Weder der TuS Ahbach – in der Aufstiegssaison immerhin auf Rang fünf notiert – noch der SV Sirzenich sind optimal aus den Startlöchern gekommen.

Während die Eifeler nah an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen immerhin in Arzfeld gewonnen haben (1:0), steht der Aufsteiger aus Sirzenich noch ohne eigenen Sieg da. Beide Mannschaften sind am Samstag gefragt, die anfängliche Negativspirale zu beenden und streben unisono einen vollen Erfolg an. Tus-Trainer Roger Stoffels: „Ich habe Sirzenich in Schleid gesehen. Die haben dort einen guten Eindruck auf mich gemacht und verkaufen sich in der Liga bislang teuer. Wir tun gut daran, die Tabelle komplett auszublenden und nehmen den Gegner sehr ernst. Sie haben mehrfach gezeigt, dass sie als Aufsteiger mit Utscheid auf einem Level sind. Sirzenich ist ein Gegner, der uns alles abverlangen wird. Sie arbeiten läuferisch gut und sind mit reichlich fußballerischen Elementen bestückt.“ Wie der Ostbelgier durchblicken lässt, erwartet er einen heißen Tanz. „Wir werden auf einen sehr gut vorbereiteten Gegner treffen und hoffen auf den zweiten Saisonsieg. Wir wollen frühzeitig Tempo aufnehmen und die richtigen Entscheidungen treffen“, so Stoffels, der aufgrund der nicht weniger werdenden Ausfallliste wieder mit Akteuren aus der zweiten Mannschaft plant. „Der Dank geht an Trainer Denis Krupa und die zweite Garde, die unseren Kader ergänzen und verstärken muss.“ Daniel Clausen (Außenbandverletzung), Philipp Etteldorf, Jan Müller, Nils Müller (Aufbautraining), Peter Grün (berufsbedingt in Sachen Diplomarbeit gefordert und ist zudem vor kurzem Vater geworden), Tom Schlösser (muss berufsbedingt kürzertreten) und Michael Schüler (arbeitsbedingt im Ausland) fehlen derzeit. Mit einer eigens angefertigten Maske ist derzeit Regisseur und Torjäger Nico Clausen unterwegs. Nach überstandener Erkältung sei auch wieder mit Paul Krämer zu rechnen. Der SV Sirzenich reist mit Respekt in die Eifel, macht aus seinem Ansinnen, dort die kompletten Punkte zu entführen, keinen Hehl. „Wenn wir genauso spielen wie in den letzten drei Halbzeiten und ein bisschen mehr Spielglück haben, können wir dort punkten, wenn möglich auch dreifach“, wollen die Trainer Till Schweitzer und Elmar Klodt das Glück auf ihre Seite ziehen. „Es ist ein Spiel auf Augenhöhe gegen einen Gegner, der auf allen Positionen gut besetzt ist. Sie zählen für mich zweifelsohne zum erweiteten Favoritenkreis und können gegen jeden Gegner punkten. Wir brauchen mehr Zielstrebigkeit und Effizienz.“ Die Liste der potentiellen wie der reellen Ausfälle ist beim SVS nach wie vor ellenlang. Tobias Geib (Rotgesperrt), Bastian Neises (Mittelfußbruch), Kevin Walter (muskuläre Probleme am Oberschenkel), Luca Clemens (Muskelbündelriss), Tom Schüßler (Operation an Adduktoren), Tim Brandscheid (Leisten-OP), Moritz Voigt (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Elias Raithel (bis Oktober beruflich in Fürth), Simon Klodt (muskuläre Probleme am Oberschenkel) und Luca Valerius (steht berufsbedingt nur sporadisch zur Verfügung) sind außen vor. Kilian Düpré und Robin Esser sind angeschlagen, quälen sich aber genauso durch wie Kevin Endres. Jakob Ditter hat seine Fingerverletzung auskuriert, Ben Schneider ist nach Pferdekuss wieder auf dem Weg schmerzfrei zu sein und Luca Bierbrauer ist aus dem Urlaub zurück. Kleine Lichtblicke für das Sirzenicher Trainertandem.

Leudersdorf, Samstag, 31.8., 17.30h

Foto: Alfred Weinandy