13.03.2020

Vorberichte, Bezirksliga: Heiße Kiste in Stadtfeld

Wallenborn erwartet mit der SG Wittlich den Tabellenzweiten

Lucas Jakob (am Ball) und die SG Saartal wollen es im Rückspiel in Irsch besser machen als in Badem: Mitte September setzte es eine deftige 2:6-Niederlage. Foto: Archiv

Mit dem 20. Spieltag wird das letzte Saisondrittel eingeläutet. Dabei sollten die Verfechter bzw. Freunde des Offensivfußballs nicht zu kurz kommen. Denn am vergangenen Spieltag hatten die meisten Sturmreihen offenbar Ladehemmung. Lediglich 17 Einschläge sorgten für eine eher bescheidene Quote von 2,8 Toren pro Partie. Heiß hergehen sollte es in Niederstadtfeld, wenn der Vierte den Zweiten aus Wittlich empfängt. 

SG Wallenborn - SG Wittlich
Wenn der Vierte den Zweiten empfängt, sollte ein gutklassiges Spiel bevorstehen. Ob diese Partie tatsächlich den Anspruch eines Spitzenspiels erfüllt, darf zumindest ob des Geläufs, auf dem die Spitzenpartie stattfindet, bezweifelt werden. Denn der holprige und teilweise sehr tiefe Hartplatz in Niederstadtfeld zählt seit Jahr und Tag zu den ungeliebten Spielstätten in der Liga. Dennoch wird eine heiße Kiste mit jeder Menge Emotionen vorausgesagt. Wallenborn hat seine beiden Auftaktpartien des neuen Jahres zu Null gewonnen und darf den Blickl durchaus optimistisch in die nahe Zukunft richten. Trotz mäßiger Leistungen wurden die Gegner besiegt. In Schillingen freilich hatte man das Glück des Tüchtigen. Die beiden Winterneuzugänge Sharif Al Younes und Mahamed Alfauri, die vom TuS Daun nach Wallenborn kamen, sind noch nicht spielberechtigt. Schon das Hinspiel war umkämpft, als es in Wittlich 3:3 hieß. Wittlichs Trainer Christoph Krähling: „Wallenborn ist eine Heimmacht, zumal der Hartplatz in Niederstadtfeld die Bedingungen zusätzlich erschweren wird. Ich erwarte eine intensive und spannende Partie.“ Personell gibt es ein paar Umstellungen. So fällt Mattis Thörner mit einer Oberschenkelverletzung aus. Ein Einsatz von Jo Endres käme wohl noch zu früh, doch Patrick Schmidt erwartet Krähling zumindest auf der Bank zurück. Weil auch Benny Sorge seine Rotsperre abgesessen hat und Emre Yildiz vom Lokalrivalen Rot-Weiss wechselte, hat der Coach wieder deutlich mehr Alternativen. Mit Nils Thörner steht ein Angreifer wieder zusätzlich bereit, den in der letzten Saison eine Hüft-OP ausgebremst hatte. „Nils hatte mir im Herbst signalisiert, dass er es noch mal probieren wolle. Obwohl wir die Intensität gesteigert haben, ist Nils jetzt schmerzfrei und mit seiner Schnelligkeit für unser Offensivspiel eine absolute Bereicherung.“ Neben Thörner werden wohl spätestens Mitte April auch Ebu Talip Osta und Nils Schermann im Team zurückerwartet.
Niederstadtfeld, So., 15.3., 15.00h


SG Saartal - SG Badem
Für beide Teams wird die Partie in Irsch ein Charaktertest. Während Schoden gegen Konz verlor, aber in Ralingen erfolgreich war, wartet Badems Trainer Roger Reiter auf den ersten Sieg in 2020. In Ralingen zogen die Eifeler mit 2:3 den Kürzeren, gegen Ruwertal reichte es nach 0:2-Rückstand immerhin noch zu einem Teilerfolg (2:2). „Wir wollen den ersten Sieg des Jahres einfahren“, hat Reiter klare Vorstellungen vom Gastspiel im Saartal. Mit Patrick Rings, Manuel Berns, Mike Schwandt und Marius Willwertz drohen aber vier Akteure verletzungsbedingt auszufallen. Für die Schodener heißt es am Samstag, Wiedergutmachung zu üben, denn in Kyllburg hieß es im Hinspiel 2:6.
Irsch/Saar, Sa., 14.3., 17.30h

SG Arzfeld - SG Rascheid
Für die Westeifeler steht das erste offizielle Pflichtspiel des Jahres an, nachdem die Partien vor zwei Wochen gegen Ruwertal und vergangenen Sonntag bei der SG Bettingen den Witterungs- und Platzverhältnissen zum Opfer fielen. Doch bei Drucklegung der heutigen 11ER-Ausgabe werden die Arzfelder ihre Nachholpartie gegen Ruwertal bereits absolviert haben. Geht man im Lager des Tabellenneunten von einem Sieg gegen die Stoffels-Elf aus, erwartet das Team von Spielertrainer Andreas Theis gegen Rascheid die weitaus anspruchsvollere Aufgabe. Die Hochwälder haben aus den letzten fünf Spielen immerhin vier Siege einfahren dürfen und waren zum Jahresauftakt auch bei den so spielstarken Rot-Weissen aus Wittlich erfolgreich. Nur im Hinspiel hatte es nicht zu einem Dreier gereicht (1:2).
Arzfeld, Sa., 14.3., 19.00h

SG Körperich - SV Leiwen
In Nusbaum ist der abstiegsbedrohte SV Leiwen-Köwerich zum Siegen verdammt, will er die akut gefährdete Zone verlassen. Derzeit deutet jedoch nichts darauf hin, dem Abstiegsgespenst ein weiteres Mal zu entkommen. Der personelle Aderlass im Winter war dermaßen groß, dass es dem Trainerteam um Rudi Thömmes enorm schwer fiel, diesen mit Mentalität, Einstellung und Trainingsfleiß zu kompensieren. Die Eifeler haben mit dem 2:0-Erfolg gegen den Lokalrivalen aus Bettingen vor zwei Wochen einen weiteren, großen Schritt in Richtung vorzeitigen Klassenerhalt gemacht. Mit Platz sieben und 27 Punkten darf man sich in Nusbaum, Geichlingen und Körperich fast schon sicher sein, mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun zu haben. Auch das
Hinspiel hatte die Elf von Frank Hermes beim 3:1 in
Leiwen für sich entschieden.
Nusbaum, Sa., 14.3., 20.00h

TuS Schweich - SG Ralingen
Für den Tabellen-14. aus dem Sauertal steht eine weitere, auf dem Papier schon fast zu hohe Hürde bevor. Beim Tabellendritten geht es in erster Linie um eine solide Leistung, doch auch um ein ansprechendes Ergebnis. So wird das Team von Martial Servais nicht umhinkommen, selbst bei den so heimstarken Schweichern zu Punkten zu kommen. Ob das gelingt, hängt auch von der Einstellung und Laufbereitschaft der gesamten Mannschaft ab. Die Mosella ist gut aus dem Winterschlaf gekommen und hat den Abstand zu Spitzenreiter Bitburg auf acht Punkte verkürzt. Jochen Weber tut gut daran, seine Jungs auf ein intensives Spiel und einen unangenehmen Gegner einzustellen. Unter normalen Umständen sollten die Hallenkönige aus Schweich auch am Sonntagnachmittag als Sieger vom Platz gehen.
Schweich, So., 15.3., 14.30h

SG Ruwertal - SG Bettingen
Für beide Mannschaften geht es um sehr viel. Die in der Hinrunde verletzungstechnisch arg gebeutelten Ruwertaler haben nach wochenlanger Durststrecke nun personell zwar noch keine Entspannung, doch aber ein leichtes Lichten des zuvor üppigen Lazaretts vermelden können. Zwar fehlen noch immer ein halbes Dutzend Stammspieler, doch mit der Rückkehr von Torjäger Fabian Regel und den beiden Winterneuzugängen Chris Dahm und Hans Schulz ist die Substanz deutlich angehoben worden. Der 3:1-Erfolg vor zwei Wochen gegen Körperich und das darauffolgende 2:2-Remis in Badem hat dem Team von Jan Stoffels ein Durchschnaufen erlaubt. Doch die Rote Karte gegen Schulz wird den ehemaligen Leiwener wieder zum Zuschauen verurteilen. Mit Ted Moreira und Philip Kolling hat Stoffels nach Nico Kruchten den dritten Spieler aus der zweiten Mannschaft fest ins A-Team integriert. Lediglich Dominik Stehle verließ das Team aufgrund privater Verpflichtungen in Richtung C-Liga. Für die Bettinger geht es darum, die oft nur knappen Niederlagen endlich auch mal in zählbaren Erfolg umzuwandeln. Eine neuerliche Niederlage in Mertesdorf würde die Hoffnung auf den Klassenverbleib zusätzlich minimieren.
Mertesdorf, So., 15.3., 15.00h

SV Rot-Weiss Wittlich - TuS Schillingen
Wittlichs Sportchef Mehmet Akin bringt den Heimauftritt gegen Schillingen so auf den Punkt: „Schillingen hat sehr unglücklich gegen Wallenborn verloren. Sie sind noch nicht gesichert, weshalb ich sie aggressiv und fokussiert erwarte. Für uns kommt es noch mal darauf an, für unsere Zuschauer drei Punkte zu holen und uns für die Niederlage gegen Rascheid zu revanchieren.“ Rot-Weiss kann mit jeder Menge Zuversicht in die Partie gehen, denn im Hinspiel (3:0), aber auch im Rheinlandpokal eine Saison zuvor blieb Wittlich (4:1) siegreich. Dini Hajdari, Marc Arbeck und Meliani Saim kehren in den Kader zurück (Erkältung).
Wittlich, So., 15.3., 15.00h

Kommentieren