatte. Trainer Jan Stoffels: „Am letzten Sonntag hatten wir 13 Ausfälle. Es werden vermutlich ein paar Spieler zurückkommen, doch die Lage bleibt angespannt. Wir müssen bis zur Winterpause peu à peu Punkte sammeln. Dazu wird die Mannschaft Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten und Mentalität zeigen müssen.“
Kasel, So., 6.10., 15.00h

SG Wallenborn - SG Saartal
Wallenborn reitet gegenwärtig auf einer Erfolgswelle. Nach dem Auftakt-1:2 in Bettingen fuhr das Team von Stephan Zimmer und Andy Hesslein in sechs Spielen 16 Punkte ein. Sebastian Hilgers ballerte sich mit acht Toreinschlägen zum zweitbesten Knipser der Liga und auch so wirkt das Wallenborner Konstrukt gefestigt und kompakt. Wallenborn jedenfalls ist klarer Siegfavorit – nicht nur, weil das Team seine drei Heimspiele für sich entschieden hat. Die Gäste aus dem Saartal durchschreiten eine Berg- und Talfahrt und kommen aus dem Mittelmaß nicht so recht raus. Gegen Bitburg stand die Truppe von Heiko Niederweis bereits nach 15 Minuten auf verlorenem Posten (0:3). „Bitburg hat extrem hoch gepresst und war definitiv eine Klasse besser als wir. Wir müssen defensiv besser stehen und wollen das Spiel in Wallenborn lange offenhalten.“ Julian Thielen und Philipp Wallrich sind dann zurück.
Wallenborn, So., 6.10., 15.00h

RW Wittlich - SG Ralingen
Beide Kontrahenten treffen nach jeweiligen Niederlagen aufeinander und wollen möglichst am Sonntag wieder in die Spur finden. Für die Rot-Weissen heißt das, den Nackenschlag von Konz geräuschlos zu verarbeiten und die richtigen Schlüsse zu ziehen, während Ralingen mit Wallenborn eine Spitzenmannschaft zu Gast hatte. Will das Team von Martial Servais nicht auf den letzten Platz zurückfallen, sollte in Wittlich zumindest eine Punkteteilung her. RW-Sportchef Mehmet Akin hat nach dem 0:3 Folgendes erkannt: „Wir müssen die Niederlage schnell abhaken und aus der mannschaftsinternen Aussprache die Lehren ziehen. In dieser Klasse ist alles möglich. So werden wir auch Ralingen nicht unterschätzen und wollen eine Reaktion zeigen.“ Trainer August Schlotter muss auf die gesperrten Andre Benzarti und Albutrin Aliu verzichten. Dafür könnte Dimitri Kunz wieder von Beginn an spielen.
Wittlich, So., 6.10., 15.00h

SG Körperich - SV Konz
Die Gastgeber gehen in ihr zweites Kirmesspiel. In Kruchten soll die schwache Vorstellung aus dem Wittlich-Spiel revidiert werden. „Wir haben einen wunderbaren Start hingelegt und 16 Punkte nach sieben Spielen auf dem Konto. Konz hat nach vorne eine enorme Qualität, das sollten wir nicht vergessen. Wollen wir gewinnen, müssen wir wieder eine ganz andere Einstellung zeigen. Sonst erleiden wir eine weitere Bruchlandung“, gibt Körperichs Coach Frank Hermes zu verstehen. Der Konzer Trainer Thomas Berens fordert „die gleiche Einstellung und das gleiche Engagement wie gegen Rot-Weiss. Wir müssen noch couragierter auftreten.“
Kruchten, So., 6.10., 15.00h

Kommentieren