13.12.2019

Resümees, B-Trier/Saar: Enger Abstiegskampf

Platz neun und 14 trennen nur drei Punkte

Spitzenreiter trotz schwankender Leistungen in den letzten Wochen: Der TuS Euren steht auch dank der Treffer von Rene Jahn (am Ball) an der Tabellenspitze. Foto: Archiv

Während Euren, Nittel und Irsch souverän das Dreigestirn an der Spitze der B-Trier/Saar bilden, drängen sich in der unteren Tabellenhälfte zahlreiche Teams mit geringen Punkteabständen aneinander. Beispielsweise könnte bereits ein Sieg Schlusslicht Matthias auf den zehnten Rang katapultieren. Damit ist auch im kommenden Jahr für Spannung gesorgt. 

TuS Trier-Euren
Als großer Favorit und mit acht Siegen in die Saison gestartet, ließ der TuS Euren keinen Zweifel an seiner Klasse aufkommen. Dennoch zeigte man zuletzt durchwachsene Leistungen, da man vor allem gegen vermeintlich schwächere Mannschaften Punkte abschenkte. Findet man die Konstanz des Saisonauftakts wieder, wird der Spitzenreiter im neuen Jahr nur schwer zu schlagen sein.

SG Nittel
Nach einem katastrophalen Vorjahr wurde die SGN in dieser Saison dem eigenen Potenzial gerecht. Trotz größerer Verletzungssorgen rief man seine Leistung konstant ab. Auf dem zweiten Platz und zwei Punkten Rückstand ist im neuen Jahr noch alles drin. Für Trainer Michael Kohns eine starke Leistung: „Man sollte stolz auf die Truppe sein, denn seit Wochen laufen wir auf der letzten Felge. Dann mit 36 Punkten in die Winterpause zu gehen – das hat was!“

SV Trier-Irsch
Der SV Irsch begeisterte in diesem Jahr nicht nur mit gutem Offensivfußball, sondern auch mit – für eine junge Mannschaft ungewöhnlich – guter Konstanz. Diese Entwicklung kann laut Trainer Tobias Spruck gerne so weitergehen: „Wir sind super zufrieden. Wir stehen genau dort, wo wir hin wollten. Dass es schon in diesem Lernprozess so gut klappt, macht uns stolz. Wir haben wirklich ein super Team.“

FSG Ehrang/Pfalzel II
Von einem Zwischentief abgesehen, zeigte die Ehranger Reserve starke Leistungen. Aktuell steht man bei sechs ungeschlagenen Spielen in Folge. Bestätigt man im kommenden Jahr diese Leistung, könnte man sogar zu den Top Drei aufschließen. „Grundsätzlich sind wir mit dem vierten Platz zufireden. Wir haben jetzt schon fünf Punkte mehr als in der letzten Saison. Es macht wirklich Spaß, mit der Truppe zu arbeiten“, gibt Ehrangs Trainer Lucas Heck an.

VfL Trier
„30 Punkte bei einem Spiel weniger sind zufriedenstellend. Trotzdem ist es ärgerlich, wenn man sieht, wie viele Punkte wir unnötig gegen Mannschaften von unten liegen ließen. Wir sind noch in Schlagdistanz. Wichtig ist, dass wir uns weiterentwickeln, um dann in der Rückrunde oder in der nächsten Saison weiter oben angreifen zu können“, erklärt VfL-Coach Bilal Boussi. 

SSG Kernscheid
Im ersten Jahr nach dem direkten Wiederaufstieg spielen die Kernscheider eine gute Saison. Laut Trainer Jona Schulz gibt es dennoch Bereiche, die verbessert werden müssen: „Unser Platz und unsere Punktzahl sind absolut in Ordnung. Damit sind wir voll zufrieden. Leider haben wir viele Personalprobleme. Teilweise war es sogar eine Herausforderung, eine Mannschaft zu stellen. Da müssen wir schauen, dass wir das besser hinbekommen.“

SG Pellingen
Für die Pellinger ging es in diesem Jahr erst von unten nach oben und dann zurück ins Mittelfeld. Findet die SGP ihre zwischenzeitliche Form wieder, kann es im neuen Jahr weiter nach oben gehen. „Der Anfang war schwierig, weil wir nach fünf Spielen Tabellenletzter waren. Dann hatten wir eine gute Serie, doch am Ende ist uns ein bisschen die Luft ausgegangen. Im Großen und Ganzen sind wir zufrieden“, erklärt Pellingens Trainer Stephan Wicht.

SV Krettnach
Der SV Krettnach ist im Umbruch und setzt in diesem Jahr vermehrt auf junge Spieler. Diese Taktik ging bisher auf, denn anders als in den letzten Jahren blieb man bisher von größeren Abstiegssorgen verschont. Zeigt man die starken Leistungen vor heimischem Publikum auch auswärts, dürfte dem frühzeitigen Klassenerhalt nichts im Wege stehen.

SV Trier-Olewig
Der SV Olewig kämpft in dieser Saison nach personellem Aderlass um den Klassenerhalt. Nach einer langen Durststrecke glückte in den letzten Wochen des Jahres die Kehrtwende. Laut Trainer Sebastian Herz wartet im kommenden Jahr dennoch viel Arbeit, will man die Klasse sichern: „Es war die erwartet schwere Hinserie. Wir müssen nun schauen, dass wir unsere Kräfte sammeln, eine gute Vorbereitung haben und gut aus der Pause kommen. Dann können wir die nötigen Punkte sammeln.“

SV Ayl
Dem SV Ayl ging nach einem guten Halbjahr personell die Luft aus. Das machte sich auch tabellarisch bemerkbar, denn man rückte weiter in Richtung Keller. Melden sich alle Spieler wieder fit, dürfte die aktuelle Niederlagenserie reißen.

SG Saartal II
Bisher liegt hinter der Saartal-Reserve erneut ein turbulentes Jahr. Grund dafür ist, dass man nach dem knappen Klassenerhalt im Vorjahr erneut um den Ligaverbleib kämpft. „Die Saison war durchwachsen und schlechter als von vielen erwartet. Wir haben viele Spiele knapp verloren. Das zeigt auch unser Torverhältnis, das positiv ist, wir aber fast punktgleich mit dem Tabellenletzten sind. Im neuen Jahr muss die Effektivität besser werden und wir gegen die Teams punkten, die unter uns stehen“, gibt Saartals Trainer Peter Benzschawel vor.

SG Hochwald II
Die SG Hochwald II meldete sich nach dem Abstieg und direktem Wiederaufstieg in der B-Klasse zurück. Bisher zeigte man durchwachsene Leistungen und kämpft wie viele Teams um den Klassenerhalt. Entscheidend für den Ligaverbleib wird laut Trainer Dion Schneider die Mannschaft sein: „Es wäre in dieser Saison bisher mehr drin gewesen. Wir haben uns das Leben zu großen Teilen selbst schwer gemacht. Im nächsten Jahr müssen wir das, was wir leisten können, auch auf den Platz bringen.“

SG Kanzem
Nach gutem Saisonstart
machten der SG Kanzem vor allem die Punktverluste gegen direkte Konkurrenten zu schaffen, die im vorletzten Tabellenplatz resultieren. Dennoch bewies die Truppe von Carlo Müller ein ums andere Mal Moral und dürfte deshalb noch immer an den Klassenerhalt glauben. Startet man gut ins neue Jahr, ist alles möglich.

DJK St. Matthias
Absteiger DJK St. Matthias läuft derzeit den eigenen Ansprüchen hinterher und muss im kommenden Jahr den freien Fall Richtung C-Klasse stoppen. Trainer Martin Klein: „Wenn man auf dem letzten Platz steht, läuft sportlich nicht viel zusammen. Ich habe eine kleine Auswertung gemacht und alleine in der Hinrunde haben wir 29 verschiedene Spieler eingesetzt. So was kenne ich aus meiner Zeit bei der zweiten Mannschaft und dachte eigentlich, bei der Ersten ist man solche Sorgen los. Wir hatten unsere Leistungsträger selten zwei, drei Spieler in Folge dabei. Durch die Verletzungen mussten wir immer von Spieltag zu Spieltag schauen. In den letzten Wochen haben wir uns ein bisschen gefangen. Die Einstellung stimmt und kämpferisch haben die Jungs das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht. Ich bin optimistisch, dass wir die Klasse halten werden.“ 

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