17.05.2019

Kreisliga B-Trier/Saar, Trainer-Interview: Dietmar Hürter – SV Ayl

„Ein Punkt wird nicht reichen“

11ER: Gegen Waldweiler lag Ihre Mannschaft schon mit 0:3 zurück und gewann dann noch einen wichtigen Punkt. Wie war das möglich?
Dietmar Hürter: Es hat draußen mal gut gerappelt, damit die Jungs wieder anfangen, Fußball zu spielen. Verlieren ist in unserer Situation nicht erlaubt, sonst ist der Ofen aus. Wir haben dann 15 Minuten richtig gut gespielt. Alles, was in den 75 Minuten zuvor nicht geklappt hat, wie Einsatz, Kampfbereitschaft, Zweikampfverhalten und Spielwitz, waren in dieser Zeit plötzlich da. Man muss auch dazu sagen, dass Waldweiler nichts hergegeben hat. Sie haben gespielt, als würde es für sie noch um alles gehen und das ist gut so. Ich hoffe, dass sie auch gegen Krettnach so spielen werden und die gleiche Einstellung zeigen. 


11ER: Ayl konnte in den letzten drei Spielen sieben Punkte verbuchen. Dennoch steht man punktgleich mit Nittel auf dem Relegationsplatz. Wie geht die Mannschaft mit dieser Situation um?
Dietmar Hürter: Wir wissen natürlich alle, dass wir gewinnen müssen. Das sind unsere Hausaufgaben, die wir zu erledigen haben. Erst danach können wir schauen, wo wir stehen. Aktuell ist alles möglich: direkter Klassenerhalt, Relegation oder Entscheidungspiele um die Relegation.Wenn es da dumm läuft und drei Mannschaften 28 Punkte haben und man dann noch in die Relegation muss, hat man viele Spiele zu bestreiten. Mich regt es etwas auf, dass wir erst jetzt angefangen haben, Fußball zu spielen. Wir hätten von den sechs Niederlagen in Folge nur ein Spiel gewinnen müssen und wären durch. Das ist traurig, weil es jetzt anders geht und wir nicht bis zum letzten Strohhalm hätten warten müssen. Die Mannschaft hat mit dem 3:3 gezeigt, dass sie intakt ist und wir in Pellingen gewinnen können. Wir müssen realistisch sein: Ein Punkt wird nicht reichen. 

11ER: Wo sehen Sie die Stärken der SG Franzenheim/Pellingen?
Dietmar Hürter: Pellingen ist eine erfahrene Mannschaft. Wenn sie gut drauf sind, können sie jeden schlagen. Gegen Wasserliesch haben sie auch einen Punkt geholt. An anderen Tagen fragt man sich, wie sie dort jetzt verlieren konnten. Ich glaube, dass Pellingen allgemein von der Saison enttäuscht ist und sich auch Reimund mehr ausgerechnet hat. Das Gleiche gilt aber auch für uns, denn wir wollten den frühzeitigen Klassenerhalt. Jetzt zählt nur ein Spiel. Krettnach spielte gegen Waldweiler und Konz wird sich gegen Nittel nicht einfach ergeben. Wir müssen drei Punkte holen und sind dann vielleicht sicher. 

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