13.12.2019

Resümees, B-Mo/Ho: Noch alles offen

Im Aufstiegs- und Abstiegskampf bleibt es spannend

Der FC Schöndorf überwintert mit Kapitän David Andizejewski an der Tabellenspitze. Eine Garantie auf den Meistertitel ist das allerdings nicht. Foto: Archiv

Mit einem engen oberen Tabellendrittel und einer noch engeren unteren Tabellenhälfte hat die B-Mo/Ho das Fundament für ein spannendes neues Jahr gelegt. Weder an der Spitze noch im Abstiegskampf ist eine Entscheidung gefallen, denn in der ausgeglichenen Klasse bewiesen selbst die Kellerkinder, dass man den Spitzenteams Paroli bieten kann. 

FC Schöndorf
Die Schöndorfer stoppten vor dem Winter die kleine Negativserie und kletterten dank patzender Konkurrenten auf den obersten Tabellenplatz. Eine Leistung, mit der sich Trainer Benjamin Leis zufrieden zeigte: „Anders als im letzten Jahr, haben wir uns jetzt für den Aufwand belohnt. Wir hatten auch Glück, aber das hält sich gerade die Waage. Man hat gesehen, wie wichtig es in solchen Klassen ist, wenige Verletzungen zu haben, um qualitativ und quantitativ gut aufgestellt zu sein.“

SV Bekond
Die Bekonder erholten sich unter dem neuen Trainer Frank Amberg schnell vom Abstieg und etablierten sich von Beginn an in der Spitzengruppe. Eine Leistung, mit der sich Amberg glücklich zeigte: „Mit dem Abschneiden bin ich sehr zufrieden. Wir hatten Platz drei bis fünf im Auge, können jetzt aber sogar ganz oben angreifen. Wir schauen nun im nächsten Jahr, was es wird. Landen wir am Ende zwischen Platz drei und fünf, werden wir auch zufrieden sein.“

SG Pölich
Die SG Pölich verspielte am letzten Spieltag des Jahres die Chance auf die Tabellenspitze. Für Trainer Marc Görres ärgerlich, auch wenn man eine gute Saison spielte: „Wir sind voll im Soll, doch wenn man sieht, dass wir Tabellenführer sein könnten, ist es ärgerlich. Der Meister wird aber erst im April entschieden. Dafür müssen wir noch was drauflegen.“

SG Fidei
Die SG Fidei startete durchwachsen in die Saison und tauschte Bernd Körfer als Trainer aus, um die Aufstiegsziele nicht zu gefährden. Nach dem Sieg gegen Bekond ist die Fidei wieder auf Tuchfühlung zu den Spitzenteams. Allgemein sieht Trainer Jörg Köhn eine Leistungssteigerung: „Die Mannschaft hat Schritte nach vorne gemacht. Dass sie Fußball spielen kann, ist klar, aber die einfachen Dinge, wie den Ball mal klatschen lassen, haben sich verbessert. Auch die Kommunikation zwischen erster und zweiter Mannschaft ist besser. Das wird uns im neuen Jahr weiter voranbringen.“

TuS Schweich II
Trotz einer großen Anzahl eingesetzter Spieler zeigte die Schweicher Reserve immer wieder ihr spielerisches Potenzial. „Wir können zufrieden sein. Das Problem ist, dass wir gegen Teams, die unten stehen, öfter hätten punkten müssen. Gegen die Teams von oben haben wir aber gezeigt, dass wir auf Augenhöhe sind. Ich hoffe, dass wir in der
Restrunde noch ein paar Punkte sammeln“, sagt Patrick Quary, Trainer der Mosella.

SV Kell
Mit 19 Gegentoren stellt der SV Kell die beste Abwehr der Liga. Allgemein zeigte der SVK ansprechende Leistungen. Laut Trainer Jens Hoffmann wäre aber mehr möglich gewesen: „Im Endeffekt war die Saison bisher recht gut. Wir hatten leider zwischenzeitlich fünf Spiele, in denen wir wegen der falschen Einstellung usw. nicht erfolgreich waren. Wir sind trotzdem in dem Bereich, wo wir hin wollen. Ein Problem sind die vielen Verletzten, doch ich hoffe, dass bis zur Rückrunde einige gesund werden.“ 

SG Fell
Im ersten Jahr bei der SG Fell zeigte sich Andreas Weber mit der Punkteausbeute zufrieden: „Wir haben leider gegen Mannschaften, die weiter unten stehen, oft Punkte liegen lassen. Dafür waren wir gegen die Mannschaften von oben relativ gut. In der Summe können wir daher zufrieden sein. Wir sind in Schlagdistanz und wollen im nächsten Jahr fleißig Punkte sammeln. Vielleicht können wir dann noch weiter oben angreifen.“

Hermeskeiler SV
Mit fünf Niederlagen in die Saison gestartet, kämpfte sich Hermeskeil mit starken Leistungen gegen die Topteams der Liga zurück und erarbeitete sich eine gute Ausgangslage für den Klassenerhalt. „21 Punkte sind okay, doch es hätten mehr sein können. Wir müssen uns zur Rückrunde steigern, denn es wird bis zum Ende eng werden. Dieser Lage sind wir uns bewusst“, erklärt Björn Probst, Trainer des HSV.

SG Mandern
Mandern steht noch mitten im Abstiegskampf, doch die Punktgewinne gegen direkte Konkurrenten machen Hoffnung auf einen Ligaverbleib. Offensiv macht sich vor allem der Wechsel von Yannik Stein, im letzten Jahr Topscorer der SGM, bemerkbar. „Punktemäßig sind wir nicht zufrieden. Man muss dazu sagen, dass wir schon im Vorfeld wussten, dass die Abgänge nicht leicht wegzustecken sind. Die Jungs haben trotzdem Spiele gezeigt, in denen sie wirklich gut waren. Das zeigt, dass die Mannschaft es kann“, sagt Manderns Abteilungsleiter Fußball, Ansgar Eisenring.

SG Osburg II
Nach dem guten Saisonstart ging es für die Osburger Reserve stetig nach unten. Aktuell wartet man seit zehn Spielen auf einen Sieg. Beendet man diese Serie nicht bald, drohen die direkten Abstiegsplätze.

FC Züsch
Ligadino Züsch befindet sich auch in dieser Saison mitten im Abstiegskampf. Das liegt vor allem an Punktverlusten gegen direkte Konkurrenten und einem kleinen Zwischentief, wie Trainer Larson Arend erklärt: „Wir waren auf einem guten Weg, haben dann aber die wichtigen Spiele gegen Hermeskeil und Gutweiler verloren. Jetzt konnten wir
wieder eine kleine Kehrtwende machen. Dennoch sind drei Punkte aus den letzten vier Spielen zu wenig. Jetzt gilt es, Kräfte zu sammeln und in den nächsten Spielen alles reinzuhauen.“

SV Mehring II
Nach dem zweiten Platz im Vorjahr zählte die Mehringer Zweite in diesem Jahr zu den Topfavoriten. Aktuell steht man nach einer durchwachsenen Saison weit unten in der Tabelle. Für Trainer Alex Becker keine Überraschung: „Die Erwartungen waren in diesem Jahr hoch, doch durch den Verlust einiger Leistungsträger war mir klar, dass es nicht einfach werden würde. Es ist ein Lernprozess, weil die Jungs, die im letzten Jahr in der zweiten Reihe gestanden haben, jetzt Leistungsträger sein müssen. Das Potenzial ist aber da und die Jungs probieren alles.“

SV Gutweiler
„Aufgrund der personellen Situation konnte nie ein Konkurrenzkampf entstehen. Die Mannschaft hat sich fast immer von selbst aufgestellt. Wir erwarten drei bis fünf Spieler zurück und wollen dann unsere Punkte sammeln. Der Saisonverlauf war schwierig, aber da mussten wir durch. Wir werden nicht absteigen“, erklärt SVG-Trainer Jürgen Flesch.

SV Leiwen II
Die Leiwener Reserve verbrachte den Großteil der Saison im Tabellenkeller, zeigte dennoch ansprechende Leistungen. Sind gewisse Voraussetzungen gegeben, kann man laut Trainer Sebastian Loewen die Klasse halten: „Es war bisher die erwartet schwere Hinserie. Wir mussten immer wieder Spieler an die erste Mannschaft abgeben und uns deshalb nicht einspielen. Die Viererkette war keine zwei Spiele hintereinander gleich. Es ist noch alles drin. Allerdings sind wir abhängig davon, wie sich die Erste personell verstärkt. Ansonsten wird es ganz schwer für uns.“ 

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