„Ausfälle sind tragende Säulen“
B-Mo/Ho, Trainer-Interview: Andreas Weber – SG Fell
11ER: Am letzten Spieltag verlor die SG Fell nach zwei frühen Platzverweisen mit 0:3. Wie kam es dazu? Andreas Weber: Zuerst einmal muss man sagen, dass wir derzeit personell arg gebeutelt sind. Mit Louis Welter fällt unser Kapitän die ganze Saison aus, Amadou Konate hat sich das Wadenbein gebrochen, Markus Kündgen ist rotgesperrt und Jürgen Zentius kann aufgrund seiner Arbeit nicht immer spielen. Hinzu kamen gegen Schweich mehrere krankheitsbedingte Ausfälle. Nichtsdestotrotz haben wir die ersten zehn Minuten verpennt und lagen hinten. Dem 0:2 ging ein Foul an uns voraus, doch das Spiel lief weiter und endete mit einem Strafstoß gegen uns. Bei der Gelb-Roten Karte haben wir uns dumm angestellt, aber die Rote war maximal eine Gelbe. So war das Spiel nach 25 Minuten gelaufen. Der Schiedsrichter hatte keinen guten Tag. Er ist aber nicht schuld an der Niederlage, hat es uns mit seinen Entscheidungen jedoch nicht leichter gemacht. Mit neun Mann ging es dann nur noch um Schadensbegrenzung. Da kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Vielleicht wäre Schweich letztendlich auch so die bessere Mannschaft gewesen, doch man kann nur die ersten 15 Minuten wirklich bewerten. 11ER: In den letzten vier Spielen verbuchte Ihre Mannschaft nur vier Punkte. Was gibt es zu dieser Ausbeute zu sagen? Andreas Weber: Wir sind mit dieser Punktzahl nicht zufrieden. Ich muss allerdings anerkennen, dass wir praktisch jede Woche mit einer anderen Mannschaft spielen. Unsere Ausfälle sind alles erfahrene Spieler und tragende Säulen. Mit Nick Emmerich wird uns jetzt ein weiterer Spieler aufgrund seiner Rot-Sperre fehlen. In einer ansonsten jungen und unerfahrenen Mannschaft lassen sich solche Ausfälle nur schwer kompensieren. Wenn viele Führungsspieler wegfallen, wird es für jede Mannschaft schwierig. Unterm Strich haben wir dadurch gegen Gegner, wo ich mir mehr ausgerechnet habe, zu wenige Punkte geholt. Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel schauen und die Punkte irgendwo anders holen. 11ER: Der HSV konnte nach schwachem Saisonstart dreimal in Folge gewinnen. Was für einen Gegner erwarten Sie? Andreas Weber: Die Klasse hat gezeigt, dass jeder jeden schlagen kann. Vermeintlich starke Gegner entpuppen sich als eher schwach und vermeintlich schwache als stark. Hermeskeil wird uns daheim sicherlich mit breiter Brust empfangen und vor Selbstvertrauen strotzen. 
„Haben das Training angezogen“
B-Mo/Ho, Trainer-Interview: Björn Probst – Hermeskeiler SV
11ER: Der Saisonstart des Hermeskeiler SV lief alles andere als optimal, die ersten fünf Spiele wurden teils hoch verloren. Wie kam es zu dieser Negativserie? Björn Probst: Wir hatten zu Saisonbeginn ganz einfach zu viele Verletzte. Hinzu kamen Spieler, die durch Arbeit oder Urlaub fast nicht trainieren konnten. Trotzdem haben wir im Pokal gegen Tawern ein super Spiel gemacht. Nach der ersten Niederlage, gerade wenn Du so verlierst, sind die Köpfe der Jungs aber runtergegangen. Es war schwer, sie danach wieder aufzubauen. Danach ist es dann schwierig, das nächste Spiel zu gewinnen und schon bist Du in diesem Kreislauf drin. Wir haben das Training aber jetzt angezogen. Mittwochs trainieren wir sehr hart, das schlägt sich jetzt auch in den Ergebnissen nieder. Gegen die Fidei hat es sehr gut geklappt. Wir trainieren mit der zweiten Mannschaft zusammen und haben jetzt eigentlich nur noch Hermeskeiler Jungs im Team. Wenn man von denen ein paar verliert, tut uns das weh. Leider wird uns am Wochenende Mathias Biwer rotgesperrt fehlen. 11ER: Am letzten Wochenende sorgten Sie für die erste Niederlage der SG Pölich und stürzten damit nach der Fidei erneut einen Spitzenreiter. Mit welcher Taktik konnten Sie gewinnen? Björn Probst: Wir haben einfach gekämpft wie die Löwen und alles gegeben. Ist der Teamgeist und Wille voll da, wird es auch für Mannschaften wie Pölich schwer gegen uns. Wir müssen immer erst über diesen Kampfgeist ins Spiel kommen. Wir haben zwar auch wirkliche Ausnahmespieler, doch auch diese brauchen den Kampf. Am Anfang der Saison hat das leider nicht immer geklappt. 11ER: War das Fidei-Spiel also eine Art Befreiungsschlag für Ihre Mannschaft? Björn Probst: Ja, das kann man schon einen Befreiungsschlag nennen. Nach fünf Niederlagen hat uns der Sieg sehr gutgetan. 11ER: Im nächsten Spiel wartet mit der SG Fell eine Mannschaft, die ebenfalls auf wichtige Spieler verzichten muss. Was für ein Spiel erwarten Sie? Björn Probst: Es wird ein Kampfspiel. Wir werden uns wieder voll reinschmeißen, aber Fell wird das Gleiche machen. Ich kenne Andi gut und weiß, dass er seinen Jungs eintrichtern wird, uns nicht zu unterschätzen und alles zu geben. Die Liga ist sehr ausgeglichen und man darf nicht den Fehler machen, jemanden zu unterschätzen. Auch der Letzte kann gegen den Ersten gewinnen – wir haben das ja schon selbst gezeigt. Man muss also in jedem Spiel alles geben und konzentriert sein. 
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