Die Partie vorigen Sonntag fiel wegen akuten Spielermangels aus. Nun hofft Pölichs Trainer Michael Zell auf die Rückkehr der Vollzeit-Winzer und eine schlagkräftige Truppe, um endlich den ersten Saisonsieg einzufahren. Weil einige erfahrene Spieler ausfallen, könnte es aber erneut eng werden mit dem ersehnten Dreier. Mehrings dritte Garnitur hat ein paar Personalprobleme, hofft aber auf einen Sieg, der den Weg ins gesicherte Mittelfeld ebnen würde. Über die Kreisliga-C Mosel/Hochwald berichtet unser Redakteur Lutz Schinköth
Pölicher und Mehringer Spieler kennen sich bestens, wohnen teils im selben Ort. Auch beide Trainer kennen sich gut, nicht nur, weil Pölichs Coach Michael Zell auch in Mehring wohnt. „Die Spieler sehen sich auch am Wochenende – Holger Bach und ich spielen zusammen Altherren und pflegen ein freundschaftliches Verhältnis.“ Es sei ein besonderes Spiel, ein Lokalderby mit pikanter Note. Da die Traubenlese so gut wie vorbei ist und beide Teams einige Vollerwerbs-Winzer haben, hofft vor allem Michael Zell auf eine Rückkehr am Sonntag. „Einige Leute von mir mussten auch in der Ersten aushelfen, einige, wie Gerd Feiten und Florian Weirich, sind angeschlagen“, erzählt Zell, der Christian Schu, Nico Heinz, Martin Hermes, Jens Roth und Torwart Harry Huberty im Team zurückerwartet. Kehrt Huberty ins Tor zurück, hat der Pölicher Coach Simon Schömann dann wieder im Feld dabei. Auch bei Nico Heinz sollte im Angriff jetzt der Knoten platzen. Der hatte allein gegen Beuren vier Riesenchancen, als er auf den Torwart zulief, den Ball aber vorbeilegte. Ähnlich unglücklich agierte der Stürmer in Schillingen, als er im Doppelpack freistehend am Torwart vorbeischoss. „Ich werde ihn nochmal zur Seite nehmen und explizit motivieren. Der Junge muss einmal treffen, dann läuft es.“ Mit Oliver Lex als Libero und Michael Weinachter stehen zwei Routiniers zur Verfügung, doch Altmeister Gerd Feiten laboriert an Schmerzen im Bandscheibenbereich. „Gewinnen wir das Derby, sind wir fünf Punkte an Mehring dran. Verlieren wir, wird es schwierig“, weiß Michael Zell. Die Probleme beim Gegner liegen, wie es SVM-Coach Holger Bach betont, im Offensivbereich. „Die Abschlüsse fehlen. Bis zum Sechzehner ist alles okay, doch dann warten wir einfach zu lange. Das Mittelfeld bekommt die Bälle nicht konzentriert genug nach vorne. Wir müssen an der Ballsicherheit arbeiten“, sagt Bach, der auf Jürgen Spieles verzichten muss. Dagegen dürften Philipp Linster und Matthias Olinger wieder da sein. Lars Feldhaus ist fraglich.
Detzem, So., 19.10., 12.30h