SSG Kernscheid - Kreisliga C Trier/Eifel

„Müssen realistisch sein“
B-Trier/Saar, Trainer-Interview: Jona Schulz – SSG Kernscheid
11ER: Wie kam es zum Spielausfall gegen die FSG Ehrang II? Jona Schulz: Es kam einfach kein Schiedsrichter. Da hofft man natürlich, dass nichts passiert ist. Für uns war es kurios, weil wir die ganze Woche rumtelefoniert haben, um genügend Spieler zu haben. 11ER: Somit stehen aktuell vier Punkte nach fünf Spielen zu Buche. Welches Fazit können Sie nach diesem Saison-start ziehen? Jona Schulz: Wir hatten und haben ein bisschen personelle Probleme, ansonsten sind wir zufrieden. Die Einstellung und der Einsatz ist in Ordnung, spielerisch war es phasenweise auch okay. Ich bin guter Dinge, dass durch mehr Personal die Leistungen konstanter werden. Ich bin also positiv, dass wir die nötigen Punkte holen werden, um die Klasse zu halten. 11ER: Marco Schirra und Florian Baus waren in der vergangenen Saison Stammspieler und mit ihren Toren maßgeblich am Aufstieg beteiligt. Wieso liefen beide bisher nur für die zweite Mannschaft auf? Jona Schulz: Das ist eine gute Frage. Ich kann aber nicht mehr dazu sagen, als dass es ihre Entscheidung war, für die zweite Mannschaft spielen zu wollen. Es gab aber keine Überwerfungen oder Ähnliches. 11ER: Gegen den SV Olewig wartet nun das nächste Derby auf die SSG Kernscheid. Der SVO konnte die vergangenen drei Spiele gewinnen und wird motiviert sein. Wo sehen Sie die Stärken der Olewiger? Jona Schulz: Erst einmal wirkt Olewig unberechenbar. Da weiß man nicht so wirklich, was man bekommt. Die Spieler, die ich kenne, sind außerdem auch physisch stark. Die Ergebnisse zeigen auch, dass sie vorne ein, zwei oder drei gefährliche Spieler haben. 11ER: Was haben Sie sich für die Partie vorgenommen? Was für ein Spiel erwarten Sie? Jona Schulz: Vornehmen können wir uns, um genauer zu sein, nicht viel. Wir sind schon froh, wenn ein oder zwei Spieler bis zum Wochenende fit werden und wir dann hoffentlich zwölf gesunde Spieler zur Verfügung haben. Am Ende wollen wir natürlich auch was mitnehmen, aber bei der momentanen Lage müssen wir realistisch sein und nicht mit utopischen Vorstellungen ins Spiel gehen. Da müssen wir Abstand nehmen und die Ergebnisse relativieren. 11ER: Wer fehlt und wie will man die Lücken schließen? Jona Schulz: Es fehlen Torsten Klingels, Henrik Wanzek, Daniel Schönberger, Stefan Klauck, Veli Cicek, Dilsad Düz und Michael Bart. Wir hoffen, dass zwei wieder fit werden. Marvin Blei steht uns zur Verfügung. Ansonsten muss man an dieser Stelle vielen Dank an die zweite Mannschaft sagen, die uns viel aushilft. 
„Mannschaft ist gefestigter“
B-Trier/Saar, Trainer-Interview: Sebastian Herz – SV Trier-Olewig
11ER: Gegen die SG Saartal II glückte Ihrer Mannschaft der dritte Sieg in Folge. Hat die Pleite gegen den TuS Euren dem SV Olewig im Endeffekt sogar gutgetan? Sebastian Herz: Auf jeden Fall. Ich hatte ohnehin den Eindruck, dass die Mannschaft gefestigter ist als in den Vorjahren. Die Reaktion, die die Mannschaft seit dem Euren-Spiel gezeigt hat, ist sehr gut. Wäre die Trainingsbeteiligung noch etwas höher, wäre es sogar noch besser. 11ER: Wieso ist die Trainingsbeteiligung bei Ihrer Mannschaft aktuell verbesserungswürdig? Sebastian Herz: Wir hatten in der Vorwoche auch aufgrund der Probleme mit der zweiten Mannschaft nur wenige Leute im Training. Zehn Mann sind für ein ordentliches Training unter der Woche einfach zu wenig. Am letzten Freitag waren es aber schon wieder 15. Ich bin also guter Dinge, dass es in dieser Woche wieder besser aussieht. 11ER: Vor allem die Mischung scheint bei Ihrer Mannschaft zu stimmen. Erfahrene Spieler wie Thomas Schad sowie Lars und Philipp Weber waren maßgeblich am letzten Sieg beteiligt. Gehen diese Spieler nach dem Abgang einiger Leistungsträger mit guten Leistungen voran? Sebastian Herz: Thomas ist für uns unheimlich wichtig als Organisator und ein Vorbild im kämpferischen und läuferischen Bereich. Lars ist momentan gut drauf und eine absolute Verstärkung für unsere Mannschaft. Philipp ist ein sehr emotionaler Spieler, der spielerisch und durch seine Torgefahr wichtig ist. Er kann die Mannschaft mit seiner Art mitreißen. 11ER: Mit der SSG Kernscheid wartet nun das Duell gegen den Nachbarn. Wie stark schätzen Sie den Aufsteiger aus Kernscheid ein?Sebastian Herz: Ich glaube, die Kernscheider können mehr, als die Tabelle einen momentan glauben lässt. Sie sind sicherlich eine Mannschaft, die über das Kämpferische kommt. Lässt man sie gewähren, sind sie im Spiel. Deshalb gilt es, von der ersten Sekunde an körperlich präsent zu sein und darüber dann auch das Spielerische zu entwickeln. 11ER: Sie rechnen also damit, dass Ihre Mannschaft im Derby gegen die SSG Kernscheid das Spiel machen muss? Sebastian Herz: Es war auch in den letzten Spielen so, dass die Mannschaft streckenweise spielerisch überzeugte. In unserer Situation und allgemein in der B-Klasse ist es aber erst mal so, dass man über den kämpferischen Einsatz Bereitschaft und Wille zeigen muss. Ansonsten nützen einem die besten spielerischen Anlagen nichts. 
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