30.11.2018

Vorbericht, Bezirksliga: Zahlt Ralingen Lehrgeld?

Mit voller Wucht in den Winter: Bitburg unter Strom

Erzielte beim 5:0-“Kirmessieg“ in Badem zwar nur einen Treffer für den FC Bitburg, führt die Torjägerliste aber deutlich an: Kevin Arbeck will auch gegen Ralingen treffen. Foto: Robert Heyn

Für Bitburgs Trainer Fabian Ewertz kommt die nahende Winterpause zur Unzeit – die Gäste aus Ralingen sehnen die baldige Auszeit herbei. Unter diesen Voraussetzungen gehen der FC Bitburg und die Sauertal-SG in ihr finales Aufeinandertreffen. Während der FC seine acht Spiele währende Siegesserie ausbauen möchte, steht für Ralingen ein Teilerfolg ganz oben auf der Agenda. Es sollten jede Menge Zuschauer kommen. 

Vor fünf, sechs Wochen kam niemand in der Bierstadt auf die Idee, sich nochmals in den erlauchten Kreis der Titelaspiranten berufen zu fühlen. Nach acht Siegen in Serie weckt man wieder Begehrlichkeiten. Doch der Trainer bleibt ruhig, will von irgendwelchen Ansprüchen in Bezug auf den Aufstieg nichts wissen. Wir wissen, dass wir in den letzten Spielen gut gearbeitet haben und auf dem richtigen Weg sind. Dennoch bleiben wir bescheiden und denken von Spiel zu Spiel. Die Tabellenführung ist weit weg.“ Die Favoritenrolle tragen die Bierstädter in fast jedem Spiel. „Es ist fast egal, ob wir gegen die Schneifel, Wallenborn oder Schweich spielen: Wir tragen stets unfreiwillig die Favoritenrolle. Wir müssen mit dieser Situation leben“, sagt Ewertz, der die Partie gegen Ralingen nicht als Selbstläufer sieht. „Ralingen ist immer unangenehm. Sie pflegen mit ihren schnellen Leuten ein verdammt schnelles Umschaltspiel. Da müssen wir in der Ordnung und gut organisiert sein.“ Es liegt in der Natur der Sache, dass Bitburg das Heft in die Hand nehmen wird. Ewertz konkretisiert diese These: „Wir wollen das Spiel jederzeit kontrollieren. Ob aus einem defensiveren Part heraus oder durch offensives Pressing, entscheidet sich dann spontan. Wichtig ist, dass wir wach sind, kompromisslos sind und nichts zulassen.“ Deshalb stellt sich für den FC-Coach die Frage, früh anzulaufen, um das Spiel zu gestalten oder aber aus einer etwas defensiveren Grundhaltung zu agieren. „Einerseits müssen wir das Ralinger Umschaltspiel unterbinden, andererseits liegt es in unserer Natur, das Spiel zu gestalten.“ Personell hat Ewertz die Qual der Wahl. Zuletzt musste der Coach mit Shend Krasnici einen Topmann aus dem Kader verbannen. „Es ist eine brutale Situation, wenn ich einen Krasnici, der ein überragender Typ und toller Kicker ist, gegen Kyllburg nicht mal im Kader habe. So wird auch ein Simon Floß seinen Trainingsrückstand schnell aufarbeiten müssen. Jeder muss sich über eine intensive Trainingsarbeit für den Kader empfehlen.“ Während Arthur Hartwick und Frank Valerius nach ihren jüngsten Erfolgserlebnissen wieder im Kader stehen, muss Andreas Neuerburg noch auf sein Comeback warten. „Er wird in der Rückrunde wieder einsteigen, ich will jetzt kein Risiko eingehen.“ Die Sauertaler kommen mit der Empfehlung eines 2:2 aus dem Hinspiel ins Stadion Ost. „Das 2:2 von damals fiel in eine schlechte Bitburger Phase. Wir haben uns den Punkt seinerzeit verdient, weil wir schnell umgeschaltet haben. Sie haben das Pferd erst später wieder auf die Straße gebracht. Für mich bleibt Bitburg neben Schweich und der Schneifel der absolute Aufstiegsfavorit“, sagt SGR-Coach Martial Servais. Dieser wird mit Fabian Schmitt und Stefan Keuler wieder volle Offensivpower auf den Platz bringen. Daniel Barth fällt aus, Benny Schröder ist wieder da, Joe Schilz fraglich.
Bitburg, Sa., 1.12., 19.00h

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Aufstellungen

FC Bitburg

Noch keine Aufstellung angelegt.

SG Sauertal-Ralingen

Noch keine Aufstellung angelegt.