Von der Konstellation her verspricht diese Paarung eigentlich wenig Spannung. Doch vom Namen her könnte es weitaus enger zugehen, als von den meisten Fußballfreunden erwartet. Gusenburg ringt derzeit nach seiner Form und ist zuletzt mächtig ins Schwimmen gekommen. Mit einer couragierten Vorstellung in Waldrach könnte es mal wieder zu einer Überraschung reichen. Ruwertal jedoch ist klarer Siegfavorit.
Eigentlich müsste die SG Gusenburg „Gusenburg 04“ heißen, denn zuletzt musste der Hochwaldklub in schöner Regelmäßigkeit vier Gegentore hinnehmen. Vor zwei Wochen verlor man zuhause gegen Mandern mit 0:4, dann folgte das 0:4 bei der SG Issel und am vorigen Sonntag kam das 2:4 in Schweich hinzu. Die Quittung folgte auf dem Fuß. Das Team der beiden Spielertrainer Timo Breuer und Patrick Hahn stürzte bis auf Rang sechs ab, besaß zuvor noch leichte Chancen auf Platz drei. Vorstandsmitglied Oliver Reis hat Gründe ausgemacht: „Allgemein ist bei uns der Wurm drin, doch mit den vielen Verletzten und Kranken war ein geregelter Traningsbetrieb kaum möglich. Darunter litt auch das Spielverständnis. Die Probleme fangen vorne an und ziehen sich durch alle Mannschaftsteile.“ Jetzt soll im Ruwertal ein Punkte-Comeback gelingen. „Ruwertal liegt uns eigentlich seit Jahren. Wenn wir unsere Defensive stabilisieren, lange die Null halten und die Kontermöglichkeiten nutzen, ist vielleicht ein Punkt drin“, sagt Reis. Die Trainer hoffen dabei auf die Rückkehr von Arwut Janphaphat, Pascal Kopnarski, Simon Jakobs und Timo Breuer selbst. „Diese Spieler fielen wegen Grippe oder anderen Wehwehchen zuletzt aus.“ Bei der SG Ruwertal II schöpft man nach dem Patzer von Mandern im direkten Titelkampf wieder leise Hoffnung. „Mandern bleibt dennoch klarer Titelfavorit. Die fünf Punkte aufzuholen ist wohl eine Herkulesaufgabe. Nein, wir konzentrieren uns auf Platz zwei, wollen Mandern aber mit eigenen Siegen unter Druck setzen“, hat SGR-Coach Mark Stüttgen erkannt.
Kasel, So., 10.4., 12.30h