Dreckige Siege fördern bekanntlich das Selbstbewusstsein – oder die Erleichterung der Coaches. Die SG Nittel II erfährt derzeit beides und hat alle ihre vier Saisonspiele gewonnen. Das fünfte soll nun gegen den VfL Trier folgen. Der B-Liga-Absteiger steht ebenfalls mit einer weißen Weste da. Beide Teams treten also mit breiter Brust und gutem Fußball am kommenden Wochenende an. Über die Kreisliga-C Trier/Saar berichtet unser Redakteur Stefan Himmer
Vier Spiele, vier Siege – diese Bilanz ist makellos und diese Bilanz können beide Teams im Topspiel des fünften Spieltags vorweisen. „Die Ergebnisse von Nittel sprechen für sich“, sagt VfL-Coach Patrick Deutschen, der als B-Liga-Absteiger bisher eine tadellose Saison hingelegt hat. „Nittel hat viel Selbstvertrauen getankt und wird am Ende der Saison sicherlich unter den ersten drei Mannschaften stehen.“ Nittel geht in der Tat forsch in die Spiele und scheint einen gewaltigen Entwicklungsprozess vollendet zu haben: „Wir haben im Moment einen Lauf und die Jungs sind heiß. Gegen den VfL wollen wir auf jeden Fall drei Punkte holen“, sagt Nittels Coach Oliver Konter. Bisher hat Nittel 16:3 Tore erzielt, der VfL derer 18:3. Dass es für den VfL als Absteiger so reibungslos läuft, sei nicht selbstverständlich, sagt Deutschen. „Allerdings ist der Leistungsabfall in der C-Liga schon krass. Unter den Topmannschaften gibt es kaum Unterschiede, die könnten auch im Mittelfeld der B-Liga ohne Probleme mitspielen.“ Seine Mannschaft dominierte die ersten drei Spiele, nur gegen Saarburg (2:1) im letzten Match tat man sich schwer. Nittels Coach Konter kennt die Stärken des Gegners: „Der VfL hat eine starke Offensive, aber das ist kein Problem für uns, weil wir dem Spiel unseren Stempel aufdrücken werden.“ Nittels Lauf lässt sich auch daran festmachen, dass man im letzten Spiel gegen Kreuzweiler lange stand hielt, um dann kurz vor dem Ende eiskalt zuzuschlagen. „Das war ein dreckiger, aber verdienter Sieg unserer Mannschaft“, sagte Konter nach dem Duell. Der VfL Trier muss auf Außenverteidiger Daniel Schlarb verzichten, der im letzten Spiel die Rote Karte sah. „Daniel ist schwer zu ersetzen, aber ich werde mir in der Trainingswoche darüber Gedanken machen. Drei, vier Kandidaten kommen in Frage“, sagt VfL-Coach Patrick Deutschen. Ebenso viele Teams kommen derzeit als Aufstiegskandidaten in Frage. Nittel und der VfL dürften nach den Leistungen aus den ersten Spielen dazugehören.
Nittel, So., 14.09., 12.45h