Wer gewinnt, darf sich erster Verfolger von Spitzenreiter Föhren II nennen. Dass ein möglicher Sieg auch mit dem Erreichen von Platz zwei verbunden ist, ist ein angenehmes Nebengeräusch. Denn dieser Platz berechtigt schließlich zur Aufstiegsrelegation im nächsten Jahr. Doch soweit ist es noch lange nicht. Für Beuren geht es darum, das 3:5 von Thomm aus den Köpfen zu kriegen und Ruwertal setzt auf seine Serie.

Beim 3:5 gegen Osburg habe sein Team trotz überlegen geführten ersten 20 Minuten das Spiel aus der Hand gegeben und erneut defensiv die Aufgaben nicht erfüllt. „Es ist augenscheinlich, dass wir Probleme mit der Defensive haben. Selbst gegen Fell haben wir drei Gegentore bekommen. Zudem sind wir mit der aggressiven Spielweise und den lang nach vorn getragenen Bällen der Osburger gar nicht klar gekommen, haben die Zuordnung verloren und waren hinten zu offen“, monierte Beurens Trainer Sascha Domdei. Das soll nun gegen Ruwertal anders werden. „Beim Hinspiel-1:1 haben wir mit Ruwertal den besten Gegner nach Föhren gehabt. Das Team arbeitet systemtreu, spielt einen gepflegten Fußball und ist eingespielt. Wollen wir gewinnen, müssen wir vor allen Dingen in die Rückwärtsbewegung Sicherheit reinbekommen.“ Mit 26 Gegentoren hat das Beurener Team schon mehr kassiert als in der gesamten letzten Saison. Deshalb wird Sascha Domdei Umstellungen in Abwehr und Mittelfeld vornehmen. „Einige brauchen mal einen Denkzettel. Denn unser Kader ist groß, wir sind komplett.“ Mit der richtigen Balance sei ein Sieg möglich. Die SG Ruwertal II gilt als die große Überraschung in dieser Saison. Mit Platz zwei habe selbst Trainer Marc Stüttgen nicht gerechnet. „Dass wir auf Platz zwei stehen, überrascht mich schon, weil es sehr viele Topteams in der Liga gibt. Unsere Vorgabe war Platz drei bis sechs. Wenn jedoch alle an ihre Leistungsgrenze gehen, ist alles möglich.“ Warum ist das Team so stabil? „Wir sind qualitativ gut und breit aufgestellt, haben die Viererkette schon gut drauf und sind relativ gut eingespielt. Die Kameradschaft ist top und wir profitieren auch von der guten Jugendarbeit im Verein. Von den sechs A-Jugendlichen, die kamen, sind drei fest im Team“, verrät Stüttgen, der mit Thomas Becker, Christian Jakob, Christian Reinert und Florian Nellinger zahlreiche Führungsspieler in der Mannschaft hat. Ohne vier abwesende Spieler hat Stüttgen erneut einen Dreier im Visier.

Beuren, So., 24.11., 15.00h