„Wollen möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun haben“

Interview, B-Mo/Ho: Sebastian Loewen – SV Leiwen-Köwerich

„Wollen möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun haben“

17. September 2020, 00:00 Uhr

Gleiches Team, neuer Name? Nach dem Rückzug der Bezirksliga-Mannschaft wagt der SV Leiwen-Köwerich in der B-Klasse den Neustart. Für die Spieler der ehemaligen Zweiten hat sich bis auf den Mannschaftsnamen und vereinzelten Verstärkungen nicht viel verändert. Sebastian Loewen, Trainer des SVL, erkennt dennoch neue Vorteile.

11ER: Herr Loewen, Sie waren in der vergangenen Saison Trainer der zweiten Mannschaft. Dann kam die lange Corona-Pause und damit auch viele Veränderungen im gesamten Verein. Wie haben Sie das Ganze wahrgenommen?
Sebastian Loewen: Ich hatte noch in der letzten Winterpause gesagt, dass ich als Trainer der zweiten Mannschaft nicht weitermachen möchte, weil mir gewisse Strukturen gefehlt haben. Es gab kein wirkliches Konzept für die Zukunft. Corona-bedingt kam dann der große Umbruch mit dem Neustart in der B-Klasse. Auch, weil uns eine Mannschaft für die Bezirksliga fehlte. Ich wurde dann gefragt, ob ich in dieser Situation helfen könnte. Leiwen ist mein Heimatverein und da möchte ich gerne einen positiven Teil zum Neustart beitragen. Timo Toppmöller und ich teilen uns jetzt den Trainerposten, was bisher gut funktioniert. Wir verstehen uns auf und neben dem Platz sehr gut.

11ER: Haben Sie die Aufgaben als Trainerteam strikt verteilt oder wie darf man sich die Zusammenarbeit vorstellen?
Sebastian Loewen: Wir haben keine feste Aufgabenteilung. Wir besprechen uns einfach viel und wechseln uns bei der Trainingsgestaltung ab. Ich mache meist die Ansprache vor dem Spiel, Timo dann die in der Pause und die Wechsel. So hat sich das ganze erst mal eingespielt. Ob es auf Dauer so bleibt, kann ich noch nicht sagen. Der Vorteil ist, dass wir bei den meisten Sachen auf der gleichen Wellenlänge liegen und große Besprechungen eigentlich gar nicht nötig sind.

11ER: Nach der abgebrochenen Saison hat sich der Kader der ersten Mannschaft aufgelöst. Wie setzt sich der Kader der neuen ersten Mannschaft zusammen?
Sebastian Loewen: Aus dem Kader der ersten Mannschaft sind aus verschiedenen Gründen nicht viele Spieler übrig geblieben. Der neue Kader besteht praktisch aus der zweiten Mannschaft, die durch ein paar Spieler wie Timo Toppmöller und anderen ergänzt wurde. Hinzu kommen die beiden Neuzugänge Juan Rodriguez und Michael Schwan, die ganz in der Nähe wohnen und in Leiwen Fußball spielen möchten. Deshalb wollen wir möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Man darf nicht vergessen, dass wir vor Corona auf dem letzten Platz gestanden haben. Wenn aber alles gut läuft, können wir aber vielleicht sogar einen Platz zwischen sieben und neun anpeilen.

11ER: Im letzten Jahr musste Ihre Mannschaft fast wöchentlich Spieler an die erste Mannschaft abstellen. Ist es jetzt ein Vorteil, selber eine erste Mannschaft zu stellen?
Sebastian Loewen: Das ist definitiv ein Vorteil. Wir können im Training jetzt Dinge einstudieren, die die Jungs schon  im Spiel umsetzen können. Vorher hat man zusammen trainiert und dann fehlten zwei bis drei wichtige Spieler am Wochenende. Wir sind jetzt eine eingespielte Mannschaft mit gesetzter Viererkette. Leider ist Marc Reichert, der als Innenverteidiger vorgesehen ist, verletzt. Verletzte haben wir leider schon einige. Dennoch ist es schön, schon montags zu wissen, wer am Sonntag zur Verfügung steht.

11ER: Der kommende Gegner aus Schweich hat in diesem Jahr ebenfalls einen festen Kader zur Verfügung. Wie schätzen Sie den kommenden Gegner ein?
Sebastian Loewen: Für mich sind Schweich und Bekond die Meisterschaftsfavoriten in dieser Saison. Schweich hat die ersten beiden Saisonspiele gewonnen und diesen Eindruck schon bestätigt. Sie haben eine spielstarke und junge Mannschaft, die taktisch sehr gut ausgebildet ist. Im letzten Jahr konnten wir aber sechs Punkte gegen sie holen, obwohl wir insgesamt nicht so viele hatten. Wir scheinen ihnen also nicht wirklich zu liegen.

11ER: Wie ist die aktuelle personelle Situation?
Sebastian Loewen: Marc Reichert fällt mit einem Bänderriss noch vier bis fünf Wochen aus. Maxi Ludwig hat einen Kreuzbandriss und wird jetzt erst einmal operiert. Mathias Bach, Benedikt Weis und Michael Scholtes werden wahrscheinlich wieder ins Training einsteigen. 

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