Dass dieses Duell zum Gipfeltreffen avancieren würde, hatte sich erst vor Wochenfrist ergeben. Denn mit einer Niederlage von Spitzenreiter Föhren gegen Osburg hatte wohl niemand gerechnet. Weil auch Ruwertal zeitgleich gegen Gusenburg gewann, hatte sich diese Konstellation ergeben. Sollte nun auch in Kasel verloren werden, müsste das Föhrener Team erstmals seit Saisonbeginn die Führungsposition abgeben. Über die Kreisliga-C Mosel/Hochwald berichtet unser Redakteur Lutz Schinköth 11ER-TV vor Ort? Jetzt auf www.11er-online.de voten!
Mark Stüttgen trainiert seit Saisonbeginn die Ruwertaler Bezirksliga-Reserve. Sein Führungsstil hat sich durchgesetzt. Und so steht das Team nicht von ungefähr auf Rang drei und hat noch alle Trümpfe für die Meisterschaft in der Hand. Dennoch relativiert Stüttgen die letzten beiden Siege: „In Gutweiler sind wir einem 0:2-Rückstand hinterhergelaufen. Da hatten wir Glück, dass nicht das dritte Tor fällt. Doch ich muss meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment machen, weil sie das Spiel gedreht hat. Dieser Sieg ist umso höher zu bewerten, weil Gutweiler zuvor ja gegen Föhren gewann. Gegen Gusenburg haben wir uns lange Zeit schwergetan, wobei unser Torwart zweimal super pariert hat.“ Die Konsequenzen eines möglichen Sieges gegen Föhren relativiert Stüttgen ebenso: „Ein Sieg wäre schön, aber (noch) wertlos. Denn abgerechnet wird erst am 25. Mai. Keiner – auch ich nicht – hat damit gerechnet, dass wir so lange da oben mitspielen und so stabil sind. Es ist alles offen.“ Dass es eine schwere Kiste wird, verhehlt der Ruwertaler Coach nicht. „Föhren hat jetzt zweimal verloren. Die werden alles versuchen, um Tabellenführer zu bleiben. Das ist ein ganz wichtiges Spiel für beide. Immerhin treffen auch die stärksten Abwehrreihen der Liga aufeinander. Das ist reine Kopfsache.“ Langzeitverletzt fehlen wird Thomas Becker (Hüft-Arthrose), Thomas Benecke hat Urlaub gebucht und hinter dem Einsatz von Routinier Christian Reinert (Zerrung) stehen Fragezeichen. „Sicher sind wir durch die zwei Niederlagen ins Straucheln gekommen, doch mit einem Sieg würden unsere Chancen sicherlich wieder steigen. Doch Ruwertal ist heimstark und hat einen Lauf. Da müssen wir definitiv kompakter stehen und uns im Defensivbereich besser anstellen. Wollen wir den anvisierten Punkt holen, müssen wir alles investieren“, bringt dagegen Föhrens Trainer Ralf Orth sein Credo auf den Punkt. Langzeitverletzt fehlen wird Jochen Conrad. Philipp Kordel und Sebastian Pull spielen (vermutlich) bei der Ersten.
Kasel, So., 30.03., 12.30h