Nach der 8:0-Hinspielpleite wollte der TuS Mosella Schweich III den Spitzenreiter aus Kordel im Rückspiel vor größere Probleme stellen. Dies glückte, wenngleich es auch am Winzerkeller nicht zu Punkten reichte.

„Die erste Halbzeit war recht ausgeglichen. Auch, weil wir es verpassten, in den ersten zehn Minuten das 1:0 zu machen. Wir hatten früh viele gefährliche Eckbälle und danach noch ein, zwei Möglichkeiten, die ungenutzt blieben. Danach wurde Schweich immer stärker und konnte das Spiel ausgeglichen gestalten. Das Unentschieden zur Pause war deshalb gerecht. Wir machten einfach zu viele einfache Fehler, spielten zu kompliziert. Schweich spielte intensiv und verwickelte uns in viele Zweikämpfe. Uns war aber klar, dass sie diese Intensität nicht über das ganze Spiel gehen können. Es dauerte, bis wir das 1:0 schossen, doch danach musste Schweich mehr nach vorne tun. Am Ende ist der Sieg verdient, doch wenn Schweich mehr Glück hat, geht es 0:0 aus. Es war heute definitiv nicht unser bestes Spiel“, sah Kordels Trainer Christian Adams einen deutlichen besseren Gegner, aber auch einen verdienten Sieg.

Nach einer torlosen ersten Halbzeit war es Marvin Roth, der den Bann löste und die Gäste in Führung schoss (71.). Nur drei Minuten später bauten die Kordeler ihren Vorsprung durch ein Eigentor aus. In der Schlussphase setzte Marc Willems vom Elfmeterpunkt (86.) den Schlusspunkt zum 0:3-Endstand gegen eine Schweicher Mannschaft, die nur zwei Auswechselspieler auf der Bank hatte.

Für Schweichs Trainer Frank Lambery war es eine gerechtfertigte Niederlage, aus der sich viel Positives ziehen ließ: „Wir präsentierten uns deutlich besser als im Hinspiel, aber letztendlich war es ein verdienter Sieg für Kordel. Wenn man in der Saison nur ein Spiel verliert, eins unentschieden spielt und sonst alles gewinnt, ist man zu stark für die B-Klasse. Man muss vor ihrer Leitung den Hut ziehen. Ich kann aber auch vor meiner Mannschaft den Hut ziehen, denn sie hat alles gegeben und vor allem in der ersten Halbzeit vieles wegverteidigt. Dass man das gegen Kordel nicht über 90 Minuten schafft, war klar. In der zweiten Halbzeit ließen unsere Kräfte nach, doch mit ein bisschen Glück schießen wir noch den Anschlusstreffer. Nichtsdestotrotz war es ein verdienter Sieg für Kordel.“