„Bringt uns nichts, sich für gute Leistungen auf die Schulter zu klopfen“

Interview, A-Klasse: Patrick Zöllner – SG Langsur

„Bringt uns nichts, sich für gute Leistungen auf die Schulter zu klopfen“

17. September 2020, 08:36 Uhr

Mit zwei Niederlagen ist die SG Langsur in die Saison gestartet. Beim Aufsteiger in Pölich geht es nun darum die ersten Punkte der Saison einzusammeln. Patrick Zöllner gibt im 11ER-Interview Aufschluss darüber, an welchen Stellen es noch hakt. 

11ER: Hallo Herr Zöllner, der Saisonstart ist mit zwei Niederlagen vermutlich nicht gelaufen, wie erhofft. Sind Sie dennoch mit gewissen Punkten zufrieden?
Patrick Zöllner: Fußball ist am Ende natürlich immer ein Ergebnissport. Da reicht es einfach nicht, sich nach guten Leistungen auf die Schulter zu klopfen, nur, weil man gut im Spiel war. Die Ergebnisse müssen im Fußball halt stimmen.

11ER: An welchen Stellschrauben möchten Sie im Training noch drehen?
Patrick Zöllner: Zunächst einmal müssen wir an der Zielstrebigkeit und dem Weg zum Tor arbeiten. Auch am Abschluss müssen wir weiter arbeiten, denn in den ersten beiden Spielen haben wir nicht ein Tor erzielt. Da muss der Ball eben auch mal ins Tor gezwungen werden. Kleinigkeiten machen hier den Unterschied aus. Zudem gilt es die Trainingsbeteiligung in den kommenden Wochen wieder zu erhöhen. Wir haben gegen Sirzenich fast ohne jeden nominellen Abwehrspieler gespielt. Auch das Spielsystem soll dann flexibler gestaltet werden, sodass wir auf gewisse Situationen auch mal reagieren können.

11ER: Mit dem Spiel bei der SG Pölich wartet nun ein Spiel bei einem Aufsteiger auf Ihre Mannschaft. Wie wichtig wäre hier ein Dreier, um nicht schon sehr früh in der Tabelle in die Abstiegszone zu geraten?
Patrick Zöllner: Pölich ist ein Aufsteiger mit Euphorie, zudem gehen sie ihre Heimspiele sehr forsch an und haben schon einige Treffer erzielt. Gerade zu Hause sind das wichtige Spiele für einen Aufsteiger. Wenn es aber unser Anspruch sein soll im Mittelfeld zu landen, dann müssen wir solche Spiele auch mal gewinnen. Da darf es auch keine Ausrede sein, dass wir im Normalfall eher auf Kunstrasen spielen.

11ER: Besonders in der Offensive schien es zumindest vor der englischen Woche in Tawern noch zu haken. Wie werden Sie versuchen die Trainingseinheiten zu nutzen, um den Abschluss zu verbessern?
Patrick Zöllner: Ich habe im Training schon gescherzt, denn in den vergangenen Wochen haben wir nur den Abschluss trainiert. Dennoch funktioniert es nicht. Die Defensive haben wir vernachlässigt und hier stehen wir aktuell ganz gut. Vielleicht sollten wir das einfach mal ändern. Nein, Spaß beiseite, natürlich werden wir da in den kommenden Wochen intensiv dran arbeiten.

11ER: Hand aufs Herz, wären Sie vor der Partie mit einem Punkt zufrieden?
Patrick Zöllner: Ich bin generell vor keinem Spiel mit einem Punkt zufrieden. Wir sind eine Mannschaft, die, wenn es gut läuft, auch gegen jeden gewinnen kann.

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