Zweiter gegen Erster oder beste Abwehr gegen besten Angriff. So oder so ähnlich ließe sich das Topspiel Gusenburg gegen Beuren auf den Punkt bringen. Beide Mannschaften beherrschen die Konkurrenz zwar nicht nach Belieben, doch eine gewisse Souveränität lässt sich nicht leugnen. Wer dieses Spiel gewinnt, kann sich nicht nur Derbysieger, sondern auch Herbstmeister nennen und hätte die Trümpfe für die Rückrunde sicher in der Hand. Über die Kreisliga-C Mosel/Hochwald berichtet unser Redakteur Lutz Schinköth
Der Tabellenführer aus Beuren ist zuletzt etwas aus dem Tritt gekommen. Gegen Gutweiler, Thomm und Issel gelangen jeweils nur 1:1-Unentschieden. Die Pflichtaufgabe gegen Mehring wurde souverän gelöst. „Alle drei Gegner sind ja im Aufwind. Dass wir nicht gewannen, liegt auch an der angespannten Personalsituation. Wir waren auch unkonzentriert“, analysierte Beurens Coach Sascha Domdei die Spiele gegen gute Konkurrenz. In Grimburg erwartet der Coach, der gemeinsam mit Andre Weinberg die Trainingsinhalte vorgibt, ein schweres Spiel. „Auf dem ungeliebten Hartplatz in Grimburg ist es immer schwer. Wir müssen uns auf einen kampf- und laufstarken Gegner einstellen. Gusenburg hat sich gut entwickelt und spielt – ebenso wie wir – ein Pressing. Wir wollen Herbstmeister werden und die verlorenen Punkte aus der Vergangenheit wieder zurückholen.“ Domdei ist zufrieden mit der Saison, auch wenn es drei, vier Punkte mehr hätten sein können. „Wir sind schon einen Ticken besser als im Vorjahr, doch müssen wir auch auf dem Teppich bleiben.“ Domdei setzt deshalb in Grimburg auf seine Doppelspitze Andre Weinberg und Timo Steines. „Timo ist zwar etwas korpulent, doch besitzt er eine sehr gute Technik und den Torriecher. Er kann Situationen lesen und sucht den Abschluss.“ Beuren reist ohne den langzeitverletzten Marco Thömmes an. Fraglich sind Frederic Trösch und Simon Müller. Dafür stehen Tobias Schaneng und Andreas Reget wieder bereit. Gusenburgs Trainer Patrick Hahn wird gegen die „offensiv unheimlich starken Beurener“ die volle Konzentration und Leistungsbereitschaft einfordern. „Wir versuchen, zu punkten, es wäre aber kein Drama, wenn wir gegen Beuren verlieren sollten. Wenn es uns gelingt, gut gegen den Ball zu arbeiten, unsere Kontermöglichkeiten nutzen und lange die Null halten, könnte Beuren nervös werden“, erklärt Hahn, der Dennis Barthen nach überstandener Verletzung wieder auf der Bank erwartet. Torjäger Manuel Lorscheider spielt nur dann, wenn er in der Heimat weilt.
Grimburg, So., 09.11., 14.30h