Dank eines ausgeglichenen Mittelfeldes in der B-Mo/Ho und einem wöchentlichen Kampf um die volle Punktzahl können auch die SG Fidei und der SV Kell wieder zu den Spitzenplätzen aufschließen. Voraussetzung dafür ist allerdings eine makellose Bilanz in den kommenden Wochen. Den Grundstein für kommende Erfolge kann man nun im direkten Duell legen. 

Weder der SV Kell noch die SG Fidei spielten bisher eine Saison nach Plan. Als einer der Titelfavoriten gestartet, ließ die SGF in den vergangenen Wochen mehr als einmal Federn und verlor dadurch den Anschluss an die Tabellenspitze. Das hatte Folgen, denn Trainer Bernd Körfer verabschiedete sich und machte seinen Posten für Jörg Köhn und Spieler Hendrik Könemann frei. Dieser Wechsel hatte einen positiven Effekt, denn im ersten Spiel des Trainerteams spielte die Sportgemeinschaft das erste Mal in dieser Saison zu Null. Doch auch hier leistete sich die SGF individuelle Fehler, die im bisherigen Saisonverlauf mehr als einen Punkt kosteten. Laut Köhn kann man diese Fehler nicht völlig beseitigen, aber zumindest durch eine gute Taktik auffangen: „Es ist schwer, etwas gegen diese individuellen Fehler zu machen, denn die passieren nun mal. Wichtiger ist, dass man abgesichert ist, indem man gestaffelt steht und gutes Positionsspiel hat. Dann kann man solche Fehler immer noch ausbügeln.“ Ohnehin ist für die Fidei trotz vier Niederlagen noch alles möglich. Mit 16 Punkten steht man neun Zähler hinter dem Spitzenreiter aus Schöndorf, könnte diese Lücke aber am Mittwoch gegen die SG Osburg II und am Sonntag gegen den SV Kell zumindest vorübergehend schließen. Ähnliches gilt auch für den SV Kell, der sich mit einem 6:1-Erfolg gegen Mehring II auf den fünften Tabellenplatz vorschob. Gewinnt man gegen die Fidei, könnten die Keller ihrerseits zu den Spitzenteams aufschließen. Gegen die individuelle Stärke der Fidei-Offensive könnte die gute Kell-Defensive eine entscheidende Rolle spielen. Dabei setzt Kells Trainer Jens Hoffmann nicht auf ein rein defensiv orientiertes Spiel: „Wir wollen nicht nur defensiv spielen, aber haben in diesem Jahr einfach eine recht gute Defensive. Da sind wir sehr beständig und schaffen es oft, den Gegner weit von unserem Tor fernzuhalten.“ Mit 14 Gegentoren stellt der SVK die beste Defensive der Liga. Diese Kompaktheit fehlte bisher beim kommenden Gegner. Obwohl die Fidei nur einen Treffer mehr erzielte, kassierte man elf Tore mehr als die Keller. Zu viele, um mit den Spitzenteams mithalten zu können. Deshalb liegt der Fokus in den Trainingseinheiten laut Jörg Köhn auch auf der defensiven Kompaktheit und dem Stellungsspiel. Behebt man die derzeitigen Fehlerquellen, darf man die Fidei erneut weiter oben erwarten. Zumal sich das Lazarett lichtet: Auch Hendrik Könemann konnte am vergangenen Spieltag wieder auflaufen und gegen Kell eine weitere Offensivoption darstellen. In Kell freut man sich hingegen schon, wenn keine sechs Spieler fehlen. „Jonas Hans, Jens Justinger und Johannes Huwer werden ausfallen. Hinter Johannes Keil und Max Lauer steht noch ein Fragezeichen. Philipp Bischoff und Carsten Bach sollten aber zurückkehren. Dann können wir schon ein bisschen mehr aus dem Vollen schöpfen“, erklärt Hoffmann.
Rodt, So., 3.11., 14.30h